Bildwissenschaftliche Abgrenzungen: Unterschied zwischen den Versionen

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Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts haben zahlreiche geistes- und kulturwissenschaftliche Disziplinen das Bild als zentralen Forschungsgegenstand für sich entdeckt. Nachdem die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Bildwerken lange Zeit vorwiegend in der Kunstgeschichte stattgefunden hat, spielt sich die bildwissenschaftliche Forschung inzwischen in einem ausgesprochen breiten interdisziplinären Rahmen ab. Davon betroffen sind nicht zuletzt auch solche Disziplinen, die den Stellenwert, den bildliche Darstellungen in ihnen beispielsweise als methodisch unverzichtbare Werkzeuge einnehmen, in der Regel nicht eigens zum Thema gemacht haben. Exemplarisch genannt seien neben der Politik- und der Rechtswissenschaft unter anderem die Soziologie oder die Archäologie.<ref>Für einen Überblick über die zahlreichen Wissenschaftsdisziplinen, die sich nunmehr verstärkt dem Bild zuwenden, vgl. die Beiträge in <bib id='Sachs-Hombach 2005a'></bib></ref>
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==Bildwissenschaft als inter&shy;diszi&shy;plinä&shy;res Projekt==
 
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Nachdem die wissenschaftliche Auseinan&shy;derset&shy;zung mit Bild&shy;werken lange Zeit vorwie&shy;gend in der Kunstge&shy;schichte stattge&shy;funden hat, spielt sich die bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;liche For&shy;schung inzwi&shy;schen in einem ausge&shy;sprochen breiten inter&shy;diszi&shy;plinä&shy;ren Rahmen ab. Davon betrof&shy;fen sind nicht zuletzt auch solche Diszi&shy;plinen, die den Stellen&shy;wert, den bild&shy;liche Darstel&shy;lungen in ihnen beispiels&shy;weise als metho&shy;disch unver&shy;zichtba&shy;re Werk&shy;zeuge einneh&shy;men, in der Regel nicht eigens zum Thema gemacht haben. Exem&shy;plarisch genannt seien neben der Poli&shy;tik- und der Rechts&shy;wissen&shy;schaft unter ande&shy;rem die Sozio&shy;logie oder die Archäo&shy;logie.<ref>Für ei&shy;nen Über&shy;blick über die zahl&shy;rei&shy;chen Wis&shy;sen&shy;schafts&shy;dis&shy;zi&shy;pli&shy;nen, die sich nun&shy;mehr ver&shy;stärkt dem Bild zu&shy;wen&shy;den, vgl. die Bei&shy;trä&shy;ge in <bib id='Sachs-Hombach 2005a'></bib>.</ref>
Die Intensität, mit der in der gegenwärtigen geistes- und kulturwissenschaftlichen Theoriedebatte systematisch über bildwissenschaftliche Fragestellungen nachgedacht wird, stellt zweifellos eine innovative Entwicklung dar. Zwar wurden in der abendländischen Geistesgeschichte unter anderem im Kontext von theologischen, metaphysischen, erkenntnistheoretischen, wahrnehmungstheoretischen oder ästhetischen Arbeiten wiederholt Überlegungen angestellt, die auch heute noch von großer bildwissenschaftlicher Relevanz sind.<ref>Vgl. dazu etwa <bib id='Belting 2004a'></bib>; <bib id='Platon 2008a'></bib>; <bib id='Husserl 2006'></bib>; <bib id='Kant 1974a'></bib>.</ref> Jedoch hat sich das Phänomen des Bildes erst in jüngerer Zeit von einem wissenschaftlichen Randthema zu einem fächerübergreifend intensiv diskutierten Forschungsobjekt entwickelt.
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Die Intensität, mit der in der gegen&shy;wärti&shy;gen geistes- und kultur&shy;wissen&shy;schaft&shy;lichen Theorie&shy;debat&shy;te syste&shy;matisch über bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;liche Frage&shy;stellun&shy;gen nachge&shy;dacht wird, stellt zweifel&shy;los eine inno&shy;vative Entwick&shy;lung dar. Zwar wurden in der abend&shy;ländi&shy;schen Geistes&shy;geschich&shy;te unter ande&shy;rem im Kontext von theolo&shy;gischen, meta&shy;physi&shy;schen, erkennt&shy;nistheo&shy;retischen, wahr&shy;nehmungs&shy;theore&shy;tischen oder ästhe&shy;tischen Arbei&shy;ten wieder&shy;holt Über&shy;legun&shy;gen ange&shy;stellt, die auch heute noch von großer bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;licher Rele&shy;vanz sind.<ref>Vgl. da&shy;zu etwa <bib id='Belting 2004a'></bib>; <bib id='Platon 2008a'></bib>; <bib id='Husserl 2006a'></bib>; <bib id='Kant 1974a'></bib>.</ref> Jedoch hat sich das Phäno&shy;men des Bildes erst in jünge&shy;rer Zeit von einem wissen&shy;schaft&shy;lichen Rand&shy;thema zu einem fächer&shy;über&shy;greifend inten&shy;siv disku&shy;tierten Forschungs&shy;objekt ent&shy;wickelt.
Folgende Fragen stehen in diesem Zusammenhang für viele Bildforscher im Mittelpunkt: Worin besteht die Besonderheit von Bildern? Wie werden Bilder wahrgenommen und verwendet? Inwieweit unterscheidet sich die Betrachtung eines Bildes von der Betrachtung nicht-bildlicher Gegenstände? Wie wirken Bilder auf ihre Betrachter? Worin unterscheiden sich Bilder von anderen Medien, insbesondere von der gesprochenen und der geschriebenen Sprache? Wie lässt sich die vielbeschworene Macht der Bilder erklären?<ref>Vgl. zu diesen Fragen den kanonischen Sammelband von <bib id='Boehm 1994c'></bib>. Vgl. auch <bib id='Sachs-Hombach 2005b'></bib>.</ref>
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Folgende Fragen stehen in diesem Zusam&shy;menhang zumeist im Mittel&shy;punkt: Worin besteht die Beson&shy;derheit von Bildern? Wie werden Bilder wahrge&shy;nommen und verwen&shy;det? Inwie&shy;weit unter&shy;scheidet sich die Betrach&shy;tung eines Bildes von der Betrach&shy;tung nicht-bild&shy;licher Gegen&shy;stände? Wie wirken Bilder auf ihre Betrach&shy;tenden? Worin unter&shy;scheiden sich Bilder von anderen Medien, insbe&shy;sondere von der gespro&shy;chenen und der geschrie&shy;benen Sprache? Wie lässt sich die viel beschwo&shy;rene Macht der Bilder erklä&shy;ren?<ref>Vgl. zu die&shy;sen Fra&shy;gen exem&shy;pla&shy;risch den Sam&shy;mel&shy;band von <bib id='Boehm 1994c'></bib>. Vgl. auch <bib id='Sachs-Hombach 2005b'></bib>.</ref>
Auch wenn diese Fragen auf alltägliche und damit scheinbar triviale Sachverhalte hindeuten, berühren sie etliche Probleme, die sich keineswegs leicht auflösen lässt. Was in der Praxis wie eine Selbstverständlichkeit behandelt wird, erweist sich in der Theorie oft als überaus kompliziert und rätselhaft. So mag es zwar vorstellbar oder sogar sehr wahrscheinlich sein, dass eine Person, die täglich mit Bildern produzierend und/oder rezipierend zu tun hat, ''weiß'', worauf sich der Begriff des Bildes im Einzelnen bezieht. Aus dieser Möglichkeit bzw. Wahrscheinlichkeit folgt jedoch nicht zwangsläufig, dass eine im Umgang mit Bildern geübte Person zugleich problemlos ''erklären'' kann, woran genau sich die Einordnung eines bestimmten Gegenstandes unter den Begriff des Bildes unter allgemeinen Gesichtspunkten festmacht.
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Dieses Ungleichgewicht zwischen praktischem Wissen und theoretischer Erklärbarkeit hängt zu großen Teilen sicherlich mit einigen sprachlichen Gepflogenheiten zusammen. Nicht nur im Deutschen, sondern auch in einer Vielzahl von anderen Sprachen taucht die Kategorie der Bildlichkeit in Zusammenhängen auf, die neben Gemälden, Fotografien, Skulpturen oder Simulationen auch Ausdrücke wie »Traumbild«, »Hörbild«, »mentales Bild«, »Schriftbild« oder den Begriff der »Metapher« umfassen.<ref>Vgl. hierzu das Kapitel "What is an Image?" in <bib id='Mitchell 1987'></bib>:7-46.</ref> Wissenschaftler, die den Begriff des Bildes durch eine Definition zu bestimmen versuchen, die möglichst alle Facetten des Bildlichen zusammenzufassen vermag, sehen sich aufgrund der schieren Mannigfaltigkeit von bildlichen Darstellungs- und Erscheinungsformen folglich vor erhebliche klassifikatorische Probleme gestellt.
 
