Gleichheit, Ähnlichkeit und Identität: Unterschied zwischen den Versionen

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====Die Mehrdeutigkeit des Ausdrucks ‘Ähnlichkeit’====
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==Die Mehrdeutigkeit des Ausdrucks ‘Ähnlich&shy;keit’ ==
Häufig charakterisiert als “Gleiches im Ungleichen” gilt Ähnlichkeit in vielen bildtheoretischen  Ansätzen als besonders relevanter Begriff, wenn nicht gar als ein zentraler Grundbegriff (⊳ [[Ähnlichkeit und wahrnehmungsnahe Zeichen]]); für eine entsprechende Theorie kann nur dann von einem Wesen behauptet werden, es verwende etwas als Bild, wenn es in der Lage ist, Ähnlichkeit zwischen Gegenständen zu erkennen. Hinter dieser Formulierung entbirgt sich bei genauerer Betrachtung eine recht komplexe Fähigkeit, deren Tragweite erst bei einer begriffsgenetischen Rekonstruktion klar hervor tritt. Denn auf Ähnlichkeit reagieren offensichtlich bereits recht niedere Organismen, wenn sie etwa in ethologischen Experimenten auf künstliche Reize oder in freier Natur auf Fälle von Mimikry<ref>Vgl. auch [[Exkurs:Mimikry]].</ref> reagieren. Doch bleibt dabei gerade fraglich, ob jene Wesen tatsächlich ein Vorkommnis von Ähnlichkeit erkennen, ja, ob sie überhaupt dazu in der Lage sind, Ähnlichkeit im eigentlich gemeinten Sinn zu erkennen, wird hierbei doch Ähnlichkeit letztlich einfach im Sinne von Gleichheit für jene Wesen verwendet, während die Abweichungen von der Gleichheit nur dem menschlichen Beobachter bewußt sind.  
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Häufig charakterisiert als ‘Gleiches im Unglei&shy;chen’ gilt Ähnlich&shy;keit in vielen bildtheo&shy;reti&shy;schen Ansät&shy;zen als beson&shy;ders rele&shy;vanter Begriff, wenn nicht gar als ein zentra&shy;ler Grundbe&shy;griff (⊳ [[Ähnlichkeit und wahrnehmungsnahe Zeichen|Ähnlich&shy;keit und wahrneh&shy;mungsna&shy;he Zeichen]] und [[Symbol, Index, Ikon]]);<ref>Ar&shy;gu&shy;men&shy;te ''ge&shy;gen''&#8203; »Ähn&shy;lich&shy;keit«&#8203; als bild&shy;re&shy;le&shy;van&shy;ten Be&shy;griff fin&shy;den sich vor al&shy;lem bei Nel&shy;son Good&shy;man (<bib id='Goodman 1968a'>Good&shy;man 1968a</bib>), vgl. auch <bib id='Scholz 2004a'></bib>.</ref> für eine entspre&shy;chende Theorie kann nur dann von einem Wesen behaup&shy;tet werden, es verwen&shy;de etwas als Bild, wenn es in der Lage ist, Ähnlich&shy;keit zwischen Gegen&shy;ständen zu erken&shy;nen. Hinter dieser Formu&shy;lierung entbirgt sich bei genau&shy;erer Betrach&shy;tung eine recht komple&shy;xe Fähig&shy;keit, deren Tragwei&shy;te erst bei einer begriffs&shy;gene&shy;tischen Rekon&shy;struktion klar hervor&shy;tritt. Denn auf Ähnlich&shy;keit reagie&shy;ren offen&shy;sichtlich bereits recht niede&shy;re Orga&shy;nismen, wenn sie etwa in etho&shy;logi&shy;schen Expe&shy;rimen&shy;ten auf künstli&shy;che Reize oder in freier Natur auf Fälle von Mimi&shy;kry<ref>Vgl. auch [[Exkurs:Mimikry|Ex&shy;kurs: Mi&shy;mi&shy;kry]].</ref> anspre&shy;chen. Doch bleibt dabei gera&shy;de fraglich, ob jene Wesen tatsäch&shy;lich ein Vorkomm&shy;nis von&#8203; »Ähnlich&shy;keit«&#8203; erken&shy;nen, ja, ob sie über&shy;haupt dazu in der Lage sind, Ähnlich&shy;keit im eigent&shy;lich gemein&shy;ten Sinn zu erken&shy;nen, wird hierbei doch ‘Ähnlich&shy;keit’ letztlich einfach im Sinne von ‹Gleich&shy;heit für jene Wesen› verwen&shy;det, während die Abwei&shy;chungen von der Gleich&shy;heit nur dem menschli&shy;chen Beobach&shy;ter bewußt sind.  
 
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Je nach Kontext handelt es sich hier in der Tat um unterschiedliche, wenn auch miteinander verwandte Begriffe, die mit demselben Ausdruck ‘Ähnlichkeit’ gemeint sein können. Insbesondere sollte der bildtheoretische Begriff »Ähnlichkeit« dem Begriff der Gleichheit bzw. Gleichartigkeit von Gegenständen einerseits und dem der Identität andererseits gegenüber gestellt werden.  
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Je nach Kontext handelt es sich hier in der Tat um unter&shy;schiedli&shy;che, wenn auch mitein&shy;ander verwand&shy;te Begrif&shy;fe, die mit demsel&shy;ben Ausdruck ‘Ähnlich&shy;keit’ gemeint sein können. Insbe&shy;sonde&shy;re sollte der bildtheo&shy;reti&shy;sche Begriff&#8203; »Ähnlich&shy;keit«&#8203; dem Begriff der&#8203; »Gleich&shy;heit«&#8203; bzw.&#8203; »Gleich&shy;artig&shy;keit«&#8203; von Gegen&shy;ständen einer&shy;seits und dem der&#8203; »Iden&shy;tität«&#8203; ande&shy;rerseits gegen&shy;über&shy;gestellt werden.  
 
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Bereits in dieser kurzen Einleitung wird deutlich, daß sich auch die Diskussion um Gleichheit, Ähnlichkeit und Identität sinnvoll nur zwischen den beiden Polen der beurteilten Gegenstände und ihren für ein Wesen erkennbaren Eigenschaften einerseits und den beurteilenden Wesen und ihren Kompetenzen zum Erkennen von Gegenständen andererseits wird führen lassen. Denn nur wer beispielsweise überhaupt dazu fähig ist, zwischen der momentanen Erscheinung eines Objekts und dem Objekt unabhängig von seiner jeweiligen Erscheinung zu unterscheiden, kann einen Gegenstand als einer anderen Art von Gegenständen ähnlich verstehen, d.h. als in seiner aktuellen Erscheinung jenen anderen Objekten gleich.  
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Bereits in dieser kurzen Einlei&shy;tung wird deutlich, dass sich auch die Diskus&shy;sion um Gleich&shy;heit, Ähnlich&shy;keit und Iden&shy;tität sinnvoll nur zwischen den beiden Polen der beur&shy;teilten Gegen&shy;stände und ihren für ein Wesen erkenn&shy;baren Eigen&shy;schaften einer&shy;seits und den beur&shy;teilen&shy;den Wesen und ihren Kompe&shy;tenzen zum Erken&shy;nen von Gegen&shy;ständen ande&shy;rerseits wird führen lassen. Denn nur wer beispiels&shy;weise über&shy;haupt dazu fähig ist, zwischen der momen&shy;tanen Erschei&shy;nung eines Objekts und dem Objekt unab&shy;hängig von seiner jewei&shy;ligen Erschei&shy;nung zu unter&shy;scheiden, kann einen Gegen&shy;stand als einer ande&shy;ren Art von Gegen&shy;ständen ähnlich verste&shy;hen, d.h. nämlich als ‹in seiner aktu&shy;ellen Erschei&shy;nung jenen ande&shy;ren Objek&shy;ten gleich›.
  
