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Ringelschwanz und rosa Rüssel. Stilisierungen des Schweins in Werbung und Cartoon


Autor: Dagmar Schmauks
[erschienen in: Bild-Stil: Strukturierung der Bildinformation (Themenheft zu IMAGE 3)]

Schlagwörter: Schweinedarstellungen, Redensarten, Werbung, Cartoon

Disziplinen: Semiotik, Zoologie


Pigs are a popular motif of many pictorial genres from butcher’s signs to greetings cards. This article analyzes pictures of pigs in advertising and cartoons. The guiding question is, which features are attributed to the pig and how they mirror zoological reality. The introductory section 2 presents ambivalent common sayings between the extremes „Drecksau“ („dirty pig“) and „Glücksschwein („lucky pig“). Section 3 investigates pictorial representations of pigs, mainly typical stylizations of body parts and the emphasizing of differences between domestic pigs and wild boars. Detailed analyses of current advertisements (section 4) and current cartoons (section 5) show that some topics are presented frequently and in a highly stereotypical manner.

Abstract in Deutsch:


1. Einleitung

Menschen haben zu Tieren vielfältige und widersprüchliche Beziehungen, die sich in Texten, Bildern und anderen Dokumenten spiegeln. In diesem Artikel geht es um ein Detailproblem der bildlichen Darstellung, nämlich um die Stilisierungen des Schweins in Werbung und Cartoon.

Zur Einführung empfiehlt sich ein kurzer Blick in Zoologie und Kulturgeschichte. Hausschweine tragen in vielen Gebieten der Erde erheblich zur menschlichen Ernährung bei, allein in Deutschland werden jährlich mehr als 40 Millionen Schweine geschlachtet und verzehrt. Ihre Domestizierung reicht rund 9.000 Jahre zurück und begann in mehreren Gegenden Eurasiens. Noch heute gibt es Zwischenstufen „halbwilder“ Haltung, in denen die Schweine nur zeitweise in der Nähe des Menschen leben und sich von selbst immer wieder mit Wildschweinen kreuzen. Rückzüchtungsprojekte veranlassen gezielt diese Verpaarung mit Wildschweinen, um die durch Domestizierung bewirkte genetische Verarmung zu verlangsamen. Rückgezüchtete Rassen wie das „Düppeler Weideschwein“ (Berlin) ähneln den Hausschweinen auf mittelalterlichen Bildern – sie sehen „urig“ aus, sind robust, genügsam und haben in den ersten Lebensmonaten braun-gelbe Längsstreifen wie Frischlinge (vgl. Schmauks 2000: 319ff und 2001: 1167ff).

Im Gegensatz zu allen anderen Nutztieren kommt nämlich bei Schweinen auch ihre Wildform, das eurasische Wildschwein (Sus scrofa), in Mitteleuropa noch zahlreich vor und fasziniert durch Intelligenz, Anpassungsfähigkeit und komplexes Sozialverhalten (vgl. Meynhardt 1984 und Hennig 1998). Durch milde Winter und gutes Futterangebot nimmt der Bestand sogar ständig zu. In Berlin etwa dringen Wildschweine zunehmend in waldnahe Außenbezirke ein, um Komposthaufen, Mülltonnen und Friedhöfe zu durchstöbern. Florian Möllers (2003) hat ihr Treiben unter dem Motto „auf Rüsselhöhe mit den Hauptstadtschweinen“ mit Texten und Fotos dokumentiert.

Die gleichzeitige Kenntnis von Wildform und domestizierter Form erlaubt einen Vergleich der jeweiligen Eigenschaften und Verhaltensweisen, der auf der Sprachebene zu einer konkurrenzlosen Vielfalt von Redensarten führt. Ferner motiviert sie immer neue visuelle Darstellungen von Schweinen. An einem Ende der Skala liegen zahllose „schweinchenrosa“ Kitschfiguren von drallen Hausschweinen, die allerlei „Schweinereien“ treiben oder einfach nur Niedlichkeit ausdrücken. Am anderen Ende finden wir dämonisierende Darstellungen von Wildschweinen, die in Mitteleuropa nach Ausrottung von Bär, Wolf und Luchs die letzten wirklich wehrhaften Wildtiere sind. Vor allem die Keiler gelten als Inbegriff des Urigen und Tapferen, und die rasende Wut und Verteidigungsbereitschaft eines verletzten Tieres sind sprichwörtlich. Zahllose Texte, Bilder und Skulpturen von der Antike bis heute zeigen den siegreichen Kampf eines Jägers und seiner Meute mit einem Keiler (zahlreiche Beispiele in Dannenberg 1990: 19ff); man denke etwa an die Sage des Herakles, zu dessen zwölf Heldentaten die Überwältigung des Erymanthischen Ebers zählte. Hinzuzufügen ist, dass der Keiler früher ein adliges Wild war, vor dem der Jäger Respekt bekundete, indem er ihm mit einer schmalen Lanze („Saufeder“) entgegentrat. An Stelle dieses Zweikampfes ist die Jagd mit Gewehren und vom sicheren Hochsitz aus getreten, von der deutlich weniger heldischer Glanz ausgeht. Dennoch ist es auch heute noch ein Lebenstraum vieler Jäger, einen kapitalen Keiler zu erlegen. Organisierte Jagdreisen garantieren entsprechende Abschüsse, so dass der präparierte Keilerkopf mit möglichst ausladenden Hauern dann künftig vom Erfolg des Schützen kündet.

Schweine haben zahlreiche Eigenschaften, die aus Menschensicht befremdlich wirken. Sie suhlen sich im Schlamm, fressen Abfälle, Kot und unter beengten Verhältnissen sogar manchmal ihre eigenen Ferkel. Die negative Bewertung dieser Verhaltensweisen spiegelt sich in Schimpfwörtern wie „Drecksau“ und „Schweinkram“ sowie entsprechenden Redensarten. Von Menschen wird gesagt, sie „fressen, bis die Schwarte kracht“, „lassen die Sau raus“ oder „benehmen sich wie eine Sau an Fastnacht“. Andererseits sind Schweine leicht zu halten und sehr fruchtbar, so dass sie ihrem Besitzer behaglichen Wohlstand verschaffen und zum „Glücksschwein“ wurden. Heute tummeln sich dralle rosige Schweine auf vielen Werbeplakaten und kündigen Sonderangebote an.

Die vorliegende Arbeit analysiert die bildliche Darstellung von Schweinen in Werbung und Cartoons unter der Leitfrage, welche Eigenschaften den Schweinen jeweils zugeschrieben werden und wie diese sich zur zoologischen Realität verhalten. Abschnitt 2 untersucht die zahlreichen Redensarten, die von Eigenschaften und Verhaltensweisen des Schweins abgeleitet sind. Sie belegen dessen ambivalente Bewertung mit gleichzeitig existierenden sehr negativen („Drecksau“, „Schweinerei“) und sehr positiven Zuschreibungen („Schwein haben“, „Glücksschwein“). Abschnitt 3 setzt die Untersuchung im Medium des Bildes fort. Hier fällt auf, dass die einzelnen Körperteile sehr einheitlich stilisiert und die Unterschiede zwischen Haus- und Wildschwein betont werden. Die Analyse eines Corpus mit aktuellen Werbeanzeigen (Abschnitt 4) und Cartoons (Abschnitt 5) ergibt, dass die weitaus meisten Darstellungen von Schweinen nur wenigen stereotypen Themenkreisen angehören.