 
 
Tatsächlich bringt die Auseinandersetzung mit der Frage "Was ist ein Bild?" Schwierigkeiten mit sich, die von den Problemen, die beispielsweise in der Erörterung der Frage "Was ist Zeit?" zum Vorschein kommen, nicht sonderlich verschieden sind. Was Augustinus in Bezug auf die Zeit eingestehen musste, lässt sich in ähnlicher Form auch über den Begriff des Bildes sagen: "Wenn niemand mich danach fragt, weiß ich es; wenn ich es einem Fragenden erklären will, weiß ich es nicht." (<bib id='Augustinus 2002'></bib>: 25) Der Bildbegriff ist nicht weniger komplex als der Begriff der Zeit oder des Raumes. Daraus folgt, dass eine systematische Erörterung des Bildbegriffs immer auch von philosophischer Relevanz ist, gehört doch die Arbeit am Begriff seit jeher zum philosophischen Geschäft.
 
 
 
Im Zuge des gestiegenen Interesses an bildwissenschaftlichen Problemstellungen sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Publikationen erschienen, die sowohl eine Klärung des Bildbegriffs herbeizuführen hoffen als auch Vorschläge unterbreiten, welche Methoden und Ziele von einer allgemeinen Bildwissenschaft verwendet und anvisiert werden sollten. Alleine im deutschsprachigen Raum sind innerhalb kürzester Zeit mehr als ein halbes Dutzend Entwürfe für eine allgemeine Theorie des Bildes vorgestellt worden.<ref>Vgl. <bib id='Böhme 1999a'></bib>; <bib id='Brandt 1999a'></bib>; <bib id='Belting 2001a'></bib>; <bib id='Sachs-Hombach 2003a'></bib>; <bib id='Huber 2004a'></bib>; <bib id='Scholz 2004a'></bib>; <bib id='Wiesing 2008a'></bib>; <bib id='Halawa 2008a'></bib>.</ref> Sie alle versuchen dazu beizutragen, die Schwierigkeiten aufzulösen, die bei dem Versuch auftreten, dem Kern des Bildbegriffs auf den Grund zu kommen.
 
 
 
Obwohl sich zwischen vielen dieser Arbeiten etliche Überschneidungen ausfindig machen lassen, ist die bildwissenschaftliche Forschung weit von der Formulierung und Etablierung einer konsensfähigen allgemeinen Bildtheorie entfernt. So trivial es ist, dass sich "[e]ine Wissenschaft, die sich ‚Bildwissenschaft‘ nennt, [...] der Erforschung des Bildes [widmet]" (<bib id='Wiesing 2005a'></bib>: 9), so strittig ist es, „welche spezifischen Aufgaben, Inhalte oder Methoden mit ihr verbunden sein sollen“ (ebd.). So wundert es nicht, dass sich die Bildwissenschaft auf der Suche nach ihren theoretischen, methodischen und disziplinären Grundlagen aus Sicht einiger Bildwissenschaftler noch in einem "vorparadigmatischen Stadium" (<bib id='Sachs-Hombach 2003a'></bib>: 12) befindet.
 
  
Dieser Umstand bringt es mit sich, dass in der gegenwärtigen bildwissenschaftlichen Theoriedebatte etliche Positionen aufgefunden werden können, die im Hinblick auf die Frage nach dem Sinn und Zweck bildwissenschaftlichen Forschens oft zu vollkommen unterschiedlichen Antworten gelangen. Große Uneinigkeit herrscht zum Beispiel in Bezug auf die Frage, ob Bilder prinzipiell als Zeichen und kommunikative Medien zu verstehen sind und die Semiotik von daher als zentrales bildwissenschaftliches Forschungsprogramm betrachtet werden sollte ([[Bildsemiotik]]). Nicht minder kontrovers wird die Frage diskutiert, welchen Stellenwert die Kunstgeschichte in einer allgemeinen Bildwissenschaft einnimmt bzw. einnehmen sollte. Soll die Kunstgeschichte als Basis einer allgemeinen Bildwissenschaft gelten? Oder repräsentiert sie nur einen bildwissenschaftlichen Zweig unter vielen anderen? Fragen wie diese zeigen, dass zum jetzigen Zeitpunkt von ''der'' Bildwissenschaft im Sinne eines theoretisch, methodisch und disziplinär fest umrissenen wissenschaftlichen Forschungsprogramms nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegenteil zeichnet sich der bildwissenschaftliche Forschungsdiskurs durch ein hohes Maß an Heterogenität aus.
 