  
====Begriffsgenetische Betrachtung zu Ähnlichkeit====
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==Begriffsgenetische Betrach&shy;tung zu&#8203; »Ähnlich&shy;keit«&#8203;==
Die Verklammerung von Objekteigenschaften und Betrachterkompetenzen läßt sich am ehesten in einer handlungstheoretischen Bestimmung des Ähnlichkeitsbegriffs erfassen: Die Reaktionen und Reaktionsdispositionen, die ein Wesen bei Anwesenheit eines Gegenstands in seinem Umfeld zeigt, bilden dann die Grundlage der begriffsgenetischen Analyse.
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Die Verklammerung von Objekt&shy;eigen&shy;schaften und Betrach&shy;terkom&shy;peten&shy;zen läßt sich am ehes&shy;ten in einer handlungs&shy;theore&shy;tischen Bestim&shy;mung des Ähnlich&shy;keitsbe&shy;griffs erfas&shy;sen: Die Reak&shy;tionen und Reaktions&shy;dispo&shy;sitio&shy;nen, die ein Wesen bei Anwe&shy;senheit eines Gegen&shy;stands in seinem Umfeld zeigt, bilden dann die Grund&shy;lage der begriffs&shy;gene&shy;tischen Ana&shy;lyse.
  
=====Ausgangspunkt: Ähnlichkeit als Gleichartigkeit =====  
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===Ausgangspunkt:&#8203; »Ähnlich&shy;keit«&#8203; als&#8203; »Gleich&shy;artig&shy;keit«&#8203; ===
  
Die Fähigkeit, etwas wahrnehmen zu können, ist wohl die unstrittige Basis, von der begriffsgenetische Betrachtungen des Begriffs »Ähnlichkeit« ausgehen können.<ref>Die Alternative wäre ein platter ontologischer Ähnlichkeitsbegriff, der – horribile dictu Ähnlichkeiten einfach als Eigenschaften der Welt unabhängig von einem Betrachter voraussetzt.</ref> Dass eine gewisse Wahrnehmung bei einem anderen Wesen vorliegt, erkennen wir indes nur an dessen zugehörigen Reaktionen. So legt die durch Plinius d. J. erzählte Anekdote von dem antiken Maler Zeuxis auf den ersten Blick nahe anzunehmen, dass Vögel Ähnlichkeit erfassen: Plinius zufolge hatte Zeuxis seine Darstellung von Trauben so ähnlich gestaltet, dass einige Vögel herbei flogen, um nach den scheinbaren Früchten zu picken (<bib id='Plinius 2004a'></bib>). Auch dass Gegenstände in einigen Aspekten gleich, in anderen ungleich sind ist nur relativ zu den entsprechend gleichen oder verschiedenen Reaktionen des betrachteten Wesens bestimmt (<bib id='Gallistel 1980a'></bib>).
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Die Fähigkeit, etwas wahrnehmen zu können, ist wohl die unstrit&shy;tige Basis, von der begriffs&shy;gene&shy;tische Betrach&shy;tungen des Begriffs&#8203; »Ähnlich&shy;keit«&#8203; ausge&shy;hen können.<ref>Die Al&shy;ter&shy;na&shy;ti&shy;ve wä&shy;re ein plat&shy;ter on&shy;to&shy;lo&shy;gi&shy;scher Ähn&shy;lich&shy;keits&shy;be&shy;griff, der – hor&shy;ri&shy;bi&shy;le dic&shy;tu Ähn&shy;lich&shy;kei&shy;ten ein&shy;fach als Ei&shy;gen&shy;schaf&shy;ten der Welt un&shy;ab&shy;hän&shy;gig von ei&shy;nem Be&shy;trach&shy;ter vo&shy;raus&shy;setzt.</ref> Dass eine gewis&shy;se Wahrneh&shy;mung bei einem ande&shy;ren Wesen vorliegt erken&shy;nen wir indes nur an dessen zuge&shy;höri&shy;gen Reak&shy;tionen. So legt die durch Plinius d. J. erzähl&shy;te Anek&shy;dote von dem anti&shy;ken Maler Zeuxis auf den ersten Blick nahe anzu&shy;nehmen, dass Vögel Ähnlich&shy;keit erfas&shy;sen: Plinius zufol&shy;ge hatte Zeuxis seine Darstel&shy;lung von Trauben so ähnlich gestal&shy;tet, dass eini&shy;ge Vögel herbei flogen, um nach den scheinba&shy;ren Früchten zu picken (vgl. <bib id='Plinius 2004a'></bib>). Auch dass Gegen&shy;stände in eini&shy;gen Aspek&shy;ten gleich, in ande&shy;ren ungleich sind ist nur rela&shy;tiv zu den entspre&shy;chend gleichen oder verschie&shy;denen Reak&shy;tionen des betrach&shy;teten Wesens bestimmt (vgl. <bib id='Gallistel 1980a'>Gallis&shy;tel 1980a</bib>).
 