2. Zwischen Glücksschwein und Drecksau – die ambivalente Bewertung von Schweinen

Schweinen werden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, die dann als Grundlage zahlreicher Redensarten dienen. Etliche dieser Zuschreibungen beruhen jedoch auf einem Missverstehen von biologisch sinnvollen Verhaltensweisen. Am deutlichsten wird dies bei der „Drecksau“, die sich wohlig im Schlamm wälzt. Denn da Schweine keine Schweißdrüsen haben, brauchen sie im Sommer eine kühlende Suhle, und die dabei aufgetragene Schlammkruste schützt vor Hautparasiten. Der missverstandene Ungehorsam von Schweinen führt zur Rede von der „dummen Sau“. Denn die sehr intelligenten Schweine können (oder genauer: könnten) zwar ebenso viele Kunststücke lernen wie Hunde, sind aber deutlich eigensinniger und akzeptieren den Menschen weniger leicht als „Alphatier“. Auch der Ausdruck „faule Sau“ verkennt artspezifische Eigenschaften. Wildschweine legen zwar täglich viele Kilometer bei der Nahrungssuche zurück, „gönnen sich“ aber auch lange Ruhezeiten, um die sie der Mensch wohl beneidet.

Sowohl bei der Nahrungsaufnahme als auch beim Sexualverhalten zeigen Schweine eine Hemmungslosigkeit, die den Menschen zugleich fasziniert und abstößt. Die „verfressene Sau“ mit ihrem Futterneid gegenüber Artgenossen ist ein Paradebeispiel von rücksichtslosem Egoismus. Das Fressen von Kot und Aas liefert ein weiteres Motiv für die „Drecksau“, und dass beengt gehaltene Schweine sogar manchmal ihre eigenen Ferkel fressen, löst als unverstandener Kannibalismus starken Abscheu aus. Die „geile Sau“ wird verachtet, vermutlich aber auch heimlich beneidet.

Als Zusammenfassung dieser vielen Vorwürfe bietet sich ein Blick auf die Liste der sieben Todsünden im Christentum an, die Papst Gregor I. (540-604) nach steigender Schwere ordnete. Ihr zufolge ist das Schwein ein extrem sündiges Tier, denn es begeht zumindest fünf Todsünden, und insbesondere die beiden schlimmsten:

  • Hochmut: dieses sündhafte Verhalten scheint dem Schwein zu fehlen

  • Neid: als Futterneid beim Schwein stark ausgeprägt

  • Zorn: der verwundete Keiler gilt als Inbegriff rasender Wut

  • Trägheit: ein Hauptvorwurf, weil das Schwein sehr ruhebedürftig ist

  • Geiz: diese Verhaltensweise scheint bei Tieren nicht vorzukommen

  • Völlerei: ein weiterer Hauptvorwurf gegen Schweine

  • Wollust: auch diese schlimmste Todsünde begeht das Schwein mit Wonne

Das verfressene Schwein nimmt bei guter Futterlage schnell zu, was den Züchter erfreut, aber auch die „fette Sau“ motiviert. Ferner sind Schweine sehr fruchtbar und können jährlich mit zwei Würfen rund 20-25 Ferkel aufziehen. Ihre Haltung ist einfach, denn Schweine wurden früher nur mit Küchenabfällen gefüttert und können sich ihr Futter auch selbst in Mischwäldern und auf abgeernteten Feldern suchen. Dieser kinderreiche Allesfresser sicherte also seinem Besitzer einen bescheidenen Wohlstand, und wer den Sommer über ein Ferkel mästete, hatte im Winter zwei Speckseiten sowie reichlich Pökelfleisch als haltbare und hochkalorische Nahrung.

Die Rede von der „armen Sau“ wird motiviert durch die oft sehr beengte Haltung von Schweinen sowie durch die Tatsache, dass ihr vom Menschen verordnetes „Lebensziel“ die Schlachtung ist (der heute oft lange Transporte vorangehen). Ein einschlägiger Reim lautet:

Du armes Schwein, du tust mir leid,
du lebst ja nur noch kurze Zeit!

Ein Sonderfall sind Hausschwein-Ferkel als Inbegriff des Kindchenschemas. Zahllose Glückwunschkarten, Wandkalender und Gebrauchsgegenstände zeigen rosige, sauber geschrubbte Schweinchen, die durch ihr neugieriges und lebhaftes Verhalten entzücken. Das am häufigsten gezeigte Motiv ist ein Ferkel, das aus einem Behälter (Korb, Eimer, Bodenvase oder dgl.) hervorlugt, sich mit seinen zierlichen Klauen am Rand festhält und oft noch von Blumen umgeben ist. Hier hat der ehemals wilde und gefürchtete Keiler den unüberbietbaren Endpunkt seiner Domestizierung erreicht: niedlich, handlich, unbedrohlich und ästhetisch makellos. Ebenso ungefährlich sind Glücksschweinchen aus Marzipan – man kann sie verzehren, ohne sich den Fährnissen von Kampf und Tötung auszusetzen.


Abb. 1: Mimikvarianten des Hausschweins


Eine Bildserie aus dem Jugendbuch Rennschwein Rudi Rüssel belegt, wie komplex die Mimik von Schweinen ist (Abbildung 1, Timm 1993: 48). Obwohl im Unterschied zum Menschen auch die Ohren wichtige Stimmungsträger sind, erkennen wir spontan, ob das Schwein neugierig, ärgerlich oder ängstlich ist. Auch der Schwanz von Schweinen drückt (ebenso wie bei Hunden und Katzen) ihre Stimmung aus. Diese Tatsache hat Georg Christoph Lichtenberg zu einer Parodie auf die von Johann Kaspar Lavater erneuerte Physiognomik angeregt. Diese nahm an, man könne den Charakter eines Menschen an seinem Äußeren ablesen, vor allem an seinen Gesichtszügen. Strikt parallel stellt Lichtenberg in seinem Fragment von Schwänzen (1783) einige Schweineschwänze vor, an deren Krümmungen und Borsten er Geschlecht, Charakter und Schicksal der Schweine abliest. So stellt er bei einem Schweins-Jüngling „mutterschweinische Weichmut“ und „keimendes Korn von Keiler-Talent“ fest, aber auch die Tatsache, er sei „bereits zu Mettwurst bestimmt“ (Lichtenberg 2000: 3. Band, 533-538).

Bei den Körperteilen lässt sich tabellarisch aufführen, wie jeder von ihnen als Grundlage von Redensarten dient. Die gegenläufigen Formulierungen „die Ohren spitzen“ vs. „die Ohren hängenlassen“ sind nicht artspezifisch für Schweine, sondern treten bei vielen Säugetieren auf. Und der geringelte vs. herabhängende Schwanz kommt nicht in Redensarten vor, sondern drückt in Bildern die Grundstimmung des Schweins aus.

