Nomination

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Unterpunkt zu: Zeichentheorien: Übersicht


Nomination als ungesättigte Teilhand­lung der Propo­sition

Fragt man nach der Pragma­tik von Zeichen, dann wird schnell ein kombi­nato­risches Schema asso­ziiert ähnlich jenem, das die pragma­tische Funktion von Aussa­gen aus den Teilzei­chenhand­lungen der Nomi­nation und der Prädi­kation rekon­struiert. Insbe­sonde­re bei Bildern – genau­er bei Kommu­nika­tionsak­ten mithil­fe von Bildern – wird oft unter­sucht, ob nicht gerade jene Teilfunk­tionen ein die Bildprag­matik erzeu­gendes System ele­menta­rer kommu­nika­tiver Akte liefern könnten (vgl. [Sachs-Hombach 2003a]Sachs-​Hom­bach, Klaus (2003).
Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Köln: Halem.

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oder [Harth 2001a]Harth, Manfred (2001).
Be­zug­nahme bei Bildern.
In Bildhan­deln: Inter­diszi­plinä­re Forschun­gen zur Pragma­tik bildhaf­ter Darstel­lungsfor­men, 41-53.

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). Nomi­nation ist die Zeichen­teilhand­lung, mit der man auf einen Gegen­stand aufmerk­sam macht, über den etwas mitge­teilt werden soll; dieser Gegen­stand muss dabei beiden Kommu­nika­tionspart­nern bereits bekannt – in ihrem gemein­samen Diskurs­­uni­ver­sum[1] vorhan­den – sein (cf. [Kamlah & Loren­zen 1973a]Kamlah, Wilhelm & Loren­zen, Paul (1973).
Lo­gi­sche Pro­pä­deutik. Vor­schu­le des ver­nünf­tigen Redens. München: BI Wis­sen­schafts­ver­lag.

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: § 3, sowie [Gerhar­dus et al. 1975a]Gerhar­dus, Diet­fried; Kledzik, Silke M. & Reitzig, Gerd H. (1975).
Schlüs­si­ges Argu­mentie­ren – Logisch-propä­deuti­sches Lehr- und Arbeits­buch. Göttin­gen: Vanden­hoeck & Ruprecht.

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: S. 42). Dabei gilt die Nomi­nation als im Sinne Freges unge­sättigt, d.h. als eine echte Teilhand­lung, die ergän­zungsbe­dürftig ist und sinnvol­ler Weise nicht allei­ne vorkom­men kann.

Insbesondere ohne die Vervoll­ständi­gung zu einer Propo­sition durch eine Prädi­kation stünde das Erwäh­nen eines Gegen­standes durch die Nomi­nation kommu­nika­tiv ge­wisser­maßen im leeren Raum.


Arten und Voraussetzungen der Nomi­nation

In Verbindung mit Zeige­gesten dienen häufig deikti­sche Aus­drücke – „dies“, „diese/r/s“ etc. – dazu, die Teilhand­lung »Nomi­nation« auszu­führen, vor allem wenn die aktu­elle Kommu­nika­tionssi­tuation und die „darin gege­benen“ mate­riellen Gegen­stände gemeint sind. Die Funktion der Nomi­nation ist nicht auf solche Gegen­stände beschränkt: Auch mit den Aus­drücken „das letzte Einhorn“, „diese Idee des Schönen“, „Otto von Gue­ricke“ oder „Harry Potters Gegen­spieler“ können wir ja durchaus auf Diskurs­gegen­stände verwei­sen. Im ersten Fall handelt es sich um eine defi­nite Kennzeich­nungen auf einen fikti­ven Gegen­stand, im zweiten Fall um eine deikti­sche Kennzeich­nungen auf einen abstrak­ten Gegen­stand, im dritten Fall um einen Eigen­namen für einen realen Gegen­stand in der Vergan­genheit und im vierten Fall um eine komple­xe Nomi­nation mit Eigen­name und Kennzeich­nung für einen medial vermit­telten Gegen­stand.