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Ein einfacher Wahrnehmungsbegriff ergibt sich für Wesen, für die die Umwelt bereits in Objekte gegliedert ist, ohne daß sie aber mit diesen Objekten bereits als mit individuierten Gegenständen umgehen können.<ref>Bei noch einfacheren Wesen, deren Verhalten begrifflich nur durch Reiz-Reaktionsschemata (SR-Schemata) bestimmt wird, sollte noch nicht von Wahrnehmung gesprochen werden: Die SR-Schemata gruppieren lediglich in der einen oder anderen Hinsicht Gleichartiges insofern nämlich dasselbe Verhaltensmuster damit verbunden ist. Alles, was hinreichend vom zugehörigen Rezeptor als hinreichend “ähnlich” klassifiziert wird, löst dasselbe Verhalten aus (ermüdungs- und krankheitsbedingte Änderungen nicht berücksichtigt). Der Begriff, daß verschiedene Reize  – als von einem Objekt ausgehend miteinander assoziiert und damit auch verschiedene Verhaltensweisen als auf ein Objekt bezogen zusammengebunden werden, ist in diesem Begriffsfeld noch nicht möglich. Daher kann auch nicht von einer gegenständlichen Wahrnehmung gesprochen werden (vgl. <bib id='Schirra 2000a'></bib>). </ref> Zwar werden auf dieser begrifflichen Ebene schon verschiedene Nah- und Fernreize einerseits und unterschiedliche Verhaltensbereiche andererseits miteinander assoziiert, so daß von einem dem Organismus gegenüberstehenden Objekt als Teil seiner Umwelt gesprochen werden kann wie auch von dessen Wahrnehmung: Wasser aus der Nähe und aus der Ferne gesehen, gehört, gefühlt etc.; Wasser zum Trinken, zum Baden, zum Schwimmen etc. Gleichwohl gilt auch hier, daß Schein und Sein jeweils zusammenfallen. Wahrnehmung heißt hier stets, Ähnliches zusammen zu gruppieren
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Ein einfacher Wahrnehmungsbe&shy;griff ergibt sich für Wesen, für die die Umwelt bereits in Objek&shy;te geglie&shy;dert ist, ohne dass sie aber mit diesen Objek&shy;ten als mit ''indi&shy;vidu&shy;ierten Gegen&shy;ständen'' umge&shy;hen können.<ref> Bei noch ein&shy;fa&shy;che&shy;ren We&shy;sen, de&shy;ren Ver&shy;hal&shy;ten be&shy;griff&shy;lich nur durch Reiz-&#8203;Re&shy;ak&shy;ti&shy;ons-&#8203;Sche&shy;ma&shy;ta (SR-&#8203;Sche&shy;ma&shy;ta) be&shy;stimmt wird, soll&shy;te noch nicht von&#8203; »Wahr&shy;neh&shy;mung«&#8203; ge&shy;spro&shy;chen wer&shy;den: Die SR-&#8203;Sche&shy;ma&shy;ta grup&shy;pie&shy;ren le&shy;dig&shy;lich in der ei&shy;nen oder an&shy;de&shy;ren Hin&shy;sicht Gleich&shy;ar&shy;ti&shy;ges in&shy;so&shy;fern näm&shy;lich das&shy;sel&shy;be Ver&shy;hal&shy;tens&shy;mus&shy;ter da&shy;mit ver&shy;bun&shy;den ist. Al&shy;les, was vom zu&shy;ge&shy;hö&shy;ri&shy;gen Re&shy;zep&shy;tor als hin&shy;rei&shy;chend “ähn&shy;lich” klas&shy;si&shy;fi&shy;ziert wird, löst das&shy;sel&shy;be Ver&shy;hal&shy;ten aus (er&shy;mü&shy;dungs- und krank&shy;heits&shy;be&shy;ding&shy;te Än&shy;de&shy;run&shy;gen nicht be&shy;rück&shy;sich&shy;tigt). Der Be&shy;griff, dass ver&shy;schie&shy;de&shy;ne Rei&shy;ze – als von ei&shy;nem Ob&shy;jekt aus&shy;ge&shy;hend mit&shy;ein&shy;an&shy;der as&shy;so&shy;zi&shy;iert und da&shy;mit auch ver&shy;schie&shy;de&shy;ne Ver&shy;hal&shy;tens&shy;wei&shy;sen als auf ''ein Ob&shy;jekt'' be&shy;zo&shy;gen zu&shy;sam&shy;men&shy;ge&shy;bun&shy;den wer&shy;den, ist in die&shy;sem Be&shy;griffs&shy;feld noch nicht mög&shy;lich. Da&shy;her kann auch nicht von ei&shy;ner ge&shy;gen&shy;ständ&shy;li&shy;chen Wahr&shy;neh&shy;mung ge&shy;spro&shy;chen wer&shy;den (vgl. <bib id='Schirra 2000a'>Schir&shy;ra 2000a</bib>). </ref> Zwar werden auf dieser begriff&shy;lichen Ebe&shy;ne schon verschie&shy;dene Nah- und Fern&shy;reize einer&shy;seits und unter&shy;schiedli&shy;che Verhal&shy;tensbe&shy;reiche ande&shy;rerseits mitein&shy;ander asso&shy;ziiert, so dass von einem dem Orga&shy;nismus gegen&shy;über&shy;stehen&shy;den Objekt als Teil seiner Umwelt gespro&shy;chen werden kann wie auch von dessen Wahrneh&shy;mung: Wasser aus der Nähe und aus der Ferne gese&shy;hen, gehört, gefühlt etc.; Wasser zum Trinken, zum Baden, zum Schwimmen etc. Gleich&shy;wohl gilt auch hier, dass Schein und Sein jeweils zusam&shy;menfal&shy;len. Wahrneh&shy;mung heißt hier stets, Ähnli&shy;ches zusam&shy;men zu gruppie&shy;ren.
 
[[Datei:Aehnlichkeit_und_Taeuschung.jpg|thumb|Abbildung 1: Zwei Arten von Ähnlichkeit ]]
 
Auf das obige Beispiel der Vögel des Zeuxis bezogen, die im Wesentlichen auf dieser Komplexitätsstufe begriffen werden können, ist für die handlungstheoretische Bestimmung des Begriffs der Ähnlichkeit entscheidend, dass das Verhalten der Vögel als ein der aktuellen [[Kontext|Verhaltenssituation]] nicht adäquates Verhalten betrachtet wird (vgl. Abb. 1<ref>Die im Bild verwendeten “Denkblasen” sind lediglich als graphisch-verkürzte Darstellungen der jeweiligen Verhaltensdispositionen relativ zu einer wahrgenommenen Verhaltenssituation zu verstehen.</ref>). Das Verhalten würde jedoch, so begreifen wir Beobachter, zu einem ganz anderen Kontext durchaus gut passen – einer Verhaltenssituation, in der an Stelle des Bildträger tatsächlich Futter wäre. Das Verhalten der Vögel zeigt uns, mit anderen Worten, dass sie sich vom falschen Schein täuschen lassen. Dass er falsch ist ist dem Beobachter klar. Die Vögel durchschauen hingegen ihr Verhalten nicht selbst als Täuschung. Zwar werden sie sich auch nach einiger Zeit “enttäuscht” abwenden. Doch bleibt für sie dann an der Stelle, an der sie eben noch Trauben wahrgenommen hatten (B-Wahrnehmung in Abb. 1), nicht etwas zurück, was an Trauben erinnert, sondern lediglich etwas, was mit Trauben gar nichts mehr zu tun hat (A-Wahrnehmung).  
 