  • Kopf: massig - „Schweinskopf“

  • Augen: klein, im Fett verborgen - „Schweinsäuglein“

  • Backen: dick - „Schweinebacke“

  • Rüssel: ständig schnobernd - „seinen Rüssel überall hineinstecken“

  • Ohren: hochgereckt - „die Ohren spitzen“ (nicht spezifisch)

  • Ohren: herabhängend - „die Ohren hängenlassen“ (nicht spezifisch)

  • Speckschicht: dick - „fette Sau“

  • Schwarte: fest - „eins auf die Schwarte kriegen“

  • Schwanz: geringelt - fröhlich (im Bild)

  • Schwanz: herabhängend - traurig (im Bild)

Redensarten zu Verhaltensweisen haben sehr unterschiedliche Motivationszusammenhänge. In den einfachsten Fällen wird das normale Verhalten eines Schweins einem Menschen zugeschrieben, linguistisch gesprochen also von der Ursprungsdomäne (Schwein) auf die Zieldomäne (Mensch) übertragen. Wer etwa „(fr)isst wie ein Schwein“, nimmt seine Nahrung gierig und geräuschvoll zu sich. Vermutlich bringt er auch die Damasttischdecke in Gefahr und hat wenig Zeit für gepflegte Tischgespräche. Die Übertreibung „fressen, bis die Schwarte kracht“ schillert zwischen Mensch und Tier – gemeint ist ja eigentlich ein Mensch, der wegen fahrlässiger Vergrößerung seines Lebendgewichtes aus allen Nähten platzt. Da Hausschweine vergleichsweise schreckhaft und keine Fluchttiere wie etwa Pferde sind, beschreibt der „ Schweinsgalopp“ ein ungeordnetes und ungeschicktes Rennen. Auch das schweinetypische Suhlen im Dreck wird auf Menschen übertragen, die sich zu ausführlich sozial verpöntem Handeln hingeben, etwa „sich in Selbstmitleid suhlen“.

Wesentlich allgemeiner ist die Redensart „sich wie ein Schwein aufführen“. In ihr geht es nicht nur um Verfressenheit, sondern um vielerlei Untugenden wie Unordnung, Unsauberkeit und sexuelle Hemmungslosigkeit. Hier und in ähnlichen Fällen gewinnt man den Eindruck, dass das Schwein das psychoanalytische Es symbolisiert, also in uns allen ein Schwein mit den aufgelisteten Lastern haust. Wenn es Morgenluft wittert, benehmen Menschen sich entsprechend: Sie „lassen die Sau raus“, „spielen die wilde Sau“ oder handeln „wie von der wilden Sau gebissen“. Als äußerste Steigerung kann man „ sich benehmen wie eine Sau an Fastnacht“, denn hier tritt das tierische Fehlverhalten ausgerechnet in einer Zeit auf, in der auch im Menschenreich das Unterste nach oben gekehrt wird und die Schranken von Moral und Konvention überschritten werden.

Kontrastierend zu ergänzen ist, dass andere Schweinedarstellungen den umgekehrten Weg gehen und eine Versöhnung mit dem „inneren Schwein“, also dem vorher abgespaltenen Teil des Selbst anstreben (siehe die Monographie Der Heilige und das Schwein von Abt-Baechi 1983). Ein berühmtes bildliches Beispiel ist die letzte Episode „Klausnerleben und Himmelfahrt“ von Wilhelm Buschs Bildergeschichte Der Heilige Antonius von Padua (1870). Ein Wildschwein schließt sich freiwillig dem Eremiten an, schnobert eine Quelle auf und findet Trüffeln für beide. Nach langer friedlicher Gemeinschaft sterben sie gleichzeitig und kommen trotz der Einwände von Juden und Türken dank der Fürsprache Marias in den Himmel. Die unvergesslichen Schlusszeilen lauten:

Da grunzte das Schwein, die Englein sangen;
So sind sie beide hineingegangen.

Robert Gernhardt hat sie als Titel der von ihm herausgegebenen Wilhelm-Busch-Ausgabe (Busch 2000) gewählt.

Die negativen Bewertungen des Schweins sind so zahlreich und so vielfältig, dass man in einem geistigen Salto mortale sogar dem Tier selbst unterstellt, es würde sich für sein eigenes Wesen und das seiner Verwandten schämen. Ein Beleg ist das folgende Scherzgedicht:

Der Eber ist stets missgestimmt,
weil seine Kinder Ferkel sind.
Nicht nur die Frau, die Sau alleine,
auch die Verwandtschaft: alles Schweine!

Zahlreiche Redensarten beruhen auf Missverständnissen oder böswilligen Unterstellungen. Vor allem „schwitzen wie ein Schwein“ widerspricht völlig den Tatsachen, denn Schweine haben keine Schweißdrüsen und brauchen daher eine Suhle, um sich abzukühlen. „Hier sieht es ja aus wie im Schweinekoben!“, werfen genervte Eltern ihren Kindern vor, obwohl Schweine ihre Koben sauberhalten und sorgfältig in Fress-, Ruhe- und Kotplätze einteilen, insofern man ihnen genügend Platz zugesteht. Folglich fällt auch „stinken wie ein Schwein“ auf den Menschen zurück, denn bei guter Haltung mit viel Auslauf sind Schweine sehr reinlich. Dasselbe gilt für den „Saufraß“ – dauernd im Stall gehaltene Schweine wurden oft nur mit allerlei Abfällen gefüttert, während das Wildschwein ein ausgesprochener Feinschmecker ist, der ganz bestimmte Eichel-, Mais- und Kartoffelsorten bevorzugt und bei guter Futterlage andere Sorten verschmäht.

Die Redensart „bluten wie ein (angestochenes) Schwein“ erinnert an Hausschlachtungen, ist also nur für ältere Menschen und solche mit bäuerlichem Hintergrund noch in der Alltagserfahrung verankert. Auch „ wie eine gesengte Sau rennen / schreien / quieken“ beruht auf sehr spezifischer Erfahrung, denn hier ist das angeschossene Wildschwein gemeint. In noch weiterer Übertragung können Menschen dann „wie eine gesengte Sau (Auto oder Ski) fahren“ (vgl. die „Rennsau“ und „Pistensau“ in Abschnitt 5.1).

Die politisch wenig korrekte Charakterisierung „dumm wie Bohnenstroh“ vergleicht die betreffende Person mit etwas Unbelebtem, das gar nicht intelligent sein kann. Ihre rüde Steigerung „dumm wie Schweinemist“ wählt als Vergleichsobjekt ein Abfallprodukt des Organischen, das noch dazu „anrüchig“ im wörtlichsten Sinn ist.

Es wurde bereits skizziert, dass das fruchtbare und genügsame Schwein seinem Besitzer zu bescheidenem Wohlstand verhilft. Daher sorgte das Ferkel als Trostpreis früherer Lotterien zwar für Spott, war aber ansonsten durchaus willkommen – sein Gewinner hatte „nochmal Schwein gehabt“. Folglich wurde das Schwein zum Glückssymbol, was sich in Redensarten wie „Glücksschwein“, „ Schwein haben“ und „Sauglück“ spiegelt.

In etlichen herabmindernden Redensarten steht „Schwein“ oder „Sau“ statt „irgendein Mensch“:

  • es war kein Schwein da

  • das interessiert doch kein Schwein

  • es guckt mal wieder keine Sau

  • das kann doch kein Schwein lesen

  • das versteht doch kein Schwein

Noch drastischer sind Redensarten, in der die Sau für das denkbar Schlechteste steht: Etwas „ist unter aller Sau“ oder man macht „jemanden zur Sau“.

Zusammenfassend stellt man also eine beispiellose Ambivalenz der Zuschreibungen fest (der einzige annähernd vergleichbare Fall ist die Katze, deren Image zwischen anmutig und verschlagen, zwischen verehrter Mäusejägerin und unheimlichem Hexentier schillert). Dies belegt insbesondere die Verwendung der Vorsilbe „sau-“ als Steigerung von sehr Gutem und sehr Schlechtem: Man fühlt sich „sauwohl“, bewundert etwas als „saugeil“, findet aber auch andere (Menschen!) „saublöd“.

