Sprach-Bild-Bezüge: Unterschied zwischen den Versionen

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==Begriffsbestimmung und Teilaspekte==
 
==Begriffsbestimmung und Teilaspekte==
  
Sprache-Bild-Bezüge sind alle in der Produktion von semiotischen Objekten angelegten/konstruierten und in ihrer Rezeption interpretierbaren Zusammenhänge semantischer, formaler und funktionaler Art, die zwischen sprachlichen Zeichen (Wörtern, Sätzen, Texten) und visuellen Elementen von Bildern jedweder Art in medial geprägten Gesamttexten ent– bzw. bestehen und funktionieren. Sprache-Bild-Bezüge markieren eine prominente Art der „intermodalen Kohärenz“ (<bib id='Stöckl 2011a'></bib>). Ihre Beschreibung stößt vor allem deswegen auf Schwierigkeiten, weil – im Unterschied zu Sprache – die distinkten formalen Elemente oder Aussageeinheiten in Bildern nicht klar definiert sind. Verweist eine sprachliche Aussage auf eine visuelle Gestalt, eine einzelne Form, Farben, im Bild dargestellte Sachverhalte, Aussageinhalte oder den Herstellungs- oder Verwendungskontext eines Bildes? In einer Sprache-Bild-Kombination begegnen sich also zwei in semiotisch-semantischer, perzeptueller und pragmatischer Hinsicht ungleiche Partner: arbiträre Zeichendistinktheit, linear-kombinatorische Grammatik, langsame, sukzessive und impaktschwache Perzeption sowie eine semantische und illokutive Flexibilität der Sprache stehen ikonischem, wahrnehmungsnahem Zeichenfluss, einer integrativ-räumlichen Grammatik, ganzheitlicher und gedächtniseffektiver Wahrnehmung sowie einer semantischen Unterdeterminiertheit/Vagheit und illokutiven Schwäche des Bildes gegenüber (<bib id='Stöckl 2009a'></bib>: S. 6ff.).
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Sprache-Bild-Bezüge sind alle in der Produktion von semiotischen Objekten angelegten/konstruierten und in ihrer Rezeption interpretierbaren Zusammenhänge semantischer, formaler und funktionaler Art, die zwischen sprachlichen Zeichen (Wörtern, Sätzen, Texten) und visuellen Elementen von Bildern jedweder Art in medial geprägten Gesamttexten ent- bzw. bestehen und funktionieren. Sprache-Bild-Bezüge markieren eine prominente Art der „intermodalen Kohärenz“ (<bib id='Stöckl 2011a'></bib>). Ihre Beschreibung stößt vor allem deswegen auf Schwierigkeiten, weil – im Unterschied zur Sprache – die distinkten formalen Elemente oder Aussageeinheiten in Bildern nicht klar definiert sind. Verweist eine sprachliche Aussage auf eine visuelle Gestalt, eine einzelne Form, Farben, im Bild dargestellte Sachverhalte, Aussageinhalte oder den Herstellungs- oder Verwendungskontext eines Bildes? In einer Sprache-Bild-Kombination begegnen sich also zwei in semiotisch-semantischer, perzeptueller und pragmatischer Hinsicht ungleiche Partner: arbiträre Zeichendistinktheit, linear-kombinatorische Grammatik, langsame, sukzessive und impaktschwache Perzeption sowie eine semantische und illokutive Flexibilität der Sprache stehen ikonischem, wahrnehmungsnahem Zeichenfluss, einer integrativ-räumlichen Grammatik, ganzheitlicher und gedächtniseffektiver Wahrnehmung sowie einer semantischen Unterdeterminiertheit/Vagheit und illokutiven Schwäche des Bildes gegenüber (<bib id='Stöckl 2009a'></bib>: S. 6ff.).
 
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Die Bezüge zwischen Sprache und Bild sind in unterschiedlicher Weise konzeptualisiert worden. Die Metapher ‚Wort-Bild-Reißverschluss’ (<bib id='Holly 2009a'></bib>) betont das komplementäre Ineinandergreifen der beiden semiotischen Ressourcen (vgl. ‚inter-semiotic complementarity’, <bib id='Royce 1998a'></bib>). Wechselseitige ‚Überschreibung’ (<bib id='Holly 2010a'></bib>), ‚Relektüre’ und ‚Transkription’ (<bib id='Jäger 2002a'></bib>, <bib id='Jäger 2008a'></bib>; <bib id='Holly & Jäger 2011a'></bib>) fokussieren die aktive  Sinnstiftung des interpretierenden Rezipienten, der das Bild nur „lesen“ kann, indem er den sprachlichen Text zur Hilfe nimmt und umgekehrt. Mit ‚Kontaktstelle’ (<bib id='Stöckl 1992a'></bib>) oder ‚edit point’ (<bib id='Leeuwen 2005a'></bib>) wird die Tatsache benannt, dass sich die Bezüge auf bestimmte Teile einer multimodalen Textur konzentrieren, an denen Sprache und Bild in intendierter Weise zusammenführend montiert werden, um semantisch-pragmatische Brücken und rhetorische Effekte herzustellen.
 