 
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Wann immer solche Wesen erkennen, reagieren sie auf Ähnlichkeit, nicht aber auf Identität, da auf dieser Ebene der Begriff des über eine Verhaltenssituation hinausgehenden Zusammenhangs von Erscheinungsweisen ein und desselben Gegenstands noch nicht gebildet werden kann. Gerade darum sind sie im Gegensatz zu dem menschlichen Beobachter auch nicht in der Lage, die (täuschende) Erscheinung eines tatsächlich anwesenden Gegenstands mit der Erscheinung eines ganz anderen abwesenden Gegenstands in Beziehung zu setzen. Ähnlichkeit kann von Wesen, die unter diesen Begriff fallen, selbst noch nicht erkannt werden.
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[[Datei:Aehnlichkeit_und_Taeuschung.jpg|thumb|Ab&shy;bil&shy;dung 1: Zwei Ar&shy;ten von Ähn&shy;lich&shy;keit ]]
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Auf das obi&shy;ge Bei&shy;spiel der Vö&shy;gel des Zeu&shy;xis be&shy;zo&shy;gen, die im We&shy;sent&shy;li&shy;chen auf die&shy;ser Kom&shy;ple&shy;xi&shy;täts&shy;stu&shy;fe be&shy;grif&shy;fen wer&shy;den kön&shy;nen, ist für die hand&shy;lungs&shy;the&shy;o&shy;re&shy;ti&shy;sche Be&shy;stim&shy;mung des Be&shy;griffs der Ähn&shy;lich&shy;keit ent&shy;schei&shy;dend, dass das Ver&shy;hal&shy;ten der Vö&shy;gel als ein der ak&shy;tu&shy;el&shy;len [[Kontext|Ver&shy;hal&shy;tens&shy;si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on]] nicht ad&shy;äqua&shy;tes Ver&shy;hal&shy;ten be&shy;trach&shy;tet wird (vgl. Abb. 1<ref>Die im Bild ver&shy;wen&shy;de&shy;ten “Denk&shy;bla&shy;sen” sind le&shy;dig&shy;lich als gra&shy;phisch-&#8203;ver&shy;kürz&shy;te Dar&shy;stel&shy;lun&shy;gen der je&shy;wei&shy;li&shy;gen Ver&shy;hal&shy;tens&shy;dis&shy;po&shy;si&shy;ti&shy;o&shy;nen re&shy;la&shy;tiv zu ei&shy;ner wahr&shy;ge&shy;nom&shy;me&shy;nen Ver&shy;hal&shy;tens&shy;si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on zu ver&shy;ste&shy;hen.</ref>). Das Ver&shy;hal&shy;ten wür&shy;de je&shy;doch, so be&shy;grei&shy;fen wir Be&shy;ob&shy;ach&shy;ter, zu ei&shy;nem ganz an&shy;de&shy;ren Kon&shy;text durch&shy;aus gut pas&shy;sen – ei&shy;ner Ver&shy;hal&shy;tens&shy;si&shy;tu&shy;a&shy;ti&shy;on, in der an Stelle des Bildträ&shy;gers tatsäch&shy;lich Futter wäre. Das Verhal&shy;ten der Vögel zeigt uns, mit ande&shy;ren Worten, dass sie sich vom falschen Schein täuschen lassen. Dass er falsch ist ist dem Beob&shy;achter klar. Die Vögel durch&shy;schauen hinge&shy;gen ihr Verhal&shy;ten nicht selbst als Ergeb&shy;nis einer Täuschung. Zwar werden sie sich auch nach eini&shy;ger Zeit “ent&shy;täuscht” abwen&shy;den. Doch bleibt für sie dann an der Stelle, an der sie eben noch Trauben wahrge&shy;nommen hatten (B-&#8203;Wahrneh&shy;mung in Abb. 1), nicht etwas zurück, was an Trauben erin&shy;nert, sondern ledig&shy;lich etwas, was mit Trauben gar nichts mehr zu tun hat (A-&#8203;Wahrneh&shy;mung).
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Wann immer solche Wesen erkennen, reagie&shy;ren sie auf Ähnlich&shy;keit, nicht aber auf Iden&shy;tität, da auf dieser Ebe&shy;ne der Begriff des über eine Verhal&shy;tenssi&shy;tuati&shy;on hinaus&shy;gehen&shy;den Zusam&shy;menhangs von Erschei&shy;nungswei&shy;sen ein und dessel&shy;ben Gegen&shy;stands noch nicht gebil&shy;det werden kann. Gera&shy;de darum sind sie im Gegen&shy;satz zu dem menschli&shy;chen Beobach&shy;ter auch nicht in der Lage, die (täuschen&shy;de) Erschei&shy;nung eines tatsäch&shy;lich anwe&shy;senden Gegen&shy;stands mit der Erschei&shy;nung eines ganz ande&shy;ren abwe&shy;senden Gegen&shy;stands in Bezie&shy;hung zu setzen. Ähnlich&shy;keit kann von Wesen, die unter diesen Begriff fallen, selbst noch nicht erkannt werden.
  
=====Zielpunkt: Ähnlichkeit als Gegenbegriff zu Identität=====
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===Zielpunkt:&#8203; »Ähnlich&shy;keit«&#8203; als Gegen&shy;begriff zu&#8203; »Iden&shy;tität«&#8203;===
  
Anders als Vögel verfügen Menschen hingegen mit den Begriffen für [[Sortale Gegenstände und Individuation|individuierte Gegenstände]] prinzipiell über die Möglichkeit, in einer trompe l’œil-Situation nicht einfach nur entweder fehlerhaft auf die Täuschung hereinzufallen oder gar keinen Zusammenhang zwischen Bildträger und Abgebildetem herzustellen. Vielmehr gelingt es ihnen, sich zugleich anwesende Darstellung (A-Wahrnehmung in Abb. 1, auf die aktuelle Verhaltenssituation bezogen) und abwesendes Dargestelltes (B-Wahrnehmung, auf einen anderen Kontext bezogen) zu vergegenwärtigen und beides als zwei verschiedene, aber aufeinander verweisende Entitäten zu begreifen. Genau das ist es, was wir als Erkennen von Ähnlichkeit begreifen (<bib id='Schirra & Sachs-Hombach 2006b'></bib>). Damit also Wesen etwas als etwas anderem ähnlich erkennen können, muß zweierlei vorliegen:  
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Anders als Vögel verfügen Menschen hinge&shy;gen mit den Begrif&shy;fen für [[Sortale Gegenstände und Individuation|indi&shy;vidu&shy;ierte Gegen&shy;stände]] prinzi&shy;piell über die Möglich&shy;keit, in einer ''trompe l’œil''-&#8203;Situ&shy;ation nicht einfach nur entwe&shy;der fehler&shy;haft auf die Täuschung herein&shy;zufal&shy;len oder gar keinen Zusam&shy;menhang zwischen Bildträ&shy;ger und Abge&shy;bilde&shy;tem herzu&shy;stellen. Vielmehr gelingt es ihnen, sich zugleich anwe&shy;sende Darstel&shy;lung (A-&#8203;Wahrneh&shy;mung in Abb. 1, auf die aktu&shy;elle Verhal&shy;tenssi&shy;tuati&shy;on bezo&shy;gen) und abwe&shy;sendes Darge&shy;stelltes (B-&#8203;Wahrneh&shy;mung, auf einen ande&shy;ren Kontext bezo&shy;gen) zu verge&shy;genwär&shy;tigen und beides als zwei verschie&shy;dene, aber aufein&shy;ander verwei&shy;sende Enti&shy;täten zu begrei&shy;fen. Genau das ist es, was wir als&#8203; »Erken&shy;nen von Ähnlich&shy;keit«&#8203; begrei&shy;fen.<ref>Vgl. <bib id='Schirra & Sachs-Hombach 2006b'>Schir&shy;ra & Sachs-&#8203;Hom&shy;bach 2006b</bib>, so&shy;wie den Be&shy;griff&#8203; »two&shy;fold­&shy;ness«&#8203; bei Woll&shy;heim <bib id='Wollheim 1982a'>Woll&shy;heim 1982a</bib>).</ref> Damit also Wesen etwas als etwas ande&shy;rem ähnlich erken&shy;nen können, muss zweier&shy;lei vorlie&shy;gen:  
* das Wesen muß im aktuellen Kontext auf einen Gegenstand spontan mit einem Verhalten zu reagieren geneigt sein, das nicht zu diesem Gegenstand (und damit dem aktuellen Kontext) passt, wohl aber zu einem Kontext mit einem anderen Objekt;   
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* das Wesen muss im aktuellen Kontext auf einen Gegen&shy;stand spontan mit einem Verhal&shy;ten zu reagie&shy;ren geneigt sein, das nicht zu diesem Gegen&shy;stand (und damit dem aktu&shy;ellen Kontext) passt, wohl aber zu einem Kontext mit einem ande&shy;ren Objekt;   
*das Wesen muß erkennt, dass es sich um eine solche Verwechslung handelt, es also eine Verbindung zwischen den beiden beteiligten Kontexten herzustellen in der Lage ist.
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*das Wesen muss erkennen, dass es sich um eine solche Verwechs&shy;lung handelt, es muss also eine Verbin&shy;dung zwischen den beiden betei&shy;ligten Kontex&shy;ten herzu&shy;stellen in der Lage sein.
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Da es umgangssprachlich zu nahe liegt und daher kaum zu vermei&shy;den ist, dass auch bei den Vögeln des Zeuxis und ähnli&shy;chen Fällen von ‘Ähnlich&shy;keit’ gespro&shy;chen wird, ist es sinnvoll, die beiden Fälle zumin&shy;dest durch Indi&shy;zes vonein&shy;ander zu unter&shy;scheiden. In <bib id='Schirra 2005a'></bib> werden beispiels&shy;weise entspre&shy;chend ‘Ähnlich&shy;keit<sub>α</sub>’ beim Zu&shy;schrei&shy;ben einer Täuschung bei Lebe&shy;wesen, welche die Täuschung selbst nicht durch&shy;schauen können, und ‘Ähnlich&shy;keit<sub>β</sub>’ im anspruchs&shy;vollen Fall verwen&shy;det. Anders gewen&shy;det wird der Begriff&#8203; »Ähnlich&shy;keit<sub>α</sub>«&#8203; beim begriffs&shy;gene&shy;tischen Über&shy;gang diffe&shy;renziert in&#8203; »Ähnlich&shy;keit<sub>β</sub>«&#8203; einer&shy;seits und&#8203; »Iden&shy;tität«&#8203; ande&shy;rerseits. Sind die Verhal&shy;tenswei&shy;sen von Wesen, die gemäß dem einfa&shy;cheren Wahrneh&shy;mungsbe&shy;griff betrach&shy;tet werden, nur auf jeweils gleich&shy;arti&shy;ge Gegen&shy;stände ausge&shy;richtet (»Gleich&shy;heit«), diffe&shy;renzie&shy;ren sie sich bei Wesen, die gemäß dem komple&shy;xeren Wahrneh&shy;mungsbe&shy;griff beur&shy;teilt werden, einer&shy;seits zu solchen rela&shy;tiv zu Gegen&shy;ständen hinsicht&shy;lich gleich&shy;arti&shy;ger Erschei&shy;nung (»Ähnlich&shy;keit<sub>β</sub>«) und ande&shy;rerseits zu Gegen&shy;ständen hinsicht&shy;lich zusam&shy;menge&shy;höri&shy;ger raum&shy;zeit&shy;licher Entwick&shy;lung (»Iden&shy;tität«).
  