Es erforderte eine eigene umfangreiche Monographie, die vielen Redensarten und Sprichwörter zum Schwein zusammenzutragen (siehe etwa Dannenberg 1990: 197-205). Da es hier um visuelle Stilisierungen geht, seien nur exemplarisch einige aufgelistet, um die Bandbreite der Zuschreibungen anzudeuten:

  • Jede Sau nennt ihre Ferkel schön.

  • Wo haben wir denn zusammen Schweine gehütet? (= Seit wann duzen wir uns denn?)

  • Perlen vor die Säue werfen (= seine Talente an falscher Stelle vergeuden)

  • Sauglocken läuten (= Zoten erzählen)

  • Wer sich unter die Kleie mengt, den fressen die Säue.

  • Man kann nicht den Speck essen und das Schwein behalten wollen.

3. Von Rüsselscheibe bis Ringelschwanz – Schweine aus der Sicht des Zeichners

Aus Sicht eines Zeichners sind Schweine ein „gefundenes Fressen“, denn jeder ihrer Körperteile lässt sich gut stilisieren. Als Ausgangspunkt der Betrachtungen bietet sich die Definition des Schweins im Deutschen Universalwörterbuch (Dudenredaktion 2001: 1420) an: „kurzbeiniges Säugetier mit gedrungenem Körper, länglichem Kopf, rüsselartig verlängerter Schnauze, rosafarbener bis schwarzer, mit Borsten bedeckter Haut und meist geringeltem Schwanz“. Es fällt auf, dass diese Passage nur das unmittelbar Sichtbare beschreibt und keine zoologischen Einteilungskriterien wie „Paarhufer“ oder „Nicht-Wiederkäuer“ verwendet.

Die meisten Zeichnungen zeigen Hausschweine, die der Definition besonders gut entsprechen.

  • Körper: walzenförmig

  • Beine: säulenartig, wenig gegliedert

  • Haut: borstig oder glatt

  • Farbe: rosa oder gescheckt, selten einfarbig dunkel

  • Augen: klein

  • Rüssel: unverhältnismäßig dick (bis zur halben Kopfbreite)

  • Ohren: traurig hängend vs. fröhlich/neugierig hochgereckt

  • Schwanz: traurig hängend vs. fröhlich geringelt

Am typischsten für das Schwein ist die runde Rüsselscheibe mit den beiden Nasenlöchern (Beispiele aus der Werbung in Abschnitt 4.1, aus Cartoons in Abschnitt 5.6). Dies belegen am deutlichsten zahlreiche Glückwunschkarten, die lediglich eine Rüsselscheibe in Frontalansicht zeigen. Die Realisierungen reichen von der stark beschönigenden Zeichnung mit Goldflitter und Sternchen bis zum sehr realistischen Foto von einem verdreckten Rüssel. Der Rüssel ist also das eindeutigste „Kürzel“ des Schweins, weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz folgt das Kennzeichen seiner Hinterseite – der Ringelschwanz. Nicht nur graphisch, auch zoologisch ist der Rüssel etwas Besonderes. Von allen Sinnesmodalitäten des Schweins ist sein Geruchssinn am leistungsfähigsten. Der Rüssel eignet sich aber nicht nur zum Wühlen und Schnüffeln, sondern auch zum feinsten Tasten (was sich beobachten lässt, wenn zahme Schweine sorgsam auch kleinste Krümel von Leckerbissen von der flachen Hand aufnehmen).

Beim Vergleich der Stilisierungen von Haus- und Wildschwein bemerkt man komplexe Beziehungen zwischen den Rassen- und Geschlechtsstereotypen. So erzählen einige Bilderbücher von „Mischehen“ zwischen Wildschwein-Keiler und Hausschwein-Sau, nie verliebt sich umgekehrt ein Hausschwein-Eber in eine Wildschwein-Bache (detaillierte Analyse sowie eine Fabel mit umgekehrtem Ausgang in Schmauks 2004). Texte und Bilder ordnen den Schweinen elementare Formen und Farben zu. Die Säue sind rund, drall, glatt und rosig, die Keiler kantig, muskulös, borstig und dunkel. Diese Dichotomie betrifft sogar Details. So haben alle Keiler durch stilisierte Borsten eine zackige Kontur und ihre bedrohlich spitzen Hauer heben sich deutlich vom dunklen Fell ab.

Diese konstante Assoziation von „Wildheit“ mit spitzen Formen und „Zahmheit“ mit runden Formen ist ein Sonderfall eines gestaltpsychologisches Gesetzes, das Wolfgang Köhler in den 1920er Jahren empirisch bewies. Er stellte Versuchspersonen die Aufgabe, abstrakten Formen die Ausdrücke „Maluma“ und „Takete“ zuzuordnen. Alle wählten sprachunabhängig „Maluma“ für runde und „Takete“ für spitze Formen, was belegt, dass wir auch Phoneme als „rund“ vs. „spitz“ empfinden und folglich anhand transmodaler Ähnlichkeiten zwischen Klängen und Formen argumentieren.

4. Stilisierungen des Schweins in der Werbung

Ein semiotischer einfacher Fall sind Schweine in Anzeigen, die Futter und Medikamente für Schweine bewerben. Werbung für solche Produkte ist meist nüchtern-informativ, nur eine Zeitungsannonce für Schweinefutter der Firma Schaumann enthält den witzigen Schattenwurf einer Muttersau, der auch die künftigen Ferkel zeigt (Abbildung 2, Bauernzeitung vom 5.11.2004, S. 27). Sie suggeriert, das Futter garantiere auch Fruchtbarkeit und gesunden Nachwuchs.


Abb. 2: Künftige Ferkel werfen ihre Schatten voraus


Die weitaus meisten der gesichteten Werbeanzeigen zeigen zwei Hauptfunktionen der dargestellten Schweine: Sie weisen auf günstige Einkaufsmöglichkeiten hin (4.1) oder preisen sich selbst als Lieferanten von schmackhaftem Fleisch an (4.2). Abschnitt 4.3 beschreibt als Einzelfall eine Verbraucherinformation, in denen die Schweine durch eine Mimik überraschen, die unseren Intuitionen widerspricht. Als Gegenbild zu all den freundlichen Haus- und Sparschweinen dient das Wildschwein, das mit Ausdrücken wie „Aggression“ und „Kampf“ assoziiert wird und daher in Werbeanzeigen auftritt, die Angriff oder Konkurrenz thematisieren (Abschnitt 4.4).

4.1 Themenkreis „Schnäppchen“

Auf Werbeanzeigen und -plakaten tummeln sich zahlreiche Schweine, die auf die preiswerten Waren hinweisen oder zu ihnen rennen. Häufig sind es Sparschweine, erkennbar am Geldeinwurfschlitz auf dem Rücken. Charakteristisch für alle Varianten ist die fröhliche und kommunikative Mimik der Schweine, denn durch Lächeln und Blinzeln versuchen sie den Betrachter davon zu überzeugen, ein wie gutes Geschäft er mit dem Kauf machen wird.

Das Schwein wurde also zum bevorzugten Symboltier aller Schnäppchenjäger und zum bildlichen Pendant des Schlagworts „Geiz ist geil“, wobei genau dieser Sparwahn am falschen Platz die wenig artgerechten Bedingungen der Massentierhaltung erhält und verschärft – denn artgerechte Haltung hat bzw. hätte natürlich ihren Preis.