  
Ziel der diesem Hauptpunkt zugeordneten Unterpunkte ist es, die Heterogenität des bildwissenschaftlichen Diskussionsstandes übersichtlich und einführend darzustellen. Neben den theoretischen und methodischen Kernprämissen der wichtigsten Bilddisziplinen sollen außerdem die von diesen anvisierten Aufgaben und Inhalte erläutert werden. Obgleich alle Unterpunkte dieses Themenabschnitts als eigenständige Artikel gelesen werden können, soll diese Sektion dazu dienen, einen vergleichenden Überblick über gängige bildwissenschaftliche Forschungsprogramme und Abgrenzungen zu erlauben. Schließlich nimmt die Vielzahl von bildwissenschaftlichen Zielvorstellungen und Aufgaben, die in den unterschiedlichen Bildkonzeptionen formuliert werden, einen entscheidenden Einfluss darauf, wie die Frage, was eine Bilddisziplin leisten kann und soll, im Einzelfall beantwortet wird. Während etwa in vielen philosophischen Bildtheorien der Versuch unternommen wird, die Beschäftigung mit bildtheoretischen Frage- und Problemstellungen eher begrifflich-systematisch statt empirisch-historisch durchzuführen ([[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie]], [[Bilderwissenschaft vs. Bildwissenschaft]]), verknüpfen einige Kunsthistoriker ihre bildwissenschaftlichen Forschungen mit dem Ziel, aus der Kunstgeschichte eine Bildgeschichte zu machen, d.h. eine historische Disziplin, die Bildwerke ''jeder Art'' (nicht nur ausgewiesene Kunstwerke) einer ausführlichen bildgeschichtlichen Analyse zuführt ([[Kunstgeschichte als Bildgeschichte]], [[Kunstgeschichte als historische Bildwissenschaft]]). Darüber hinaus verknüpfen einige Bildwissenschaftler ihre bildtheoretischen Reflexionen mit einer Kritik des so genannten ''linguistic turn'' und semiologischen ''Strukturalismus''. Die Beschäftigung mit dem Bild geschieht hier unter anderem deshalb, um unter Beweis zu stellen, dass eine Klärung des Bildbegriffs erst dann erreicht werden kann, wenn sich von der Idee gelöst wird, Bilder als semiotisch oder hermeneutisch entschlüsselbare Texte aufzufassen ([[Bildwissenschaft als Sprach- und Bildkritik]]).
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==Die Komplexität des Bild&shy;begriffs==
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Auch wenn diese Fragen auf all&shy;tägli&shy;che und damit scheinbar trivi&shy;ale Sach&shy;verhalte hindeu&shy;ten, berüh&shy;ren sie etli&shy;che Proble&shy;me, die sich keines&shy;wegs leicht auflö&shy;sen lassen. Wie unter ande&shy;rem Philo&shy;sophen wie Augusti&shy;nus oder Wittgen&shy;stein hervor&shy;gehoben haben, erwei&shy;sen sich zahl&shy;lose Sachver&shy;halte, die in der alltäg&shy;lichen Praxis für selbstver&shy;ständlich genom&shy;men und kaum weiter reflek&shy;tiert werden, vor dem Hinter&shy;grund einer theore&shy;tischen Einstel&shy;lung als überaus komp&shy;liziert und rätsel&shy;haft. So mag es zwar vorstell&shy;bar oder sogar sehr wahrschein&shy;lich sein, dass eine Person, die täglich mit Bildern produ&shy;zierend und/oder rezi&shy;pierend zu tun hat, unmit&shy;telbar zu ''wissen'' glaubt, worauf sich der Begriff des Bildes im Ein&shy;zelnen bezieht. Aus dieser Mög&shy;lichkeit bzw. Wahrschein&shy;lichkeit folgt jedoch nicht zwangs&shy;läufig, dass eine im Umgang mit Bildern ge&shy;übte Person zugleich problem&shy;los ''erklären'' kann, woran genau sich die Einord&shy;nung eines bestimm&shy;ten Gegen&shy;standes unter den Begriff des Bildes unter allge&shy;meinen Gesichts&shy;punkten festmacht. Um es mit Emmanuel Alloa zu sagen:
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:''Allein dass wir uns ''auf'' Bilder ver&shy;stehen, bedeu&shy;tet noch nicht, dass wir auch ihre Wirksam&shy;keit schon ''verste&shy;hen''. Es verhält sich hier ähnlich wie im Falle des Auto&shy;fahrers, der, um sein Fahr&shy;zeug benut&shy;zen zu können, nicht zu wissen braucht, wie es funk&shy;tioniert. Und tatsäch&shy;lich wären wir, obwohl wir Bilder täglich produ&shy;zieren, rezi&shy;pieren und repro&shy;duzie&shy;ren, kaum imstande, ihre Funktions&shy;weise genau zu beschrei&shy;ben. Zwar verfü&shy;gen wir über ein intui&shy;tives Verständ&shy;nis dessen, was uns als Bild gilt, kämen aber in Erklä&shy;rungsnot, wenn wir benen&shy;nen müssten, was das Bild&shy;hafte an Bildern ist. Die schier ufer&shy;lose Durch&shy;bilde&shy;rung lebens&shy;weltli&shy;cher Zusam&shy;menhän&shy;ge, die uns zu regel&shy;rechten Bild&shy;spezia&shy;listen machen müsste, scheint sich gerade&shy;zu umge&shy;kehrt propor&shy;tional zu unse&shy;rem Ver&shy;ständnis zu verhal&shy;ten, was Bilder im speziel&shy;len Sinne ausmacht. Für das Bild gilt ''muta&shy;tis mutan&shy;dis'', was Augusti&shy;nus über das Wesen der Zeit sagte: 'Wenn mich nie&shy;mand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragen&shy;den erklä&shy;ren, weiß ich es nicht’.'' (<bib id='Alloa 2011a'></bib>: S. 9)
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Dieses Ungleichgewicht zwischen prakti&shy;schem Wissen einer&shy;seits und theore&shy;tischer Erklär&shy;barkeit sowie ana&shy;lyti&shy;scher Begriffs&shy;schärfe ande&shy;rerseits hängt zu großen Teilen sicher&shy;lich mit einigen sprach&shy;lichen Gepflo&shy;genhei&shy;ten zusam&shy;men. Nicht nur im Deutschen, sondern auch in einer Viel&shy;zahl von anderen Sprachen taucht die Kate&shy;gorie der Bild&shy;lichkeit in Zusam&shy;menhän&shy;gen auf, die neben [[Malerei|Gemäl&shy;den]], [[Fotografie|Foto&shy;grafien]], [[Skulptur|Skulp&shy;turen]] oder [[Simulation, Simulakrum|Simu&shy;latio&shy;nen]] auch Aus&shy;drücke wie ‘[[Traumbild|Traum&shy;bild]]’, ‘Hör&shy;bild’, [[Vorstellungsbilder|menta&shy;les Bild]], [[Schriftbildlichkeit|Schrift&shy;bild]]’ oder den Begriff der »[[Visuelle und multimodale Metaphern|Meta&shy;pher]]« umfassen.<ref>Vgl. hier&shy;zu das Ka&shy;pi&shy;tel «What is an Image?» in <bib id='Mitchell 1986a'></bib>: S. 7-&#8203;46.</ref> Wissen&shy;schaftler, die den Begriff des Bildes durch eine Defi&shy;nition zu bestim&shy;men versu&shy;chen, die möglichst alle Facet&shy;ten des Bild&shy;lichen zusam&shy;menzufas&shy;sen vermag, sehen sich aufgrund der schieren Mannig&shy;faltig&shy;keit von bild&shy;lichen Darstel&shy;lungs- und Er&shy;scheinungs&shy;formen folglich vor erheb&shy;liche klassi&shy;fika&shy;tori&shy;sche Proble&shy;me gestellt (vgl. <bib id='Neuber 2010a'></bib>: S. 7; <bib id='Hüppauf & Wulf 2006a'></bib>: S. 15).
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<!--Literaturverweise im laufenden Text <bib id='Jonas61a'>[Jonas 1961]</bib> -->
 