Da es umgangssprachlich zu nahe liegt und daher kaum zu vermeiden ist, dass auch bei den Vögeln des Zeuxis und ähnlichen Fällen von „Ähnlichkeit“ gesprochen wird, ist es sinnvoll, die beiden Fälle zumindest durch Indizes voneinander zu unterscheiden. In <bib id='Schirra 2005a'></bib> werden beispielsweise entsprechend ‘Ähnlich­keit<sub>α</sub>’ beim Zuschreibung einer Täuschung bei Lebewesen, welche die Täuschung selbst nicht durchschauen können, und ‘Ähnlichkeit<sub>β</sub>’ im anspruchsvollen Fall verwendet. Anders gewendet wird der Begriff Ähnlich­keit<sub>α</sub> beim begriffsgenetischen Übergang differenziert in Ähnlichkeit<sub>β</sub> einerseits und Identität andererseits. Sind die Verhaltensweisen von Wesen, die gemäß dem einfacheren Wahrnehmungsbegriffs betrachtet werden, nur auf jeweils gleichartige Gegenstände ausgerichtet (“Gleichheit”), differenzieren sie sich bei Wesen, die gemäß dem komplexeren Wahrnehmungsbegriff beurteilt werden, einerseits zu solchen relativ zu Gegenständen hinsichtlich gleichartiger Erscheinung (“Ähnlichkeit<sub>β</sub>”) und andererseits zu Gegenständen hinsichtlich zusammengehöriger raumzeitlicher Entwicklung (“Identität”).
 
  
 
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==Ähnlichkeit und Kontext&shy;bildung==
====Ähnlichkeit und Kontextbildung====
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Die Grundlage der erweiterten Wahrneh&shy;mungskom&shy;petenz, die&#8203; »Ähnlich&shy;keit<sub>β</sub>«&#8203; erlaubt, ist gleicher&shy;massen die Basis der Fähig&shy;keit, mit indi&shy;vidu&shy;ellen, die Zeit über&shy;dauern&shy;den Gegen&shy;ständen umge&shy;hen zu können (Objekt&shy;konsti&shy;tution), nämlich die Fähig&shy;keit verschie&shy;dene Situ&shy;atio&shy;nen mitein&shy;ander in Bezie&shy;hung zu setzen ([[Kontextbildung|Kontext&shy;bildung]]). Damit verklam&shy;mert Ähnlich&shy;keit Bilder auf doppel&shy;te Weise mit dem Zugang zu abwe&shy;senden Kontex&shy;ten: Ähnlich&shy;keit beruht auf der inten&shy;tiona&shy;len Hinwen&shy;dung zu einer abwe&shy;senden Situ&shy;ation, die damit für Bilder als wahrneh&shy;mungsnahen [[Zeichen, Zeichenträger, Zeichensystem|Zeichen]] konsti&shy;tutiv ist. Ande&shy;rerseits wird mit dem Bild auf eben diese in der Regel abwe&shy;sende Situ&shy;ation hinge&shy;wiesen, so dass die kommu&shy;nika&shy;tive Grundfunk&shy;tion des Bildes im Etab&shy;lieren eines gemein&shy;samen Zugangs zu diesem Kontext besteht. [[Bildanthropologie|Bildanth&shy;ropo&shy;logisch]] spielt dieser Doppel&shy;bezug bei der&#8203; »ini&shy;tialen Kontext&shy;bildung«&#8203; – der begriffs&shy;gene&shy;tischen Betrach&shy;tung zur Fähig&shy;keit, mit abwe&shy;senden Kontex&shy;ten umzu&shy;gehen, eine wichti&shy;ge Rolle (⊳ [[logische Kontextbildung und mentale Bilder|logi&shy;sche Kontext&shy;bildung und menta&shy;le Bilder]]).
Grundlage der erweiterten Wahrnehmungskompetenz, die Ähnlichkeit<sub>β</sub> erlaubt, ist gleichermassen die Fähigkeit, mit individuellen, die Zeit überdauernden Gegenständen umgehen zu können: Objektkonstitution, wie die Fähigkeit verschiedene Situationen miteinander in Beziehung zu setzen: [[Kontextbildung]]. Damit verklammert Ähnlichkeit Bilder auf doppelte Weise mit dem Zugang zu abwesenden Kontexten: Ähnlichkeit beruht auf der intentionalen Hinwendung zu einer abwesenden Situation, die damit für Bilder als wahrnehmungsnahen Zeichen konstitutiv ist. Andererseits wird mit dem Bild auf eben diese in der Regel abwesende Situation hingewiesen, so daß die kommunikative Grundfunktion des Bildes im Etablieren eines gemeinsamen Zugang zu diesem Kontext besteht. Bildanthropologisch spielt dieser Doppelbezug bei der initialen Kontextbildung – der begriffsgenetischen Betrachtung zur Fähigkeit, mit abwesenden Kontexten umzugehen, eine wichtige Rolle (⊳ [[logische Kontextbildung und mentale Bilder]]).
 