Für graphische Späße eignet sich insbesondere der schweinetypische Rüssel, dessen Rüsselscheibe leicht zum Kreis oder Oval stilisierbar ist. Da man explizit von „Steckdosenschnauzen“ spricht, also das lebendige Tier durch eine elektrotechnische Analogie beschreibt, liegt es nahe, dass sein Rüssel auf einer Werbung für niedrige Strompreise zum Stecker wird (Titelbild vom Stern 35/1999). Oder die Rüsselscheibe wird zur Wählscheibe ausgestaltet, um für einen preiswerten Telefontarif zu werben (Abbildung 3, Audimax 2003/2-3, S. 7).


Abb. 3: Der Rüssel als Wählscheibe


4.2 Themenkreis „Selbstanbietung“

Den zweiten Themenkreis könnte man summarisch „Selbstanbietung“ nennen. Wieder sind es fröhliche Schweine, die sich selbst auf Gasthaus- und Metzgereischildern als schmackhafter Braten anpreisen; so zeigt Abbildung 4 tanzende Schweine auf einer Verpackungstüte für Wurstwaren. Mitunter sind sie gar in flottem Schweinsgalopp freudig zur Metzgerei hin unterwegs (ein Zyniker könnte hier von „Kamikaze-Schweinen“ sprechen, die ungeduldig und begeistert in den Tod gehen).


Abb. 4: Verpackungstüte für Wurstwaren


In manchen Abbildungen klingt zugleich die „geile Sau“ an. So zeigt ein Plakat der „Hauptstadtfleischerei Wache“ (Berlin) eine verführerisch posierende Sau, die ihre knappen Hot Pants lüpft und dem Betrachter ihre prallen Schinken zeigt. Ganz ähnlich verspricht auf einem Metzgerei-Plakat in Salzburg eine Sau „Ich geh’ schon mal vor!“.

Ein Bildmotiv mit langer Geschichte sind Schweine, die das Besteck schon im eigenen Rücken mitbringen, um ihren Verzehr zu erleichtern. Es stammt aus dem Märchen vom Schlaraffenland, das seit Jahrhunderten immer wieder neu erzählt wurde, etwa von Hans Sachs (1494-1576) in seinem Gedicht Das Schlaraffenland:

Die Schweine, fett und wohlgeraten,
laufen im Lande umher gebraten.
Jedes hat ein Messer im Rück';
damit schneid't man sich ab ein Stück
und steckt das Messer wieder hinein.

In Werbeanzeigen, die dieses Thema phantasievoll ausbauen, baden Schweine etwa in würziger Sauce, um ihren eigenen Geschmack weiter zu verbessern (Hüllenhagen Feinschmecker-Journal 11/2002, S. 7). Solche Bilder scheinen zwei miteinander verknüpfte Aussagen zu suggerieren. Zum einen wird dem Kunden wohlschmeckendes Fleisch versprochen, das zu seiner gesunden Ernährung beiträgt. Zugleich wird aber sein möglicherweise zuckendes Gewissen beschwichtigt, denn das Lebensziel dieser fröhlichen Tiere scheint ja gerade darin zu bestehen, nach ihrem Tod mit Genuss verzehrt zu werden.

4.3 Themenkreis „Verbraucherinformation Schweinefleisch“

Eine Broschüre, die den Verbraucher über Schweinefleisch informiert, zeigt in Gegenüberstellung stilisierte Schweine früher und heute (Abbildung 5 aus 3 Minuten Information: Vom Schwein. Informationsgemeinschaft für Meinungspflege und Aufklärung).


Abb. 5: Grund zur Freude?


Überraschend und intuitiv schwer verständlich ist hier deren Mimik. Heutige Schweine werden zwar besser gehalten, leben aber auch nur ein halbes Jahr statt drei Jahre. Soll man aus dieser Gegenüberstellung folgern, dass die Tiere selbst sich darüber freuen, dass sie nun kürzer leben als früher? Angesichts mancher Haltungsbedingungen könnte der Mensch einen „Todeswunsch“ der Tiere zwar nachvollziehen – speziell als Verbraucherinformation wäre dieses zynische Fazit aber wohl kaum erfolgreich.

4.4 Themenkreis „Wildschwein“

In der Einleitung wurde bereits ausgeführt, dass Wildschweine das letzte wehrhafte Wild in mitteleuropäischen Wäldern sind. Vor allem den Keilern sagt man große Aggressivität und Kraft nach, obwohl Bachen sie bzgl. Angriffslust und Tapferkeit noch übertreffen, wenn sie ihre Frischlinge in Gefahr sehen. Folglich liegt es nahe, das Stereotyp des wilden Keilers auch in der Werbung zu verwenden. Eine Gratispostkarte der Deutschen Post Consult GmbH (Abbildung 6) wirbt für Postkarten als unaufdringliche Werbeträger und bezeichnet andere Werbung als „aggressive Keilerei“.


Abb. 6: Werbung als aggressiver Angriff


Ganz ähnlich zeigt eine Werbeanzeige für die Fernsehsendung „Wahlkampf live“ von N24 zwei kämpfende Warzenschweinkeiler, die ihre mächtigen Schädel gegeneinander stemmen (Süddeutsche Zeitung vom 10.9.2002).

5. Stilisierungen des Schweins im Cartoon

Nicht nur zahllose einzelne Cartoons verwenden Schweine als Protagonisten, sondern für Zeichner wie Michael Sowa, Marunde, Haitzinger, Tetsche, F.K. Waechter, Hans Traxler und Gerhard Glück ist das Schwein sogar eine Art „Wappentier“. In diesem Abschnitt werden einige Themenkreise vorgestellt, die immer wieder vorkommen.

5.1 Themenkreis „Redensarten wörtlich genommen“

Der linguistische Fachausdruck „Demetaphorisierung“ bezeichnet Fälle, in denen metaphorische Redensarten (wieder) wörtlich genommen werden. Im Kontext von „Schweinereien“ liegt diese Technik nahe und wird außerordentlich häufig eingesetzt, wie die anschließende kursorische Auflistung von typischen Beispielen zeigt.

„die Sau rauslassen“

Wie in Abschnitt 2 ausgeführt, schlummert in uns allen eine Sau als Verkörperung des triebhaften Es, die darauf lauert, herausgelassen zu werden. Ein Cartoon von Marunde (Postkarte) zeigt eine geradezu „rekursive“ Szene, denn hier lässt die dargestellte Sau ihrerseits „die Sau raus“. Selbige, in den Pedalen stehend, mit Rennfahrerbrille und „WROUM, WROUM!“ rufend, lenkt gerade aufgekratzt ein Fahrrad halsbrecherisch durch eine Kurve, während ein Hahn sich verzweifelt am Gepäckträger festklammert und sich selbst vorwirft: „Ich hätte die Sau niemals rauslassen dürfen...“ Der Betrachter denkt hier spontan an die „Rennsau“ und die „Pistensau“ (siehe unten).