<!--  ... id im Literaturverzeichnis nachsehen, gegebenenfalls neu einfügen -->
 
<!--  ... (siehe Bearbeitungslink in Bibliographie-Box -->
 
<!-- Bilder als thumbs einsetzen, Muster: [[Datei:Beispiel.png|thumb|Bildtitel]] -->
 
  
 
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==Auf der Suche nach einer allge&shy;meinen Theo&shy;rie des Bildes==
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Im Zuge des gestiegenen Interesses an bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lichen Frage&shy;stellun&shy;gen sind in den vergan&shy;genen Jahren zahl&shy;reiche Publi&shy;kationen erschie&shy;nen, die das Ziel verfol&shy;gen, eben diese Proble&shy;me zu lösen. Es wurden sowohl Konzep&shy;te zur Formu&shy;lierung eines allge&shy;meinen Bildbe&shy;griffs vorge&shy;schlagen als auch Forschungs&shy;program&shy;me skizziert, die vorge&shy;ben, welche Metho&shy;den und Ziele von einer allge&shy;meinen Bild&shy;wissen&shy;schaft verwen&shy;det und anvi&shy;siert werden sollten. Allei&shy;ne im deutsch&shy;sprachigen Raum sind inner&shy;halb kürzes&shy;ter Zeit mehr als ein halbes Dutzend Ent&shy;würfe für eine allge&shy;meine Theorie des Bildes vorge&shy;stellt worden.<ref>Vgl. <bib id='Böhme 1999a'></bib>; <bib id='Brandt 1999a'></bib>; <bib id='Belting 2001a'></bib>; <bib id='Sachs-Hombach 2003a'></bib>; <bib id='Huber 2004a'></bib>; <bib id='Scholz 2004a'></bib>; <bib id='Wiesing 2008a'></bib>; <bib id='Halawa 2008a'></bib>.</ref> Sie alle versu&shy;chen, die Schwierig&shy;keiten aufzu&shy;lösen, die bei dem Versuch auftre&shy;ten, dem Kern des Bildbe&shy;griffs auf den Grund zu kommen.
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Obwohl sich zwischen vielen dieser Arbei&shy;ten etliche Über&shy;schneidun&shy;gen ausfin&shy;dig machen lassen, ist die bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;liche For&shy;schung weit von der Formu&shy;lierung und Etab&shy;lierung einer konsens&shy;fähigen allge&shy;meinen Bild&shy;theorie entfernt. So trivial es ist, dass sich „[e]ine Wissen&shy;schaft, die sich ‘Bild&shy;wissen&shy;schaft’ nennt, [...] der Erfor&shy;schung des Bildes [widmet]“ (<bib id='Wiesing 2005a'></bib>: 9), so strittig ist es, „welche spezi&shy;fischen Aufga&shy;ben, Inhal&shy;te oder Metho&shy;den mit ihr verbun&shy;den sein sollen“ (<bib id='Wiesing 2005a'></bib>: ebd.). So wundert es nicht, dass sich die Bild&shy;wissen&shy;schaft auf der Suche nach ihren theore&shy;tischen, metho&shy;dischen und diszi&shy;plinären Grundla&shy;gen nach wie vor in einem „vor&shy;para&shy;digma&shy;tischen Stadium“ (<bib id='Sachs-Hombach 2003a'></bib>: 12) befin&shy;det.
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Dieser Umstand bringt es mit sich, dass in der gegen&shy;wärti&shy;gen bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;chen Theorie&shy;debat&shy;te etli&shy;che Posi&shy;tionen auffind&shy;bar sind, die im Hinblick auf die Frage nach dem Sinn und Zweck bild&shy;wissen&shy;schaftli&shy;chen Forschens oft zu voll&shy;kommen unter&shy;schiedli&shy;chen Antwor&shy;ten gelan&shy;gen. Große Unei&shy;nigkeit herrscht zum Bei&shy;spiel in Bezug auf die Frage, ob Bilder prinzi&shy;piell als [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichen]] und [[Kommunikationsmedien|kommu&shy;nika&shy;tive Medien]] zu verste&shy;hen seien und die [[Bildsemiotik|Semio&shy;tik]] von daher als zentra&shy;le bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;liche Forschungs&shy;diszi&shy;plin betrach&shy;tet werden sollte. Nicht minder kontro&shy;vers wird die Frage disku&shy;tiert, welchen Stellen&shy;wert die Kunstge&shy;schichte in einer allge&shy;meinen Bild&shy;wissen&shy;schaft einnimmt bzw. einneh&shy;men sollte: Soll sie als Basis einer allge&shy;meinen Bild&shy;wissen&shy;schaft gelten? Oder reprä&shy;sentiert sie nur einen bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lichen Zweig unter vielen ande&shy;ren? Fragen wie diese zeigen, dass zum jetzigen Zeit&shy;punkt von ''der'' Bild&shy;wissen&shy;schaft im Sinne eines theore&shy;tisch, metho&shy;disch und diszi&shy;plinär fest umris&shy;senen wissen&shy;schaft&shy;lichen Forschungs&shy;programms nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegen&shy;teil zeichnet sich der bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;liche Forschungs&shy;diskurs durch ein hohes Maß an Hete&shy;roge&shy;nität aus.