  
 
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Aktuelle Version vom 15. Dezember 2019, 15:39 Uhr

Unterpunkt zu: Auswirkungen der Bildlichkeit


Die Mehrdeutigkeit des Ausdrucks ‘Ähnlich­keit’

Häufig charakterisiert als ‘Gleiches im Unglei­chen’ gilt Ähnlich­keit in vielen bildtheo­reti­schen Ansät­zen als beson­ders rele­vanter Begriff, wenn nicht gar als ein zentra­ler Grundbe­griff (⊳ Ähnlich­keit und wahrneh­mungsna­he Zeichen und Symbol, Index, Ikon);[1] für eine entspre­chende Theorie kann nur dann von einem Wesen behaup­tet werden, es verwen­de etwas als Bild, wenn es in der Lage ist, Ähnlich­keit zwischen Gegen­ständen zu erken­nen. Hinter dieser Formu­lierung entbirgt sich bei genau­erer Betrach­tung eine recht komple­xe Fähig­keit, deren Tragwei­te erst bei einer begriffs­gene­tischen Rekon­struktion klar hervor­tritt. Denn auf Ähnlich­keit reagie­ren offen­sichtlich bereits recht niede­re Orga­nismen, wenn sie etwa in etho­logi­schen Expe­rimen­ten auf künstli­che Reize oder in freier Natur auf Fälle von Mimi­kry[2] anspre­chen. Doch bleibt dabei gera­de fraglich, ob jene Wesen tatsäch­lich ein Vorkomm­nis von​ »Ähnlich­keit«​ erken­nen, ja, ob sie über­haupt dazu in der Lage sind, Ähnlich­keit im eigent­lich gemein­ten Sinn zu erken­nen, wird hierbei doch ‘Ähnlich­keit’ letztlich einfach im Sinne von ‹Gleich­heit für jene Wesen› verwen­det, während die Abwei­chungen von der Gleich­heit nur dem menschli­chen Beobach­ter bewußt sind.

Je nach Kontext handelt es sich hier in der Tat um unter­schiedli­che, wenn auch mitein­ander verwand­te Begrif­fe, die mit demsel­ben Ausdruck ‘Ähnlich­keit’ gemeint sein können. Insbe­sonde­re sollte der bildtheo­reti­sche Begriff​ »Ähnlich­keit«​ dem Begriff der​ »Gleich­heit«​ bzw.​ »Gleich­artig­keit«​ von Gegen­ständen einer­seits und dem der​ »Iden­tität«​ ande­rerseits gegen­über­gestellt werden.

Bereits in dieser kurzen Einlei­tung wird deutlich, dass sich auch die Diskus­sion um Gleich­heit, Ähnlich­keit und Iden­tität sinnvoll nur zwischen den beiden Polen der beur­teilten Gegen­stände und ihren für ein Wesen erkenn­baren Eigen­schaften einer­seits und den beur­teilen­den Wesen und ihren Kompe­tenzen zum Erken­nen von Gegen­ständen ande­rerseits wird führen lassen. Denn nur wer beispiels­weise über­haupt dazu fähig ist, zwischen der momen­tanen Erschei­nung eines Objekts und dem Objekt unab­hängig von seiner jewei­ligen Erschei­nung zu unter­scheiden, kann einen Gegen­stand als einer ande­ren Art von Gegen­ständen ähnlich verste­hen, d.h. nämlich als ‹in seiner aktu­ellen Erschei­nung jenen ande­ren Objek­ten gleich›.


Begriffsgenetische Betrach­tung zu​ »Ähnlich­keit«​

Die Verklammerung von Objekt­eigen­schaften und Betrach­terkom­peten­zen läßt sich am ehes­ten in einer handlungs­theore­tischen Bestim­mung des Ähnlich­keitsbe­griffs erfas­sen: Die Reak­tionen und Reaktions­dispo­sitio­nen, die ein Wesen bei Anwe­senheit eines Gegen­stands in seinem Umfeld zeigt, bilden dann die Grund­lage der begriffs­gene­tischen Ana­lyse.

Ausgangspunkt:​ »Ähnlich­keit«​ als​ »Gleich­artig­keit«​

Die Fähigkeit, etwas wahrnehmen zu können, ist wohl die unstrit­tige Basis, von der begriffs­gene­tische Betrach­tungen des Begriffs​ »Ähnlich­keit«​ ausge­hen können.[3] Dass eine gewis­se Wahrneh­mung bei einem ande­ren Wesen vorliegt erken­nen wir indes nur an dessen zuge­höri­gen Reak­tionen. So legt die durch Plinius d. J. erzähl­te Anek­dote von dem anti­ken Maler Zeuxis auf den ersten Blick nahe anzu­nehmen, dass Vögel Ähnlich­keit erfas­sen: Plinius zufol­ge hatte Zeuxis seine Darstel­lung von Trauben so ähnlich gestal­tet, dass eini­ge Vögel herbei flogen, um nach den scheinba­ren Früchten zu picken (vgl. [Plinius 2004a]König, Rode­rich et al. (1990–​2004).
G. Plinius Secun­dus d. Ä: Natur­kunde / Natu­ralis histo­ria: latei­nisch-deutsch. Zürich: Arte­mis.

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). Auch dass Gegen­stände in eini­gen Aspek­ten gleich, in ande­ren ungleich sind ist nur rela­tiv zu den entspre­chend gleichen oder verschie­denen Reak­tionen des betrach­teten Wesens bestimmt (vgl. [Gallis­tel 1980a]Gallistel, Randy (1980).
The Orga­niza­tion of Action: A New Synthe­sis. Hills­dale, NJ: Law­rence Erlbaum Assoc..

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).

Ein einfacher Wahrnehmungsbe­griff ergibt sich für Wesen, für die die Umwelt bereits in Objek­te geglie­dert ist, ohne dass sie aber mit diesen Objek­ten als mit indi­vidu­ierten Gegen­ständen umge­hen können.[4] Zwar werden auf dieser begriff­lichen Ebe­ne schon verschie­dene Nah- und Fern­reize einer­seits und unter­schiedli­che Verhal­tensbe­reiche ande­rerseits mitein­ander asso­ziiert, so dass von einem dem Orga­nismus gegen­über­stehen­den Objekt als Teil seiner Umwelt gespro­chen werden kann wie auch von dessen Wahrneh­mung: Wasser aus der Nähe und aus der Ferne gese­hen, gehört, gefühlt etc.; Wasser zum Trinken, zum Baden, zum Schwimmen etc. Gleich­wohl gilt auch hier, dass Schein und Sein jeweils zusam­menfal­len. Wahrneh­mung heißt hier stets, Ähnli­ches zusam­men zu gruppie­ren.