Demetaphorisierungen der Redensart „die Sau rauslassen“ tauchen in vielen weiteren ganz unterschiedlichen Zusammenhängen auf (die folgenden drei Beispiele betreffen Fotos, keine Cartoons). Auf einer Postkarte des Tierschutzbundes steht eine völlig verdreckte Sau in einem nur körperbreiten Stall und die Bildunterschrift fordert „Lasst die Sau raus!“. Ein Faltblatt der Biobauern-Organisation Neuland verspricht „Wir lassen die Sau raus“, und auf dem Foto streift eine „befreite“ (und folglich saubere!) Sau bereits neugierig über ihre Weide. Derselbe Text gewinnt eine völlig gegenläufige Bedeutung auf einer Postkarte mit dem zynisch wiederverwerteten Foto einer herkömmlichen Hausschlachtung, denn hier trottet die Sau ahnungslos dem Metzger entgegen, der bereits mit dem Holzhammer wartet.

„Kein Schwein hört mir zu“

In einem Cartoon von Tetsche (Stern 46/2001, S. 186) stammt diese Klage von einem Patienten, der entsprechend dem klassischen Freud’schen Setting auf der Couch liegt und offenbar unaufmerksam ist, denn hinter ihm sitzt ein Schwein und hört (mit verständlicherweise indignierter Miene) zu. Auch die Gans in einem Cartoon von F.W. Waechter (Postkarte), die Kopfstand in einem Stiefel macht, liegt falsch mit ihrer Vermutung „Wahrscheinlich guckt mal wieder kein Schwein“, denn das sie beobachtende Schwein äußert gerade ein bewunderndes „Toll!“.

„Männer sind Schweine“

Wieder muss die Psychiatrie den Diskursrahmen liefern, denn diesen verbitterten Vorwurf äußert auf einer Postkarte von Tetsche eine Sau auf der Therapiecouch. Kritik am vermeintlichen Sexismus dieses Cartoons hinkt den Fakten hinterher, denn auf einer bzgl. Geschlechtsstereotypen spiegelbildlichen Karte beklagt sich ein Ziegenbock „Alle Frauen sind Zicken!“.

„Wellness-Farm“

Ein weiterer Cartoon von Tetsche (Abbildung 7, Postkarte) holt den Lifestyle-Ausdruck „Wellnessfarm“ zurück ins äußerst Bodenständige, denn die „farm“ ist wieder ganz rustikal der Bauernhof, und „wellness“ wird konsequent schweinisch gedeutet als „lustbetont“.


Abb. 7: Eine tierische Wellnessfarm


„fahren wie eine Wildsau“

Diese Redensart bemüht die wilden Verwandten des Hausschweins. Denn wer dafür berüchtigt ist, Mais- und Kartoffeläcker zu verwüsten, wird bei Besitz eines Autos auch „fahren wie eine Wildsau“ bzw. sich als „Rennsau“ gebärden (Haitzinger, Bunte 11/2004, S. 145). Eine ganz ähnliche Rücksichtslosigkeit fürchtet man an der „Pistensau“ (Johanna Ignjatovic, Playboy 3/2000, S. 81).

„schwule Sau“

Gar kein Vorbild in der tierischen Ursprungsdomäne hat das homophobe Schimpfwort „schwule Sau“. Aber da das Schwein der Inbegriff aller Schlechtigkeiten ist, kann man der (weiblichen!) Sau sogar eine „Perversion“ nachsagen, die definitionsgemäß zwischen Männern stattfindet. Eine Postkarte von Enny Schouten verwandelt diesen Vorwurf in einen selbstbewussten und solidarischen Gruß von den Gay Games 1998 in Amsterdam.

Michael Sowas Suppenschwein (Postkarte) setzt den Vorwurf des „Dreckschweins“ einprägsam ins Bild um: Ein nur spannenlanges Schwein, das dreist den Betrachter beäugt, plantscht fröhlich in einem Teller Suppe herum und hat dabei bereits das ganze Tischtuch und die adrett gefaltete Serviette bekleckert.

Die drallen und eher weiblichen Rundungen des Hausschweins motivieren zu einer Vielzahl von sexuellen Anspielungen. In einem Cartoon von Tetsche (Stern 3/2002, S. 70) wird die aus Schnee geformte Figur eines unübersehbar weiblichen Schweines kommentiert mit „Echt coole Sau!“. Eine andere Zeichnung holt die Formulierung „Schweinelendchen im Kräuterbeet“ aus der Speisekarte zurück ins Reich des Lebendigen, denn auf der Zeichnung schäkert ein verliebtes Schweinepärchen im Grünen (Playboy 5/1999, S. 87). Die Beispiele im nächsten Abschnitt thematisieren die Gegenrichtung dieser Verwandlung.

5.2 Themenkreis „Verwandlung von Tier in Fleisch“

Während die fröhlichen Schweine auf Gasthaus- und Metzgereischildern (vgl. Abschnitt 4.2) dem Käufer gegenüber die Realität der Schweineproduktion verschleiern, stellt ein Cartoon unverblümt dar, wie ein lebendes Tier in Fleisch verwandelt wird (Süddeutsche Zeitung vom 10./11.5.2003, S. 2). Der Körper ist bereits in Scheiben zerschnitten, das Schwein starrt auf ein bereits ausgelöstes Kotlett (Abbildung 8). Diese abstrakte Darstellung der Fleischscheiben ist am ehesten in einem Kulturkreis möglich, in dem zerteiltes und hygienisch verpacktes Fleisch keinen Gedanken an den lebenden Produzenten mehr auslöst (während in Landmetzgereien des Mittelmeerraums auch heute noch ganze Schweine und Hammel hängen). Die graphische Realisierung erinnert an Maurits C. Eschers Überlagerungsbilder, auf denen mehrere Bildmotive einander durchdringen.


Abb. 8: ... und ist Fleisch geworden


Zynische Darstellungen dieses Typs sind ein medienübergreifendes Phänomen; so beschreibt der Schweine-Tango von Dieter Hallervorden lebende Tiere durchgehend mit Fachausdrücken aus dem Fleischerhandwerk, etwa in den Zeilen:

[...] Wiegt sich Schweinebauch an Schweinebauch im Takte
das geht beiden ins Ragout und ins Gehackte.
[...] Ihr geht sein Flachsen bis in die Haxen
„Liebling, dein Bauchspeck ist so wunderbar durchwachsen!“
[...] Der alte Eber nennt sie „mein Püppchen“
legt ihr charmant sein Eisbein um ihr Kassler Rippchen.
[...] Er schwört ihr Liebe zwei- drei- und vierfach:
„Ich werd dich immer lieben, auch noch im Gefrierfach!“

Das Restaurant „Küchenfürst“ in Großhesselohe wirbt in einer Zeitungsannonce (4/2005) mit einem gekrönten Schwein, das in Anlehnung an der Froschkönig lockt: „Küss mich, ich bin ein verzaubertes Cordon Bleu!“. Und in einem Cartoon von Uli Stein (Postkarte) sagt ein Schwein mit Handy eine Verabredung mit folgender Begründung ab: „Freitag ist ganz schlecht, da werde ich geschlachtet!“.

Mehrere Cartoons von Alexander Wolf (2001, alle o.S.) zeigen traurige Schweine, die ihr künftiges Schicksal vorhersehen. Sie haben Albträume von ihrer Verwurstung, sind bereits halb in eine Wurst verwandelt oder beweinen einen bereits in Wurst verwandelten Artgenossen. Ähnlich beklemmend ist der Cartoon in Abbildung 9 (Johann Mayer in Die Zeit 44/2004, S. 72): Zwei Schweine, einander umarmend, bitten den hinter seiner Theke stehenden Metzger „Wir möchten zusammen in eine Wurst!“


Abb. 9: Im Tode vereint?!