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Ziel der diesem Hauptpunkt zuge&shy;ordne&shy;ten Unter&shy;punkte ist es, die Hete&shy;roge&shy;nität des bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lichen Diskus&shy;sionsstan&shy;des über&shy;sicht&shy;lich und ein&shy;führend darzu&shy;stellen. Neben den theore&shy;tischen und metho&shy;dischen Kernprä&shy;missen der wichtig&shy;sten Bild&shy;diszi&shy;plinen sollen außer&shy;dem die von diesen anvi&shy;sierten Auf&shy;gaben und Inhal&shy;te erläu&shy;tert werden. Obgleich alle Unter&shy;punkte dieses Themen&shy;abschnitts als eigen&shy;ständi&shy;ge Arti&shy;kel gele&shy;sen werden können, soll diese Sektion dazu dienen, einen ver&shy;gleichen&shy;den Über&shy;blick über gängi&shy;ge bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;liche Forschungs&shy;program&shy;me und Ab&shy;grenzun&shy;gen zu ermög&shy;lichen. Schließ&shy;lich nimmt die Vielzahl von bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lichen Ziel&shy;vorstel&shy;lungen und Auf&shy;gaben, die in den unter&shy;schied&shy;lichen Bild&shy;konzep&shy;tionen formu&shy;liert werden, einen ent&shy;scheiden&shy;den Einfluss darauf, wie die Frage, was eine Bild&shy;diszi&shy;plin leisten kann und soll, im Einzel&shy;fall beant&shy;wortet wird. Während etwa in vielen philo&shy;sophi&shy;schen Bild&shy;theorien der Versuch unter&shy;nommen wird, die Beschäf&shy;tigung mit bild&shy;theore&shy;tischen Frage- und Problem&shy;stellun&shy;gen eher begriff&shy;lich-syste&shy;matisch statt empi&shy;risch-histo&shy;risch durchzu&shy;führen ([[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie|Bild&shy;wissen&shy;schaft vs. Bild&shy;theorie]]), verknüp&shy;fen einige Vertre&shy;ter der Kunstge&shy;schichte ihre bild&shy;wissen&shy;schaft&shy;lichen For&shy;schun&shy;gen mit dem Ziel, aus der Kunstge&shy;schichte eine Bildge&shy;schichte zu machen, d.h. eine histo&shy;rische Diszi&shy;plin, die Bild&shy;werke ''jeder Art'' (nicht nur ausge&shy;wiese&shy;ne Kunst&shy;werke) einer ausführ&shy;lichen bildge&shy;schichtli&shy;chen Ana&shy;lyse zuführt ([[Kunstgeschichte als Bildgeschichte|Kunstge&shy;schichte als Bildge&shy;schichte]]). Darüber hinaus verknüp&shy;fen einige Vertre&shy;terin&shy;nen und Vertre&shy;ter der Bild&shy;forschung ihre bild&shy;theore&shy;tischen Refle&shy;xionen mit einer Kritik des so genannten ''[[Linguistic turn, pictorial turn, medial turn|lingu&shy;istic turn]]'' und semio&shy;logischen ''Struktu&shy;ralis&shy;mus''. Die Beschäf&shy;tigung mit dem Bild geschieht hier unter ande&shy;rem mit dem Ziel, unter Beweis zu stellen, dass eine Klärung des Bild&shy;begriffs erst dann erreicht werden kann, wenn sich von der Idee gelöst wird, Bilder als semio&shy;tisch oder herme&shy;neutisch ent&shy;schlüssel&shy;bare ''Texte'' aufzu&shy;fassen ([[Bildwissenschaft als Sprach- und Bildkritik|Bild&shy;wissen&shy;schaft als Sprach- und Bild&shy;kritik]]).
  
 
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* [[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie]]
 
* [[Bildwissenschaft vs. Bildtheorie]]
* [[Bilderwissenschaft vs. Bildwissenschaft]]
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* [[Kunstgeschichte als Bildgeschichte]]
 
* [[Kunstgeschichte als Bildgeschichte]]
* [[Kunstgeschichte als historische Bildwissenschaft]]
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* [[Bildwissenschaft als Sprach- und Bildkritik]]
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* [[Hilfe:Entschuldigung1|Bildwissenschaft als Sprach- und Bildkritik -]]
 
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Aktuelle Version vom 19. April 2015, 18:08 Uhr

Hauptpunkt zu: Bildtheorie/Bildwissenschaft/Bildkritik


Bildwissenschaft als inter­diszi­plinä­res Projekt

Nachdem die wissenschaftliche Auseinan­derset­zung mit Bild­werken lange Zeit vorwie­gend in der Kunstge­schichte stattge­funden hat, spielt sich die bild­wissen­schaft­liche For­schung inzwi­schen in einem ausge­sprochen breiten inter­diszi­plinä­ren Rahmen ab. Davon betrof­fen sind nicht zuletzt auch solche Diszi­plinen, die den Stellen­wert, den bild­liche Darstel­lungen in ihnen beispiels­weise als metho­disch unver­zichtba­re Werk­zeuge einneh­men, in der Regel nicht eigens zum Thema gemacht haben. Exem­plarisch genannt seien neben der Poli­tik- und der Rechts­wissen­schaft unter ande­rem die Sozio­logie oder die Archäo­logie.[1]

Die Intensität, mit der in der gegen­wärti­gen geistes- und kultur­wissen­schaft­lichen Theorie­debat­te syste­matisch über bild­wissen­schaft­liche Frage­stellun­gen nachge­dacht wird, stellt zweifel­los eine inno­vative Entwick­lung dar. Zwar wurden in der abend­ländi­schen Geistes­geschich­te unter ande­rem im Kontext von theolo­gischen, meta­physi­schen, erkennt­nistheo­retischen, wahr­nehmungs­theore­tischen oder ästhe­tischen Arbei­ten wieder­holt Über­legun­gen ange­stellt, die auch heute noch von großer bild­wissen­schaft­licher Rele­vanz sind.[2] Jedoch hat sich das Phäno­men des Bildes erst in jünge­rer Zeit von einem wissen­schaft­lichen Rand­thema zu einem fächer­über­greifend inten­siv disku­tierten Forschungs­objekt ent­wickelt.