Ab­bil­dung 1: Zwei Ar­ten von Ähn­lich­keit

Auf das obi­ge Bei­spiel der Vö­gel des Zeu­xis be­zo­gen, die im We­sent­li­chen auf die­ser Kom­ple­xi­täts­stu­fe be­grif­fen wer­den kön­nen, ist für die hand­lungs­the­o­re­ti­sche Be­stim­mung des Be­griffs der Ähn­lich­keit ent­schei­dend, dass das Ver­hal­ten der Vö­gel als ein der ak­tu­el­len Ver­hal­tens­si­tu­a­ti­on nicht ad­äqua­tes Ver­hal­ten be­trach­tet wird (vgl. Abb. 1[5]). Das Ver­hal­ten wür­de je­doch, so be­grei­fen wir Be­ob­ach­ter, zu ei­nem ganz an­de­ren Kon­text durch­aus gut pas­sen – ei­ner Ver­hal­tens­si­tu­a­ti­on, in der an Stelle des Bildträ­gers tatsäch­lich Futter wäre. Das Verhal­ten der Vögel zeigt uns, mit ande­ren Worten, dass sie sich vom falschen Schein täuschen lassen. Dass er falsch ist ist dem Beob­achter klar. Die Vögel durch­schauen hinge­gen ihr Verhal­ten nicht selbst als Ergeb­nis einer Täuschung. Zwar werden sie sich auch nach eini­ger Zeit “ent­täuscht” abwen­den. Doch bleibt für sie dann an der Stelle, an der sie eben noch Trauben wahrge­nommen hatten (B-​Wahrneh­mung in Abb. 1), nicht etwas zurück, was an Trauben erin­nert, sondern ledig­lich etwas, was mit Trauben gar nichts mehr zu tun hat (A-​Wahrneh­mung).

Wann immer solche Wesen erkennen, reagie­ren sie auf Ähnlich­keit, nicht aber auf Iden­tität, da auf dieser Ebe­ne der Begriff des über eine Verhal­tenssi­tuati­on hinaus­gehen­den Zusam­menhangs von Erschei­nungswei­sen ein und dessel­ben Gegen­stands noch nicht gebil­det werden kann. Gera­de darum sind sie im Gegen­satz zu dem menschli­chen Beobach­ter auch nicht in der Lage, die (täuschen­de) Erschei­nung eines tatsäch­lich anwe­senden Gegen­stands mit der Erschei­nung eines ganz ande­ren abwe­senden Gegen­stands in Bezie­hung zu setzen. Ähnlich­keit kann von Wesen, die unter diesen Begriff fallen, selbst noch nicht erkannt werden.

Zielpunkt:​ »Ähnlich­keit«​ als Gegen­begriff zu​ »Iden­tität«​

Anders als Vögel verfügen Menschen hinge­gen mit den Begrif­fen für indi­vidu­ierte Gegen­stände prinzi­piell über die Möglich­keit, in einer trompe l’œil-​Situ­ation nicht einfach nur entwe­der fehler­haft auf die Täuschung herein­zufal­len oder gar keinen Zusam­menhang zwischen Bildträ­ger und Abge­bilde­tem herzu­stellen. Vielmehr gelingt es ihnen, sich zugleich anwe­sende Darstel­lung (A-​Wahrneh­mung in Abb. 1, auf die aktu­elle Verhal­tenssi­tuati­on bezo­gen) und abwe­sendes Darge­stelltes (B-​Wahrneh­mung, auf einen ande­ren Kontext bezo­gen) zu verge­genwär­tigen und beides als zwei verschie­dene, aber aufein­ander verwei­sende Enti­täten zu begrei­fen. Genau das ist es, was wir als​ »Erken­nen von Ähnlich­keit«​ begrei­fen.[6] Damit also Wesen etwas als etwas ande­rem ähnlich erken­nen können, muss zweier­lei vorlie­gen:

  • das Wesen muss im aktuellen Kontext auf einen Gegen­stand spontan mit einem Verhal­ten zu reagie­ren geneigt sein, das nicht zu diesem Gegen­stand (und damit dem aktu­ellen Kontext) passt, wohl aber zu einem Kontext mit einem ande­ren Objekt;
  • das Wesen muss erkennen, dass es sich um eine solche Verwechs­lung handelt, es muss also eine Verbin­dung zwischen den beiden betei­ligten Kontex­ten herzu­stellen in der Lage sein.
Da es umgangssprachlich zu nahe liegt und daher kaum zu vermei­den ist, dass auch bei den Vögeln des Zeuxis und ähnli­chen Fällen von ‘Ähnlich­keit’ gespro­chen wird, ist es sinnvoll, die beiden Fälle zumin­dest durch Indi­zes vonein­ander zu unter­scheiden. In [Schirra 2005a]Schirra, Jörg R.J. (2005).
Founda­tion of Com­puta­tional Visual­istics. Wies­baden: DUV.

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werden beispiels­weise entspre­chend ‘Ähnlich­keitα’ beim Zu­schrei­ben einer Täuschung bei Lebe­wesen, welche die Täuschung selbst nicht durch­schauen können, und ‘Ähnlich­keitβ’ im anspruchs­vollen Fall verwen­det. Anders gewen­det wird der Begriff​ »Ähnlich­keitα«​ beim begriffs­gene­tischen Über­gang diffe­renziert in​ »Ähnlich­keitβ«​ einer­seits und​ »Iden­tität«​ ande­rerseits. Sind die Verhal­tenswei­sen von Wesen, die gemäß dem einfa­cheren Wahrneh­mungsbe­griff betrach­tet werden, nur auf jeweils gleich­arti­ge Gegen­stände ausge­richtet (»Gleich­heit«), diffe­renzie­ren sie sich bei Wesen, die gemäß dem komple­xeren Wahrneh­mungsbe­griff beur­teilt werden, einer­seits zu solchen rela­tiv zu Gegen­ständen hinsicht­lich gleich­arti­ger Erschei­nung (»Ähnlich­keitβ«) und ande­rerseits zu Gegen­ständen hinsicht­lich zusam­menge­höri­ger raum­zeit­licher Entwick­lung (»Iden­tität«).


Ähnlichkeit und Kontext­bildung

Die Grundlage der erweiterten Wahrneh­mungskom­petenz, die​ »Ähnlich­keitβ«​ erlaubt, ist gleicher­massen die Basis der Fähig­keit, mit indi­vidu­ellen, die Zeit über­dauern­den Gegen­ständen umge­hen zu können (Objekt­konsti­tution), nämlich die Fähig­keit verschie­dene Situ­atio­nen mitein­ander in Bezie­hung zu setzen (Kontext­bildung). Damit verklam­mert Ähnlich­keit Bilder auf doppel­te Weise mit dem Zugang zu abwe­senden Kontex­ten: Ähnlich­keit beruht auf der inten­tiona­len Hinwen­dung zu einer abwe­senden Situ­ation, die damit für Bilder als wahrneh­mungsnahen Zeichen konsti­tutiv ist. Ande­rerseits wird mit dem Bild auf eben diese in der Regel abwe­sende Situ­ation hinge­wiesen, so dass die kommu­nika­tive Grundfunk­tion des Bildes im Etab­lieren eines gemein­samen Zugangs zu diesem Kontext besteht. Bildanth­ropo­logisch spielt dieser Doppel­bezug bei der​ »ini­tialen Kontext­bildung«​ – der begriffs­gene­tischen Betrach­tung zur Fähig­keit, mit abwe­senden Kontex­ten umzu­gehen, eine wichti­ge Rolle (⊳ logi­sche Kontext­bildung und menta­le Bilder).