Übersicht über die Arten der Nomi­nation
einfa­che deikti­sche Aus­drücke (Demon­strator) „dies“, „dieser“ zu­sam­men mit Zei­ge­ges­te ver­wen­det, kei­ne Ei­gen­schafts- oder Typ­an­ga­be
inde­xika­lische Aus­drücke „ich“, „dir“, „uns“ er­ge­ben sich un­mit­tel­bar aus der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tu­a­ti­on und ih­ren Kom­po­nen­ten; das Be­zeich­ne­te muss al­so ge­gen­wär­tig sein; gilt ins­be­son­de­re für die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­part­ner selbst
Anaphern „es“, „sie“, „ihm“, „ihnen“ oh­ne Zei­ge­hand­lung ver­wen­det, Ver­weis auf vor­er­wähn­te Ge­gen­stän­de
Eigen­namen „Ludwig“, „Mona Lisa“ kon­ven­ti­o­nell (durch Tauf­akt im wei­tes­ten Sinn) etab­lier­te No­mi­na­to­ren
defi­nite Kenn­zeich­nungen[2] „das Ein­horn“, „das ver­letz­te Ein­horn“, „das Ein­horn, das sein Horn ver­lo­ren hat“ in­di­vi­du­ier­te In­stanz ei­nes be­stimm­ten Typs – ei­ne Des­krip­ti­on „das­je­ni­ge im ak­tu­el­len Dis­kurs­uni­ver­sum, von dem Du weißt, dass es die­se und je­ne Ei­gen­schaft be­sitzt“
ana­phori­sche Kenn­zeich­nungen „sein Ein­horn“ Kom­bi­na­ti­on aus ana­pho­ri­schen und des­krip­ti­ven No­mi­na­to­ren
deikti­sche Kenn­zeich­nungen „dieses Ein­horn“ Kom­bi­na­ti­on aus deik­ti­schen und des­krip­ti­ven No­mi­na­to­ren; gilt als die all­ge­mein­ste Form, aus der sich die an­de­ren For­men ab­lei­ten

Wichtig ist in allen Fällen, dass die jewei­ligen Kommu­nika­tionspart­ner die gemein­ten Gegen­stände bereits kennen und in irgend­einer Form von den ande­ren gera­de aktu­ellen Diskurs­gegen­ständen aus­einan­derhal­ten können. Eine Nomi­nation kann nämlich nur erfolg­reich durchge­führt werden, wenn klar ist, welche Menge von Gegen­ständen über­haupt gera­de zur Auswahl steht, d.h. über welches Diskurs­uni­versum die Kommu­nika­tionspart­ner sich gera­de verstän­digen. Für die deikti­schen Nomi­nations­formen ist sofort klar, dass dies die Äußerungs­situa­tion sein muss, in der sich die Gesprächs­partner befin­den, also genau­er: die Gegen­stände, die sie dort (gemein­sam) wahrneh­men können.[3] Im allge­meinen Fall bezie­hen sich die Nomi­natio­nen auf einen Kontext, der entwe­der impli­zit[4] klar ist oder expli­zit[5] ange­geben wurde.


Bildhafte Nomina­tionen?

Inwiefern ist die Teilhand­lung »Nomi­nation« für die Bildver­wendung rele­vant? Immer­hin reden wir umgangs­sprachlich oft so, dass wir uns mithil­fe eines Bildes einen bestimm­ten Gegen­stand vor Augen (und Geist) führen. Sollte mögli­cherwei­se gar die Nomi­nation die grundle­gende Form des Bildge­brauchs sein? Wäre das der Fall, dann müsste die Nomi­nation jeder Bildver­wendung zu Grunde liegen.

Ab­bil­dung 1: Ein Bei­spiel: „Ist 1936 ge­baut wor­den“

Bei­spiels­wei­se emp­fin­den wir es als nicht un­ge­wöhn­lich, wenn je­mand das Bild ei­ner gro­ßen, rot an­ge­stri­che­nen Hän­ge­brü­cke mit zwei auf­fäl­lig ge­stal­te­ten Pfei­lern prä­sen­tiert (Abb. 1) und da­zu knapp be­merkt: „Ist 1936 ge­baut wor­den.“ Der Bild­zei­chen­akt über­nimmt al­so an­schei­nend die Rol­le der No­mi­na­ti­on; hier gilt eben­so wie bei den rein sprach­li­chen No­mi­na­ti­o­nen, dass auch der pas­si­ve Dis­kurs­part­ner je­nes Ob­jekt be­reits als ge­mein­sam be­kannt ver­ste­hen muss, da er an­sons­ten nicht wüss­te, wo­rauf er die Prä­di­ka­ti­on des Bau­jah­res über­haupt be­zie­hen soll.