Folgende Fragen stehen in diesem Zusam­menhang zumeist im Mittel­punkt: Worin besteht die Beson­derheit von Bildern? Wie werden Bilder wahrge­nommen und verwen­det? Inwie­weit unter­scheidet sich die Betrach­tung eines Bildes von der Betrach­tung nicht-bild­licher Gegen­stände? Wie wirken Bilder auf ihre Betrach­tenden? Worin unter­scheiden sich Bilder von anderen Medien, insbe­sondere von der gespro­chenen und der geschrie­benen Sprache? Wie lässt sich die viel beschwo­rene Macht der Bilder erklä­ren?[3]


Die Komplexität des Bild­begriffs

Auch wenn diese Fragen auf all­tägli­che und damit scheinbar trivi­ale Sach­verhalte hindeu­ten, berüh­ren sie etli­che Proble­me, die sich keines­wegs leicht auflö­sen lassen. Wie unter ande­rem Philo­sophen wie Augusti­nus oder Wittgen­stein hervor­gehoben haben, erwei­sen sich zahl­lose Sachver­halte, die in der alltäg­lichen Praxis für selbstver­ständlich genom­men und kaum weiter reflek­tiert werden, vor dem Hinter­grund einer theore­tischen Einstel­lung als überaus komp­liziert und rätsel­haft. So mag es zwar vorstell­bar oder sogar sehr wahrschein­lich sein, dass eine Person, die täglich mit Bildern produ­zierend und/oder rezi­pierend zu tun hat, unmit­telbar zu wissen glaubt, worauf sich der Begriff des Bildes im Ein­zelnen bezieht. Aus dieser Mög­lichkeit bzw. Wahrschein­lichkeit folgt jedoch nicht zwangs­läufig, dass eine im Umgang mit Bildern ge­übte Person zugleich problem­los erklären kann, woran genau sich die Einord­nung eines bestimm­ten Gegen­standes unter den Begriff des Bildes unter allge­meinen Gesichts­punkten festmacht. Um es mit Emmanuel Alloa zu sagen:

Allein dass wir uns auf Bilder ver­stehen, bedeu­tet noch nicht, dass wir auch ihre Wirksam­keit schon verste­hen. Es verhält sich hier ähnlich wie im Falle des Auto­fahrers, der, um sein Fahr­zeug benut­zen zu können, nicht zu wissen braucht, wie es funk­tioniert. Und tatsäch­lich wären wir, obwohl wir Bilder täglich produ­zieren, rezi­pieren und repro­duzie­ren, kaum imstande, ihre Funktions­weise genau zu beschrei­ben. Zwar verfü­gen wir über ein intui­tives Verständ­nis dessen, was uns als Bild gilt, kämen aber in Erklä­rungsnot, wenn wir benen­nen müssten, was das Bild­hafte an Bildern ist. Die schier ufer­lose Durch­bilde­rung lebens­weltli­cher Zusam­menhän­ge, die uns zu regel­rechten Bild­spezia­listen machen müsste, scheint sich gerade­zu umge­kehrt propor­tional zu unse­rem Ver­ständnis zu verhal­ten, was Bilder im speziel­len Sinne ausmacht. Für das Bild gilt muta­tis mutan­dis, was Augusti­nus über das Wesen der Zeit sagte: 'Wenn mich nie­mand danach fragt, weiß ich es; will ich es einem Fragen­den erklä­ren, weiß ich es nicht’. ([Alloa 2011a]Alloa, Emmanuel (2011).
Das durchscheinende Bild. Konturen einer medialen Phänomenologie. Zürich/Berlin: diaphanes.

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: S. 9)
Dieses Ungleichgewicht zwischen prakti­schem Wissen einer­seits und theore­tischer Erklär­barkeit sowie ana­lyti­scher Begriffs­schärfe ande­rerseits hängt zu großen Teilen sicher­lich mit einigen sprach­lichen Gepflo­genhei­ten zusam­men. Nicht nur im Deutschen, sondern auch in einer Viel­zahl von anderen Sprachen taucht die Kate­gorie der Bild­lichkeit in Zusam­menhän­gen auf, die neben Gemäl­den, Foto­grafien, Skulp­turen oder Simu­latio­nen auch Aus­drücke wie ‘Traum­bild’, ‘Hör­bild’, ‘menta­les Bild’, ‘Schrift­bild’ oder den Begriff der »Meta­pher« umfassen.[4] Wissen­schaftler, die den Begriff des Bildes durch eine Defi­nition zu bestim­men versu­chen, die möglichst alle Facet­ten des Bild­lichen zusam­menzufas­sen vermag, sehen sich aufgrund der schieren Mannig­faltig­keit von bild­lichen Darstel­lungs- und Er­scheinungs­formen folglich vor erheb­liche klassi­fika­tori­sche Proble­me gestellt (vgl. [Neuber 2010a]Neuber, Simone (2010).
Versuch einer einleitenden historisch-semantischen Rekonstruktion.
In Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Philosophie, 7-32.

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: S. 7; [Hüppauf & Wulf 2006a]Hüppauf, Bernd & Wulf, Christoph (2006).
Warum Bilder die Einbildungskraft brauchen.
In Bild und Einbildungskraft, 9-44.

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: S. 15).


Auf der Suche nach einer allge­meinen Theo­rie des Bildes

Im Zuge des gestiegenen Interesses an bild­wissen­schaft­lichen Frage­stellun­gen sind in den vergan­genen Jahren zahl­reiche Publi­kationen erschie­nen, die das Ziel verfol­gen, eben diese Proble­me zu lösen. Es wurden sowohl Konzep­te zur Formu­lierung eines allge­meinen Bildbe­griffs vorge­schlagen als auch Forschungs­program­me skizziert, die vorge­ben, welche Metho­den und Ziele von einer allge­meinen Bild­wissen­schaft verwen­det und anvi­siert werden sollten. Allei­ne im deutsch­sprachigen Raum sind inner­halb kürzes­ter Zeit mehr als ein halbes Dutzend Ent­würfe für eine allge­meine Theorie des Bildes vorge­stellt worden.[5] Sie alle versu­chen, die Schwierig­keiten aufzu­lösen, die bei dem Versuch auftre­ten, dem Kern des Bildbe­griffs auf den Grund zu kommen.