Anmerkungen
  1. Ar­gu­men­te ge­gen​ »Ähn­lich­keit«​ als bild­re­le­van­ten Be­griff fin­den sich vor al­lem bei Nel­son Good­man ([Good­man 1968a]Goodman, Nelson (1968).
    Lan­guages of Art. India­napolis: Hackett, 2. rev. Aufl. 1976.

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    ), vgl. auch [Scholz 2004a]Scholz, Oliver R. (2004).
    Bild, Dar­stel­lung, Zeichen. Philo­sophi­sche Theo­rien bild­hafter Dar­stellun­gen. Frank­furt/M.: Kloster­mann.

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    .
  2. Vgl. auch Ex­kurs: Mi­mi­kry.
  3. Die Al­ter­na­ti­ve wä­re ein plat­ter on­to­lo­gi­scher Ähn­lich­keits­be­griff, der – hor­ri­bi­le dic­tu – Ähn­lich­kei­ten ein­fach als Ei­gen­schaf­ten der Welt un­ab­hän­gig von ei­nem Be­trach­ter vo­raus­setzt.
  4. Bei noch ein­fa­che­ren We­sen, de­ren Ver­hal­ten be­griff­lich nur durch Reiz-​Re­ak­ti­ons-​Sche­ma­ta (SR-​Sche­ma­ta) be­stimmt wird, soll­te noch nicht von​ »Wahr­neh­mung«​ ge­spro­chen wer­den: Die SR-​Sche­ma­ta grup­pie­ren le­dig­lich in der ei­nen oder an­de­ren Hin­sicht Gleich­ar­ti­ges – in­so­fern näm­lich das­sel­be Ver­hal­tens­mus­ter da­mit ver­bun­den ist. Al­les, was vom zu­ge­hö­ri­gen Re­zep­tor als hin­rei­chend “ähn­lich” klas­si­fi­ziert wird, löst das­sel­be Ver­hal­ten aus (er­mü­dungs- und krank­heits­be­ding­te Än­de­run­gen nicht be­rück­sich­tigt). Der Be­griff, dass ver­schie­de­ne Rei­ze – als von ei­nem Ob­jekt aus­ge­hend – mit­ein­an­der as­so­zi­iert und da­mit auch ver­schie­de­ne Ver­hal­tens­wei­sen als auf ein Ob­jekt be­zo­gen zu­sam­men­ge­bun­den wer­den, ist in die­sem Be­griffs­feld noch nicht mög­lich. Da­her kann auch nicht von ei­ner ge­gen­ständ­li­chen Wahr­neh­mung ge­spro­chen wer­den (vgl. [Schir­ra 2000a]Schirra, Jörg R.J. (2000).
    Täu­schung, Ähnlich­keit und Immer­sion: Die Vögel des Zeuxis.
    In Vom Realis­mus der Bilder: Inter­diszi­plinä­re Forschun­gen zur Seman­tik bildhaf­ter Darstel­lungsfor­men, 119-135.

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    ).
  5. Die im Bild ver­wen­de­ten “Denk­bla­sen” sind le­dig­lich als gra­phisch-​ver­kürz­te Dar­stel­lun­gen der je­wei­li­gen Ver­hal­tens­dis­po­si­ti­o­nen re­la­tiv zu ei­ner wahr­ge­nom­me­nen Ver­hal­tens­si­tu­a­ti­on zu ver­ste­hen.
  6. Vgl. [Schir­ra & Sachs-​Hom­bach 2006b]Schirra Jörg R.J. & Sachs-Hom­bach, Klaus (2006).
    Fähig­keiten zum Bild- und Sprachge­brauch. In Deutsche Zeitschrift für Philo­sophie, 54, 6, 887-905.

      Eintrag in Sammlung zeigen
    , so­wie den Be­griff​ »two­fold­­ness«​ bei Woll­heim [Woll­heim 1982a]Wollheim, Richard (1982).
    Se­hen-als, sehen-in und bild­liche Darstel­lung.
    In Objek­te der Kunst, 192-210.

      Eintrag in Sammlung zeigen
    ).
Literatur                             [Sammlung]

[Gallis­tel 1980a]: Gallistel, Randy (1980). The Orga­niza­tion of Action: A New Synthe­sis. Hills­dale, NJ: Law­rence Erlbaum Assoc..

[Good­man 1968a]: Goodman, Nelson (1968). Lan­guages of Art. India­napolis: Hackett, 2. rev. Aufl. 1976. [Plinius 2004a]: König, Rode­rich et al. (Hg.) (1990–​2004). G. Plinius Secun­dus d. Ä: Natur­kunde / Natu­ralis histo­ria: latei­nisch-deutsch. Zürich: Arte­mis. [Schir­ra & Sachs-​Hom­bach 2006b]: Schirra Jörg R.J. & Sachs-Hom­bach, Klaus (2006). Fähig­keiten zum Bild- und Sprachge­brauch. Deutsche Zeitschrift für Philo­sophie, Band: 54, Nummer: 6, S. 887-905. [Schir­ra 2000a]: Schirra, Jörg R.J. (2000). Täu­schung, Ähnlich­keit und Immer­sion: Die Vögel des Zeuxis. In: Reh­kämper, K.& Sachs-​Hom­bach, K. (Hg.): Vom Realis­mus der Bilder: Inter­diszi­plinä­re Forschun­gen zur Seman­tik bildhaf­ter Darstel­lungsfor­men. Magde­burg: Skrip­tum, S. 119-135. [Schirra 2005a]: Schirra, Jörg R.J. (2005). Founda­tion of Com­puta­tional Visual­istics. Wies­baden: DUV. [Scholz 2004a]: Scholz, Oliver R. (2004). Bild, Dar­stel­lung, Zeichen. Philo­sophi­sche Theo­rien bild­hafter Dar­stellun­gen. Frank­furt/M.: Kloster­mann. [Woll­heim 1982a]: Wollheim, Richard (1982). Se­hen-als, sehen-in und bild­liche Darstel­lung. In: Woll­heim, R. (Hg.): Objek­te der Kunst. Frank­furt/M.: Suhr­kamp, S. 192-210.


Hilfe: Nicht angezeigte Literaturangaben

Ausgabe 1: 2013

Lektorat:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra [53], Klaus Sachs-Hombach [4] und Elisabeth Birk [4] — (Hinweis)

Zitierhinweis:

[Schirra & Sachs-Hombach 2013g-a]Vergleiche vollständigen Eintrag
in Literatursammlung
.

  Eintrag in Sammlung zeigen

Schirra, Jörg R.J. & Sachs-Hombach, Klaus (2013). Gleichheit, Ähnlichkeit und Identität. (Ausg. 1). In: Schirra, J.R.J.; Halawa, M. & Liebsch, D. (Hg.): Glossar der Bildphilosophie. (2012-2022).
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