Die modale Bild­theorie wider­spricht dieser Ana­lyse der Beispiel­situ­ation: Bei der anschei­nend nomi­nato­risch einge­setzten Abbil­dung der Golden Gate-Brücke eröff­ne das Bild vielmehr einen refe­renti­ellen Kontext mit dem inten­tiona­len Gegen­stand als (poten­tielle) Figur vor einem (poten­tiellen) Grund. Über diesen wird dann (unter der Annah­me, dass das Gegen­über den indi­vidu­ellen Gegen­­stand auch visu­ell erkennt) das nicht wahrnehm­bare Baujahr prädi­ziert. Tatsäch­lich wird ja nicht das gesam­te Bild nomi­nato­risch benutzt – der Himmel, der Ozean, die Insel hinter der Brücke oder ein Boot davor, die eben­falls zu sehen sein mögen, sind in diesem Fall nicht ange­sprochen, obwohl im letzten Fall die ange­gebe­ne Prädi­kation durchaus auch verwend­bar sein könnte. Diese abge­bilde­ten Gegen­stände könnten aber bei Gele­genheit jeweils eben­falls als Figur heraus­gegrif­fen werden (⊳ Gegen­stand der visu­ellen Wahrneh­mung).

Tatsächlich treten, wenn man versucht, Bildver­wendung im Sinne einer der Nomi­nations­arten zu verste­hen, eine Reihe charak­teris­tischer Proble­me auf, die jeweils Beson­derhei­ten der Bildver­wendung unter­streichen können. Im Folgen­den sind diese Proble­me der Situ­ation gegen­über­gestellt, dass eine entspre­chende sprachli­che Nomi­nations­form die Bildprä­senta­tion beglei­tet.

Bilder und deiktische oder ana­phori­sche Aus­drücke

Bilder im Sinne von deikti­schen Aus­drücken zu verwen­den, also etwa an Stelle der Äuße­rung von ‘Dies!’ und zusam­men mit einer (nicht auf das Bild gerich­teten) Zeige­geste, ist nicht recht vorstell­bar, müsste doch der damit gemein­te Gegen­stand dann immer zugleich zuge­gen sein. Man würde diese Präsen­tations­handlun­gen jeden­falls übli­cherwei­se nicht in dem hier inten­dierten Sinn verste­hen.

Für anaphorische Nomina­tion gilt prinzi­piell Ana­loges: Sie können durch Bildver­wendung nicht ersetzt werden. Umge­kehrt kann man aber sehr wohl mit Ana­phern auch ohne Vorer­wähntheit auf abge­bilde­te Gegen­stände sprachlich verwei­sen, eben­so wie dazu ein Demon­strator mit Zeige­geste in Richtung auf das Bild häufig ohne Proble­me verwen­det werden kann.

Bilder und Eigen­namen

Generell wird nicht davon ausge­gangen, dass Bilder wie Eigen­namen funkti­onieren können, da Eigen­namen in einer (mehr oder weni­ger weit gefass­ten) Taufsi­tuation konven­tionell einge­setzt werden müssen. Bei Bildern steht hinge­gen zumindest im Kernbe­reich eine (mehr oder weni­ger starke) nicht-konven­tionel­le Darstel­lungsbe­ziehung im Fokus der Aufmerk­samkeit. Umge­kehrt werden Eigen­namen faktisch häufig mit einer Bildver­wendung in Zusam­menhang gebracht, etwa bei Portraits, Passbil­dern oder der Abbil­dung bekann­ter Bauwer­ke. Wäre die Bildver­wendung im Grunde ana­log einer Nomi­nation per Eigen­name, so würde ein solches Verhal­ten keinen Sinn machen, da entwe­der der sprachli­che oder der bildhaf­te Eigen­name allein bereits ausrei­chen würde, um den Gegen­stand zu iden­tifi­zieren oder aber beide als Nomi­nation jeweils versa­gen.

Bilder und Kennzeich­nungen

Viel näher scheint es hinge­gen zu liegen, Bilder im Sinne von Kennzei­chnungen zu gebrau­chen, wird ein abge­bilde­ter Gegen­stand doch vor allem mithil­fe seiner visu­ellen Eigen­schaften präsen­tiert.

Kennzeichnungstheorien des Bildes sind häufig einge­bettet in Prädi­kationsthe­orien (⊳ Prädi­kation), da jede Kennzeich­nung im Kern auf eine vorgän­gige Prädi­kation zurück­greift (so etwa bei Sachs-Hombach). Ein Gegen­stand werde entspre­chend bildlich iden­tifi­ziert, indem seine bekann­ten visu­ellen Charak­teris­tika verwen­det werden. Wie oben erwähnt wird in einem darstel­lenden Bild aber in der Regel mehr als ein einzel­ner iso­lierter Gegen­stand gezeigt.