Interessanterweise sind auch Sparschweine vom Tod bedroht. In einem Cartoon von Lola König (Postkarte) schließt sich der Kreis vom lebenden Schwein zum Sparschwein und wieder zurück, denn vom Sparschwein ist durch heftigen Konsum nur noch das Gerippe übrig...

5.3. Themenkreis Xenotransplantation

Dass das Schwein dem Menschen physiologisch stark ähnelt, ist ihm noch nie gut bekommen. An ihm werden nicht nur Medikamente, Operationsverfahren und Sicherheitseinrichtungen ausprobiert, sondern auch alle neuen Waffen.

Eine ganz neue Möglichkeit ist die Verwendung des Schweins als Organspender (sog. „Xenotransplantation“). Da die Organe des Schweins in Struktur und Größe denen des Menschen gleichen, arbeitet die Forschung intensiv daran, Schweine gentechnisch so zu verändern, dass ihre Organe vom menschlichen Körper nicht mehr abgestoßen werden. Sobald diese Probleme gelöst sind, stehen Schweine als „Ersatzteillager“ bereit (sogar für solche Menschen, die ihre eigenen Organe fahrlässig ruiniert haben).

Es liegt nahe, dass Cartoonzeichner auch diese Entwicklung aufs Korn nehmen. In einem Cartoon von Til Mette (Stern 4/2002, S. 100) teilt eine Frau ihrem bettlägerigen Mann mit „Die Ärzte sagen, sie haben ein Spenderherz“. Durch die halb geöffnete Tür sieht man einen Arzt, der ein durch den Gang flitzendes Schweinchen einzufangen versucht. Ein Szenario desselben Zeichners (Abbildung 10, Stern 51/2002, S. 70) schlägt eine Art „Chimäre“ vor, um die besonderen ethischen Probleme von Vegetariern zu lösen.


Abb. 10: Ein einz’ges Herz schlägt, ach, in uns’rer Brust...


5.4 Das Schwein als Rächer der Enterbten

Gerade Cartoonzeichner sind oft besonders sensibel für die von Menschen erzeugten Leiden von Lebewesen, die selbst keine Stimme haben. Eine bildliche Antwort auf die vielen sich selbst anbietenden (Abschnitt 4.2) oder in Fleisch verwandelten Schweine (Abschnitt 5.2) sind darum Schweine, die den Kampf mit dem Metzger wagen. Sie schreiben nachts mit blutroter Farbe „Schweinemörder“ auf seine Schaufensterscheibe (F.K. Waechter, Postkarte), treten mit dem Schlachtruf „Nur über meine Leiche!!!“ seinem Stichmesser mit der Flinte entgegen (Papan, Postkarte) oder verteidigen sich mit der Pistole gegen einen riesigen Betäubungshammer (Abbildung 11, Greser & Lenz, Raben-Kalender 2005, Blatt vom 1. September).


Abb. 11: Ab sofort wird zurückgeschossen


5.5 Verschweinung bekannter Gemälde

Ein hier nur skizzierter Themenkreis, der einer eigenen Analyse bedürfte, ist die „Verschweinung“ von bekannten Gemälden, auf denen die porträtierten Menschen durch Schweine ersetzt wurden (vgl. die Ausstellung „Duckomenta“, die zahlreiche Porträts wie die Mona Lisa als Enten zeigt). Wem der Ausdruck „Verschweinung“ zu flapsig klingt, der möge das weit wissenschaftlicher klingende Pendant „Hyomorphisierung“ verwenden (von griechisch „hyos“ = „Schwein“).

So ist Volker Kriegels Cartoon Freitag, der Dreizehnte (Abbildung 12) inspiriert durch Goyas Gemälde Die Erschießung der Aufständischen am 3. Mai 1808, das die Hinrichtung spanischer Rebellen während der napoleonischen Besatzung darstellt. Im Cartoon liest ein Metzger die aktuelle „Todesliste“ vor, und der Zeichner hat seinen drei Schweinen die theatralische Gestik von Goyas Todgeweihten verliehen, die das Spektrum möglicher Reaktionen ausdrücken, nämlich fassungslose Erstarrung, Verzweiflung oder Flehen um Gnade. In völligem Gegensatz zur Anonymität des industriellen Schlachtens, bei dem das einzelne Schwein nur Element einer Tagesserie ist, erhält es in diesem Cartoon ein Gesicht und damit ein unverwechselbares Schicksal.


Abb. 12: Das anonyme Schlachten wird personalisiert


5.6 Weitere Stilisierungen

Die Fruchtbarkeit von Schweinen ist Grundlage des Cartoons „Kindersegen“ (Horsch in Süddeutsche Zeitung vom 27.4.2005, S. 4). Hier säugt die Muttersau EU ihre zahlreichen Ferkel, und vom rechten Bildrand her (also aus der Zukunft, wenn man die Zeitrichtung „abendländisch“ deutet) springen zwei weitere Ferkel auf sie zu, auf deren Schwarte ihre Namen stehen, nämlich „Rumänien“ und „Bulgarien“. Insgesamt gesehen wird jedoch Fruchtbarkeit im Cartoon eher durch das noch fruchtbarere Karnickel ausgedrückt.

Ebenfalls zum Brutpflegeverhalten gehört die oft belegte „Ammentätigkeit“ von Schweinen. Von Wildschweinen ist bekannt, dass sie verwaiste Frischlinge derselben Rotte „adoptieren“ und genauso liebevoll säugen, putzen und verteidigen wie ihre eigenen Jungen. Vom Menschen gehaltene Schweine akzeptieren auch Adoptivkinder anderer Arten, sogar Tigerbabies sind schon von ihnen aufgezogen worden. Dieses Verhalten baut ein Cartoon von Ernst Kahl (Postkarte) zu einer „Multi-Spezies-Familie“ aus: Unter dem Titel Leihmutter Jolanthe säugt eine zufrieden daliegende Sau ein einziges Ferkel und fünf andere Jungtiere vom Kätzchen bis zum (allerdings nur ferkelgroßen) Elefantenbaby.

Aus Sicht moderner Stadtmenschen gilt das Zusammenleben mit Schweinen als ausgesprochen hinterwäldlerisch. Dies kommt in einem Dilbert-Cartoon von Scott Adams zum Ausdruck, in dem die bärtigen und analphabetischen Bewohner des fernen Elbonien bis zur Taille im Schnee stehen, begleitet von einem bis zum Hals versunkenen Schwein (Abbildung 13).


Abb. 13: Ferne Welten, ferne Zeiten


Wie in Werbeanzeigen (Abschnitt 4.4) steht auch im Cartoon das Wildschwein, insbesondere der Keiler, für ungezügelte Wildheit. Diese Zuschreibung wird sogar von Hausschweinen geteilt. Auf einer Postkarte von Marunde kommentiert eine sich suhlende Sau das Herannahen einer Wildschweinrotte mit dem Ausruf „Mist! Indianer!“ (vgl. Schmauks 2004: Abschnitte 3.2.2 und 4). Auf einer (äußerst schweinischen) Zeichnung von Reiser sieht man eine erschossene Bache sowie einen vor Rachsucht rasenden und erkennbar erregten Keiler, der den Jäger mit dem Gesicht gegen einen Baum rammt, ihm die Hosen heruntergerissen hat und schreit: „Du hast meine Frau getötet, du wirst sie ersetzen!“.