Die Bezüge zwischen Sprache und Bild sind in unterschiedlicher Weise konzeptualisiert worden. Die Metapher ‚Wort-Bild-Reißverschluss’ (<bib id='Holly 2009a'></bib>) betont das komplementäre Ineinandergreifen der beiden semiotischen Ressourcen (vgl. ‚inter-semiotic complementarity’, <bib id='Royce 1998a'></bib>). Wechselseitige ‚Überschreibung’ (<bib id='Holly 2010a'></bib>), ‚Relektüre’ und ‚Transkription’ (<bib id='Jäger 2002a'></bib>, <bib id='Jäger 2008a'></bib>; <bib id='Holly & Jäger 2011a'></bib>) fokussieren die aktive  Sinnstiftung des interpretierenden Rezipienten, der das Bild nur „lesen“ kann, indem er den sprachlichen Text zur Hilfe nimmt und umgekehrt. Mit ‚Kontaktstelle’ (<bib id='Stöckl 1992a'></bib>) oder ‚edit point’ (<bib id='Leeuwen 2005a'></bib>) wird die Tatsache benannt, dass sich die Bezüge auf bestimmte Teile einer multimodalen Textur konzentrieren, an denen Sprache und Bild in intendierter Weise zusammenführend montiert werden, um semantisch-pragmatische Brücken und rhetorische Effekte herzustellen.
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Bucher (<bib id='Bucher2010a'></bib>: 123-138) kritisiert in seinem Überblick über verfügbare Ansätze zur Multimodalität deren überwiegend repräsentationale Auffassung von der Semantik der Zeichen und ihre statisch-normative Ausrichtung. Sprache-Bild-Bezüge also an der fixen Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken und Bildelementen oder an den strukturellen Ressourcen ihrer Verknüpfung zu „messen“ wäre demnach unzureichend. Er reklamiert die aktive Rolle des Rezipienten, der in einer Interaktion mit dem Kommunikationsangebot Sinn aus Sprache und Bild in Kontext und Situation generiert. Wichtig für eine Beschreibung von Sprache-Bild-Bezügen wäre es demnach, die wechselseitige Kontextualisierung von Sprache und Bild im Rahmen größerer kommunikativer Handlungsmuster zu erfassen. Wie dies allerdings jenseits hermeneutischer Hypothesen aufgrund der Textprodukte empirisch geschehen kann, ist auch in der Rezpetionsforschung noch nicht ganz klar (s. dazu <bib id='Bucher 2011a'></bib>). In jedem Falle scheint die Untersuchung von stark konventionalisierten Sprache-Bild-Texten (<bib id='Stöckl 2004a'></bib>: 111ff.) sinnvoll, denn hier können Handlungsmuster beschrieben werden, die sprachlich wie bildlich konstituiert sind und rekurrente intersemiotische Strukturen aufweisen. Ansätze für z.B. Nachrichten- und Werbefilme finden sich u.a. in <bib id='Holly 2007a'></bib>, 2010, 2011; <bib id='Stöckl 2003a'></bib>, 2011 und <bib id='Schneider & Stöckl 2011a'></bib>.
 
Bucher (<bib id='Bucher2010a'></bib>: 123-138) kritisiert in seinem Überblick über verfügbare Ansätze zur Multimodalität deren überwiegend repräsentationale Auffassung von der Semantik der Zeichen und ihre statisch-normative Ausrichtung. Sprache-Bild-Bezüge also an der fixen Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken und Bildelementen oder an den strukturellen Ressourcen ihrer Verknüpfung zu „messen“ wäre demnach unzureichend. Er reklamiert die aktive Rolle des Rezipienten, der in einer Interaktion mit dem Kommunikationsangebot Sinn aus Sprache und Bild in Kontext und Situation generiert. Wichtig für eine Beschreibung von Sprache-Bild-Bezügen wäre es demnach, die wechselseitige Kontextualisierung von Sprache und Bild im Rahmen größerer kommunikativer Handlungsmuster zu erfassen. Wie dies allerdings jenseits hermeneutischer Hypothesen aufgrund der Textprodukte empirisch geschehen kann, ist auch in der Rezpetionsforschung noch nicht ganz klar (s. dazu <bib id='Bucher 2011a'></bib>). In jedem Falle scheint die Untersuchung von stark konventionalisierten Sprache-Bild-Texten (<bib id='Stöckl 2004a'></bib>: 111ff.) sinnvoll, denn hier können Handlungsmuster beschrieben werden, die sprachlich wie bildlich konstituiert sind und rekurrente intersemiotische Strukturen aufweisen. Ansätze für z.B. Nachrichten- und Werbefilme finden sich u.a. in <bib id='Holly 2007a'></bib>, 2010, 2011; <bib id='Stöckl 2003a'></bib>, 2011 und <bib id='Schneider & Stöckl 2011a'></bib>.
 