Wie schon bei den Eigen­namen werden auch sprachli­che Kennzeich­nungen viel eher im Zusam­menhang von Bildern verwen­det, genau­er: Kennzei­chnungen werden dazu verwen­det, um auf Gegen­stände, die durch die Bildprä­senta­tion medial ins Diskurs­uni­versum einge­führt wurden, verwei­sen zu können und über diese etwas auszu­sagen. Vor allem der Gebrauch deikti­scher Kennzeich­nungen ist in dieser Hinsicht aufschluss­reich: Denn auf was zeigt man eigent­lich, wenn man auf eine Stelle eines Bildträ­gers deutet und dabei eine deikti­sche Kennzeich­nung benutzt, die einen abge­bilde­ten Gegen­stand iden­tifi­ziert? Dass dabei ein einzel­ner, dem Gesprächs­partner als bekannt voraus­gesetz­ter Gegen­stand gemeint ist ergibt sich aus der allge­meinen Funktion der Nomi­nation. Dass dieser gemein­te Gegen­stand als zumin­dest in gewis­sem Sinn anwe­send gelten muss, folgt aus der Verwen­dung der deikti­schen Parti­kel zusam­men mit der Zeige­geste. Genau­er gesagt hat die Verwen­dung des Bildes in diesem Fall also die Funktion, die Kommu­nika­tionssi­tuation um nicht anwe­sende Gegen­stände zu erwei­tern. Es handelt sich demnach um eine Kontext­bildung im Sinne der moda­len Bild­theorie.

Bilder als eigen­ständige Form der Nomi­nation

Offen bleibt derzeit, ob sich mithil­fe von Bildprä­senta­tionen eine ganz eigen­ständi­ge Art der Nomi­nation durchfüh­ren lässt, die nicht mit den Mecha­nismen der sprachli­chen Nomi­natio­nen über­einstimmt. Es müsste dabei um eine Zeichen­teilhand­lung gehen, durch die man, um darüber etwas Weite­res mitzu­teilen, einen dem Gegen­über bereits bekann­ten Gegen­stand in den gemein­samen Fokus der Aufmerk­samkeit rückt, indem man weder konven­tionell verge­bene Symbo­le noch charak­teris­tische Eigen­schaften, weder osten­sive Deixis noch Vorer­wähntheit ausnutzt.

Welche Gegenstände identi­fizieren unge­genständ­liche Bilder?

Unter der Hypothese einer prinzi­piell nomi­nato­rischen Grundver­wendung von Bildern muss auch die Frage geklärt werden, welche Gegen­stände dann eigent­lich mithil­fe von unge­genständ­lichen Bildern iden­tifi­ziert werden. Alles in allem erscheint damit die Nomi­nation als Basis­form der Bildver­wendung wenig über­zeugend (⊳ Seman­tik unge­genständ­licher Bilder).


Nominator, singulärer Ausdruck und Satz­subjekt

Die sprachlichen Ausdrücke, mit deren Hilfe eine Nomi­nation ausge­führt wird, werden ‘Nomi­nato­ren’ genannt. Sie entspre­chen weitge­hend dem, was mit dem älte­ren Ausdruck ‘singu­läre Termi­ni’ bezeich­net wurde, ana­log zu den ‘gene­rellen Termi­ni’ (cf. [Tugend­hat & Wolf 1983a]Tugend­hat, Ernst & Wolf, Ursula (1983).
Logisch-seman­tische Propä­deutik. Stutt­gart: Reclam, (revid. 1986).

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und [Tugend­hat 1976a]Tugend­hat, Ernst (1976).
Vorle­sungen zur Einfüh­rung in die sprach­ana­lyti­sche Philo­sophie. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.

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). Der Ausdruck ‘Nomi­nator’ wurde einge­führt in [Lorenz 1970a]Lorenz, Kuno (1970).
Ele­mente der Sprach­kritik – Eine Alter­nati­ve zum Dogma­tismus und Skepti­zismus in der Ana­lyti­schen Philo­sophie. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.

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: S. 214 insbe­sonde­re mit dem Ziel, eine klare­re Unter­scheidung zu erhal­ten zwischen logi­scher und lingu­isti­scher Ana­lyse.[6]

Obwohl mit dem Satzsubjekt in aller Regel eine Nomi­nation ausge­führt wird, gibt es Ausnah­men: die Sätze mit unper­sönlich gebrauch­tem ‘es’, wie in ‘es regnet’. Diese bilden daher im enge­ren Sinn auch keine Propo­siti­onen.