Auch einzelne Körperteile, insbesondere der Rüssel, dienen wieder für graphische Späße. So mutiert in einer politischen Karikatur die Rüsselscheibe eines Sparschweins zum Mercedesstern (Pepsch Gottscheber in Süddeutsche Zeitung vom 12./13.3.2005, S. 19), in einer anderen wird der Rüssel eines Sparschweins zum Geschützrohr und verweist auf Sparmaßnahmen der Bundeswehr („Strucks Feldzug“, Horsch in Süddeutsche Zeitung vom 14.1.2004, S. 4). Eine Sau verwendet ihren Rüssel als Schnorchel, nachdem sie im Dorfteich untergetaucht ist, um dem Metzger zu entkommen (Marunde, Postkarte). Und der clevere „Korky-Porky“ schließlich benutzt seinen spiralförmigen Ringelschwanz als Korkenzieher (Wolf 2001: o.S.).

Alles am Schwein – Fleisch, Schwarte, Borsten – ist ohnehin verwertbar, sogar die Ohren als Hundespielzeug. Folglich bezeichnet der Ausdruck „eierlegende Wollmilchsau“ nicht nur eine nicht-existierende Chimäre, sondern auch einen äußerst unbescheidenen und unerfüllbaren Wunsch. Auf einem Cartoon von Murschetz (Süddeutsche Zeitung vom 12./13.11.2005, S. 4) eilt Angela Merkel zu einer wolligen Sau mit (Kuh)Euter, die bereits ein Ei gelegt hat. Auf ihrem Melkeimer steht das Kürzel für „Mehrwertsteuer“, und hinter der Stallwand wartet bereits Franz Müntefering mit dem Schermesser.

„Wenn Schweine Flügel hätten, wäre alles möglich“, behauptet ein altes englisches Sprichwort. Vermutlich deshalb sind geflügelte Schweine ein beliebtes Bild- und Figurenmotiv. Der Reiz dieser Chimären, die man „Pig-a-Sus“ nennen könnte, liegt im Gegensatz zwischen einem so ungemein irdischen Tier mit unbezwingbarer Leidenschaft für Wühlen und Suhlen, und den hinzugefügten Flügeln, die mit Leichtigkeit, Himmel und Jenseits assoziiert werden (siehe etwa Abbildung 14, Larson 1988: 10). Auch das Wildschwein, das bei Wilhelm Busch den Heiligen Antonius begleitet, ist nach seiner Verklärung geflügelt (siehe Abschnitt 2). Angesichts der oft winzigen Flügelchen fragt man sich, ob und wie die Flügelschweine sich überhaupt erheben könnten. Aber schließlich hat man auch lange gerätselt, warum Hummeln als recht schwere Insekten mit kleiner Flügelfläche überhaupt fliegen können. Erst Ende des 20. Jahrhunderts entdeckte man, dass sie beim Fliegen Wirbel erzeugen, die für den nötigen Auftrieb sorgen.


Abb. 14: Schweinehimmel


Ein weiteres Beispiel für die Stilisierung einzelner Körperteile liefern die vielen Schweinepaare, die ihre „passgenauen“ Rüsselscheiben aufeinander drücken. Auf dem Titelbild des Buches Rosalie und Trüffel (Reider und Bücker 2004) küssen sich das Hausschwein-Mädchen Rosalie und der junge Keiler Trüffel – der Beginn einer von vielen angefeindeten „gemischten“ Beziehung (siehe die Detailanalyse in Schmauks 2004: Abschnitt 3.3). Abbildung 15 zeigt die Postkarte Küssende Schweinchen von Anja Poretzki, während eine Werbekarte der Dating Community „berlinerliebe“ dieselbe Szene mit etwas naturalistischer gezeichneten Schweinen ins Bild setzt.


Abb. 15: Rosa Rüssel soll man küssen, denn zum Küssen sind sie da...


Eine dieser Stilisierungen ist geradezu „metaphysisch“ und soll daher diesen Artikel beenden. Das letzte Bild des Buches Rosalie und Trüffel zeigt in Draufsicht ein aneinandergekuscheltes Schweinepaar und belegt, dass die beiden Protagonisten alle Anfechtungen überwunden haben (Abbildung 16, Reider und Bücker 2004: o.S.). Die helle Sau und der dunkle Keiler entsprechen dabei strukturell und farblich dem Yin-Yang-Symbol der chinesischen Philosophie (abgesehen davon, dass die Zuordnung von Farbe und Geschlecht vertauscht wurde) und drücken somit eine Versöhnung aller Gegensätze aus, insbesondere der von Rasse und Geschlecht.


Abb. 16: Das Happy-End von Rosalie und Trüffel


Danksagung: Anne Sauer danke ich für weiterführende Kommentare zu einer Vorversion des Textes sowie ihr und Beate Frenz für das sorgfältige Scannen der Abbildungen. Zu meinem Wissen über Schweine haben einige Personen erheblich beigetragen, vor allem Gunther Nitzsche und Hans-Dieter Dannenberg (beide Deutsches Schweine-Museum Teltow-Ruhlsdorf) sowie Rosemarie Plarre (Museumsdorf Düppel Berlin).

Literatur

Abt-Baechi, Regina (1983): Der Heilige und das Schwein: zur Versöhnung von Geist und Natur. Eine tiefenpsychologische Untersuchung am Beispiel der Figur des „Schweine-Antoni“ oder des Hl. Antonius des Eremiten. Zürich: Daimon.

Busch, Wilhelm (2000): Da grunzte das Schwein, die Englein sangen. Ausgewählt und mit einem Essay von Robert Gernhardt. Frankfurt a.M.: Eichborn-Verlag.

Dannenberg, Hans-Dieter (1990): Schwein haben. Historisches und Histörchen vom Schwein. Jena: Fischer.

Dudenredaktion (ed.) (2001): Deutsches Universalwörterbuch. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim u.a.: Dudenverlag.

Hennig, Rolf (1998): Schwarzwild: Biologie, Verhalten, Hege und Jagd. München: BLV.

Larson, Gary (1988): Night of the Crash-Test Dummies. Kansas: Andrews and McMeel.

Lichtenberg, Georg Christoph (1994): Schriften und Briefe in vier Bänden. Frankfurt a.M.: Zweitausendeins.

Meynhardt, Heinz (1984): Schwarzwild-Report. Melsungen: Neumann-Neudamm.

Möllers, Florian (2003): Wildschweine. Stuttgart: Franckh-Kosmos.

Reider, Katja und Jutta Bücker (2004): Trüffel und Rosalie. Eine Geschichte vom Glück. / Rosalie und Trüffel. Eine Geschichte von der Liebe. München: Hanser.

Schmauks, Dagmar (2000): „Teddy Bears, Tamagotchis, Transgenic Mice. A Semiotic Typology of Artificial Animals“. Sign System Studies 28: 309-325.

Schmauks, Dagmar (2001): „Künstliche Tiere“. In: Jeff Bernard und Gloria Withalm (eds.): Mythen, Riten, Simulakra. Semiotische Perspektiven. Akten des 10. Internationalen Symposiums der Österreichischen Gesellschaft für Semiotik (Wien 2000). Wien: ÖGS: 1151-1175.

Schmauks, Dagmar (2004): „Der Keiler sprach zur Sau: ‚Wir werden Mann und Frau!’. Eine besondere Verschränkung von Rassen- und Geschlechtsstereotypen im Bilderbuch“. Kodikas 27: 127-141.

Timm, Uwe (1993): Rennschwein Rudi Rüssel. München: dtv.

Wolf, Alexander (2001): Cartoons. Graz u.a.: Styria.