Obwohl sich zwischen vielen dieser Arbei­ten etliche Über­schneidun­gen ausfin­dig machen lassen, ist die bild­wissen­schaft­liche For­schung weit von der Formu­lierung und Etab­lierung einer konsens­fähigen allge­meinen Bild­theorie entfernt. So trivial es ist, dass sich „[e]ine Wissen­schaft, die sich ‘Bild­wissen­schaft’ nennt, [...] der Erfor­schung des Bildes [widmet]“ ([Wiesing 2005a]Wiesing, Lambert (2005).
Arti­fiziel­le Präsenz. Studien zur Philo­sophie des Bildes. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.

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: 9), so strittig ist es, „welche spezi­fischen Aufga­ben, Inhal­te oder Metho­den mit ihr verbun­den sein sollen“ ([Wiesing 2005a]Wiesing, Lambert (2005).
Arti­fiziel­le Präsenz. Studien zur Philo­sophie des Bildes. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.

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: ebd.). So wundert es nicht, dass sich die Bild­wissen­schaft auf der Suche nach ihren theore­tischen, metho­dischen und diszi­plinären Grundla­gen nach wie vor in einem „vor­para­digma­tischen Stadium“ ([Sachs-Hombach 2003a]Sachs-​Hom­bach, Klaus (2003).
Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Köln: Halem.

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: 12) befin­det.

Dieser Umstand bringt es mit sich, dass in der gegen­wärti­gen bild­wissen­schaftli­chen Theorie­debat­te etli­che Posi­tionen auffind­bar sind, die im Hinblick auf die Frage nach dem Sinn und Zweck bild­wissen­schaftli­chen Forschens oft zu voll­kommen unter­schiedli­chen Antwor­ten gelan­gen. Große Unei­nigkeit herrscht zum Bei­spiel in Bezug auf die Frage, ob Bilder prinzi­piell als Zeichen und kommu­nika­tive Medien zu verste­hen seien und die Semio­tik von daher als zentra­le bild­wissen­schaft­liche Forschungs­diszi­plin betrach­tet werden sollte. Nicht minder kontro­vers wird die Frage disku­tiert, welchen Stellen­wert die Kunstge­schichte in einer allge­meinen Bild­wissen­schaft einnimmt bzw. einneh­men sollte: Soll sie als Basis einer allge­meinen Bild­wissen­schaft gelten? Oder reprä­sentiert sie nur einen bild­wissen­schaft­lichen Zweig unter vielen ande­ren? Fragen wie diese zeigen, dass zum jetzigen Zeit­punkt von der Bild­wissen­schaft im Sinne eines theore­tisch, metho­disch und diszi­plinär fest umris­senen wissen­schaft­lichen Forschungs­programms nicht die Rede sein kann. Ganz im Gegen­teil zeichnet sich der bild­wissen­schaft­liche Forschungs­diskurs durch ein hohes Maß an Hete­roge­nität aus.

Ziel der diesem Hauptpunkt zuge­ordne­ten Unter­punkte ist es, die Hete­roge­nität des bild­wissen­schaft­lichen Diskus­sionsstan­des über­sicht­lich und ein­führend darzu­stellen. Neben den theore­tischen und metho­dischen Kernprä­missen der wichtig­sten Bild­diszi­plinen sollen außer­dem die von diesen anvi­sierten Auf­gaben und Inhal­te erläu­tert werden. Obgleich alle Unter­punkte dieses Themen­abschnitts als eigen­ständi­ge Arti­kel gele­sen werden können, soll diese Sektion dazu dienen, einen ver­gleichen­den Über­blick über gängi­ge bild­wissen­schaft­liche Forschungs­program­me und Ab­grenzun­gen zu ermög­lichen. Schließ­lich nimmt die Vielzahl von bild­wissen­schaft­lichen Ziel­vorstel­lungen und Auf­gaben, die in den unter­schied­lichen Bild­konzep­tionen formu­liert werden, einen ent­scheiden­den Einfluss darauf, wie die Frage, was eine Bild­diszi­plin leisten kann und soll, im Einzel­fall beant­wortet wird. Während etwa in vielen philo­sophi­schen Bild­theorien der Versuch unter­nommen wird, die Beschäf­tigung mit bild­theore­tischen Frage- und Problem­stellun­gen eher begriff­lich-syste­matisch statt empi­risch-histo­risch durchzu­führen (Bild­wissen­schaft vs. Bild­theorie), verknüp­fen einige Vertre­ter der Kunstge­schichte ihre bild­wissen­schaft­lichen For­schun­gen mit dem Ziel, aus der Kunstge­schichte eine Bildge­schichte zu machen, d.h. eine histo­rische Diszi­plin, die Bild­werke jeder Art (nicht nur ausge­wiese­ne Kunst­werke) einer ausführ­lichen bildge­schichtli­chen Ana­lyse zuführt (Kunstge­schichte als Bildge­schichte). Darüber hinaus verknüp­fen einige Vertre­terin­nen und Vertre­ter der Bild­forschung ihre bild­theore­tischen Refle­xionen mit einer Kritik des so genannten lingu­istic turn und semio­logischen Struktu­ralis­mus. Die Beschäf­tigung mit dem Bild geschieht hier unter ande­rem mit dem Ziel, unter Beweis zu stellen, dass eine Klärung des Bild­begriffs erst dann erreicht werden kann, wenn sich von der Idee gelöst wird, Bilder als semio­tisch oder herme­neutisch ent­schlüssel­bare Texte aufzu­fassen (Bild­wissen­schaft als Sprach- und Bild­kritik).

Anmerkungen
  1. Für ei­nen Über­blick über die zahl­rei­chen Wis­sen­schafts­dis­zi­pli­nen, die sich nun­mehr ver­stärkt dem Bild zu­wen­den, vgl. die Bei­trä­ge in [Sachs-Hombach 2005a]Sachs-​Hom­bach, Klaus (2005).
    Bild­wissen­schaft. Dis­zipli­nen, Themen, Metho­den. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.

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    .
  2. Vgl. da­zu etwa [Belting 2004a]Belting, Hans (2004).
    Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst. München: C.H. Beck, 6. Auflage.

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    ; [Platon 2008a]Platon (2008).
    Politeia.
    In Sämtliche Werke, Band 2, 195-537.

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    ; [Husserl 2006a]Husserl, Edmund (2006).
    Phanta­sie und Bildbe­wußtsein. Ham­burg: Felix Meiner, (Text nach Husser­liana, Band XXIII).