Anmerkungen
  1. Sie­he hier­zu auch Wi­ki­pe­dia: Dis­kurs­uni­ver­sum.
  2. Sie­he auch Wi­ki­pe­dia: Kenn­zeich­nung.
    Indefi­nite Kennzeich­nungen („ein Einhorn“) erfül­len in aller Regel keine nomi­nato­rische sondern prädi­kato­rische Funktion.
  3. Dar­über hin­aus kön­nen deik­ti­sche Aus­drü­cke und die zu­ge­hö­ri­gen Zei­ge­ges­ten auch in ei­nem wei­te­ren Sinn ver­wen­det werden. Dann kön­nen die Zei­ge­ges­ten und der da­mit ver­bun­de­ne De­mon­stra­tor auf ei­nen le­dig­lich vor­ge­stell­ten oder auch ab­strak­ten Ge­gen­stand ver­wei­sen, al­ler­dings im­mer noch so, als wä­re der in der ak­tu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tu­a­ti­on kon­kret zu­ge­gen.
    Sie­he auch Wi­ki­pe­dia: Dei­xis.
  4. Ne­ben der un­mit­tel­ba­ren Äu­ße­rungs­si­tu­a­ti­on er­gibt sich als Stan­dard­fall bei ei­ner Fol­ge von Aus­sa­gen der Kon­text ei­ner Aus­sa­ge, falls nichts an­de­res aus­drück­lich er­wähnt wird, aus dem Kon­text der vo­ran­ge­hen­den Aus­sa­ge.
  5. Ne­ben aus­drück­li­chen Ver­wei­sen auf einen Kon­text, et­wa in Form von Orts- und Zeit­an­ga­ben (‘in Pa­ris vor dem Tor der Bas­tille am 14. Ju­li 1789’, als Satz­ad­verb) oder Me­dien­an­ga­ben (‘in dem Film «Ver­ti­go» von Hitch­cock’, als Satz­ad­verb), lie­fern bei­spiels­wei­se auch die Tem­pus­an­ga­ben den ge­mein­ten Kon­text­be­zug.
  6. Vgl. hier­zu auch Wi­ki­pe­dia: No­mi­na­tor (Lo­gik).
Literatur                             [Sammlung]

[Gerhar­dus et al. 1975a]: Gerhar­dus, Diet­fried; Kledzik, Silke M. & Reitzig, Gerd H. (1975). Schlüs­si­ges Argu­mentie­ren – Logisch-propä­deuti­sches Lehr- und Arbeits­buch. Göttin­gen: Vanden­hoeck & Ruprecht.

[Harth 2001a]: Harth, Manfred (2001). Be­zug­nahme bei Bildern. In: Sachs-Hom­bach, K. (Hg.): Bildhan­deln: Inter­diszi­plinä­re Forschun­gen zur Pragma­tik bildhaf­ter Darstel­lungsfor­men. Köln: Halem, S. 41-53. [Kamlah & Loren­zen 1973a]: Kamlah, Wilhelm & Loren­zen, Paul (1973). Lo­gi­sche Pro­pä­deutik. Vor­schu­le des ver­nünf­tigen Redens. München: BI Wis­sen­schafts­ver­lag. [Lorenz 1970a]: Lorenz, Kuno (1970). Ele­mente der Sprach­kritik – Eine Alter­nati­ve zum Dogma­tismus und Skepti­zismus in der Ana­lyti­schen Philo­sophie. Frank­furt/M.: Suhr­kamp. [Sachs-Hombach 2003a]: Sachs-​Hom­bach, Klaus (2003). Das Bild als kommu­nika­tives Medium. Ele­mente einer allge­meinen Bild­wissen­schaft. Köln: Halem. [Tugend­hat & Wolf 1983a]: Tugend­hat, Ernst & Wolf, Ursula (1983). Logisch-seman­tische Propä­deutik. Stutt­gart: Reclam, (revid. 1986). [Tugend­hat 1976a]: Tugend­hat, Ernst (1976). Vorle­sungen zur Einfüh­rung in die sprach­ana­lyti­sche Philo­sophie. Frank­furt/M.: Suhr­kamp.


Hilfe: Nicht angezeigte Literaturangaben

Ausgabe 1: 2013

Verantwortlich:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra [34], Klaus Sachs-Hombach [3] und Emilia Didier [1] — (Hinweis)