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    ; [Kant 1974a]Kant, Immanuel (1974).
    Kritik der Ur­teils­kraft. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.

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    .
  3. Vgl. zu die­sen Fra­gen exem­pla­risch den Sam­mel­band von [Boehm 1994c]Boehm, Gottfried (1994).
    Was ist ein Bild?. München: Fink.

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    . Vgl. auch [Sachs-Hombach 2005b]Sachs-​Hom­bach, Klaus (2005).
    Bild­wissen­schaft. Zwischen Refle­xion und Anwen­dung. Köln: Halem.

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    .
  4. Vgl. hier­zu das Ka­pi­tel «What is an Image?» in [Mitchell 1986a]Mitchell, William J.T. (1986).
    Ico­nology. Image, Text, Ideo­logy. Chica­go, London: Uni­versity of Chica­go Press.

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    : S. 7-​46.
  5. Vgl. [Böhme 1999a]Böhme, Gernot (1999).
    Theorie des Bildes. München: Wilhelm Fink.

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    ; [Brandt 1999a]Brandt, Reinhard (1999).
    Die Wirklichkeit der Bilder. Sehen und Erkennen – Vom Spiegel zum Kunstbild. München: Carl Hanser.

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    ; [Belting 2001a]Belting, Hans (2001).
    Bild­anthro­polo­gie. Entwür­fe für eine Bild­wissen­schaft. München: Wilhelm Fink.

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    ; [Sachs-Hombach 2003a]Sachs-​Hom­bach, Klaus (2003).
    Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Köln: Halem.

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    ; [Huber 2004a]Huber, Hans Dieter (2004).
    Bild Beob­achter Milieu. Entwurf einer allge­meinen Bildwis­senschaft. Ostfil­dern: Hatje Cantz.

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    ; [Scholz 2004a]Scholz, Oliver R. (2004).
    Bild, Dar­stel­lung, Zeichen. Philo­sophi­sche Theo­rien bild­hafter Dar­stellun­gen. Frank­furt/M.: Kloster­mann.

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    ; [Wiesing 2008a]Wiesing, Lambert (2008).
    Die Sichtbar­keit des Bildes. Geschich­te und Perspek­tiven der forma­len Ästhe­tik. Frank­furt/M. & New York: Campus.

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    ; [Halawa 2008a]Halawa, Mark A. (2008).
    Wie sind Bilder möglich? Argu­mente für eine semio­tische Fundie­rung des Bildbe­griffs. Köln: Halem.

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    .
Literatur                             [Sammlung]

[Alloa 2011a]: Alloa, Emmanuel (2011). Das durchscheinende Bild. Konturen einer medialen Phänomenologie. Zürich/Berlin: diaphanes.

[Belting 2001a]: Belting, Hans (2001). Bild­anthro­polo­gie. Entwür­fe für eine Bild­wissen­schaft. München: Wilhelm Fink. [Belting 2004a]: Belting, Hans (2004). Bild und Kult. Eine Geschichte des Bildes vor dem Zeitalter der Kunst. München: C.H. Beck, 6. Auflage. [Boehm 1994c]: Boehm, Gottfried (Hg.) (1994). Was ist ein Bild?. München: Fink. [Brandt 1999a]: Brandt, Reinhard (1999). Die Wirklichkeit der Bilder. Sehen und Erkennen – Vom Spiegel zum Kunstbild. München: Carl Hanser. [Böhme 1999a]: Böhme, Gernot (1999). Theorie des Bildes. München: Wilhelm Fink. [Halawa 2008a]: Halawa, Mark A. (2008). Wie sind Bilder möglich? Argu­mente für eine semio­tische Fundie­rung des Bildbe­griffs. Köln: Halem. [Huber 2004a]: Huber, Hans Dieter (2004). Bild Beob­achter Milieu. Entwurf einer allge­meinen Bildwis­senschaft. Ostfil­dern: Hatje Cantz. [Husserl 2006a]: Husserl, Edmund (2006). Phanta­sie und Bildbe­wußtsein. Ham­burg: Felix Meiner, (Text nach Husser­liana, Band XXIII). [Hüppauf & Wulf 2006a]: Hüppauf, Bernd & Wulf, Christoph (2006). Warum Bilder die Einbildungskraft brauchen. In: Hüppauf, B. & Wulf, C. (Hg.): Bild und Einbildungskraft. München: Fink, S. 9-44. [Kant 1974a]: Kant, Immanuel (1974). Kritik der Ur­teils­kraft. Frank­furt/M.: Suhr­kamp. [Mitchell 1986a]: Mitchell, William J.T. (1986). Ico­nology. Image, Text, Ideo­logy. Chica­go, London: Uni­versity of Chica­go Press. [Neuber 2010a]: Neuber, Simone (2010). Versuch einer einleitenden historisch-semantischen Rekonstruktion. In: Neuber, S. & Veressov, R. (Hg.): Das Bild als Denkfigur. Funktionen des Bildbegriffs in der Philosophie. München: Fink, S. 7-32. [Platon 2008a]: Platon (2008). Politeia. In: Wolf, U. (Hg.): Sämtliche Werke, Band 2. Reinbek: Rowohlt, S. 195-537. [Sachs-Hombach 2003a]: Sachs-​Hom­bach, Klaus (2003). Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Köln: Halem. [Sachs-Hombach 2005a]: Sachs-​Hom­bach, Klaus (Hg.) (2005). Bild­wissen­schaft. Dis­zipli­nen, Themen, Metho­den. Frank­furt/M.: Suhr­kamp. [Sachs-Hombach 2005b]: Sachs-​Hom­bach, Klaus (Hg.) (2005). Bild­wissen­schaft. Zwischen Refle­xion und Anwen­dung. Köln: Halem. [Scholz 2004a]: Scholz, Oliver R. (2004). Bild, Dar­stel­lung, Zeichen. Philo­sophi­sche Theo­rien bild­hafter Dar­stellun­gen. Frank­furt/M.: Kloster­mann. [Wiesing 2005a]: Wiesing, Lambert (2005). Arti­fiziel­le Präsenz. Studien zur Philo­sophie des Bildes. Frank­furt/M.: Suhr­kamp. [Wiesing 2008a]: Wiesing, Lambert (2008). Die Sichtbar­keit des Bildes. Geschich­te und Perspek­tiven der forma­len Ästhe­tik. Frank­furt/M. & New York: Campus.

Ausgabe 1: 2013

Verantwortlich:

Seitenbearbeitungen durch: Mark A. Halawa [35], Joerg R.J. Schirra [33] und Franziska Kurz [1] — (Hinweis)