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==Bezüge zu anderen Begrifflichkeiten==
 
==Bezüge zu anderen Begrifflichkeiten==

Version vom 16. September 2013, 11:19 Uhr

Hauptpunkt zu: Bild und Sprache


Größere Zusammenhänge und Kontext

Kommunikation erfolgt, wenn überhaupt, selten ausschließlich mit Hilfe nur eines Zeichensystems. So ist der Gebrauch gesprochener Sprache (Rede) von Mimik, Gestik, Körperhaltung, Prosodie und Intonation wie auch von der geteilten Wahrnehmung von Objekten im Raum und ihrer Manipulation (empraktische Kommunikation) begleitet. Deiktische Verweise binden die Rede an Ort, Zeit, Personen und Raum und aktualisieren sie im Kontext. Geschriebene Sprache (Schrift) hat immer eine typographische Form und ein Layout, die eine visuelle Ausdrucksressource über die Aufzeichnung von Lautsprache hinaus darstellen. Schrift wird zudem auf semiotische Objekte aufgebracht, die dem Text zusätzliche Bedeutung verleihen. Nicht selten ist sie von Bildern oder Graphischem begleitet, das auf die Sprache Bezug nimmt. In audiovisuellen Medien potenziert sich die Möglichkeit des Bezugs zwischen Sprache und anderen semiotischen Ressourcen: Filme koppeln gesprochene Sprache mit bewegtem Bild, Ton (Musik, Geräusch) und Schrift.

Sprache-Bild-Bezüge sind also nur eine spezifische Art semiotischer und medialer Multimodalität, die daher naturgemäß eine Interdisziplin darstellt und bislang wissenschaftlich wenig erforscht ist. Die in den Einzelwissenschaften vorhandene Tendenz zur Isolierung ihrer Untersuchungsobjekte hat eine Beforschung multisemiotischer Objekte erschwert. So schreibt [Holly 2009a]Literaturangabe fehlt.
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: 389) für die Sprachwissenschaft: „Manche Wissenschaftler haben ihren Gegenstand am liebsten pur. Damit man ihn sorgfältig studieren kann, wird er freigelegt, herauspräpariert, von allem störenden Drumherum befreit, haltbar gemacht, zur besseren Betrachtung aufbereitet und fixiert. Für einen Sprachwissenschaftler, der ungestört vorgehen will, heißt das, er will "Sprache pur". Analog dazu sind auch die Bildwissenschaften ([Sachs-Hombach 2005a]Literaturangabe fehlt.
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, [Sachs-Hombach 2005b]Literaturangabe fehlt.
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) in der Regel am ‚Bild pur’ interessiert. Nur langsam beginnt sich dies im Rahmen einer Multimodalitätsforschung ([Kress & Leeuwen 2001a]Literaturangabe fehlt.
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, [Leeuwen 2005a]Literaturangabe fehlt.
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, [Jewitt 2009a]Literaturangabe fehlt.
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, [Ventola et al. 2009a]Literaturangabe fehlt.
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, [Kress 2010a]Literaturangabe fehlt.
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), und einer dem Bild und anderen semiotischen Ressourcen aufgeschlossenen Text- und Diskurslinguistik ([Stöckl 2004a]Literaturangabe fehlt.
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, [Diekmannshenke et al. 2010a]Literaturangabe fehlt.
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) zu ändern.

Aber auch die Beschäftigung mit entweder Bild oder Sprache allein bringt letztlich die Notwendigkeit einer Berücksichtigung des jeweils anderen Zeichensystems bereits mit sich. Dies liegt am ambivalenten ontologischen Status von Bild und Sprache. So hat Sprache eine elementare und starke bildliche Komponente: Sie verfügt über anschauungsorientierte Wörter und Ausdrücke, evoziert mentale Bilder und konfiguriert mit Metaphern und ähnlichen rhetorischen Techniken Wörter zu übertragenen, nicht-literalen Bedeutungen, denen oft ein bildliches oder bildhaftes Element eigen ist. Bilder wiederum funktionieren in vielerlei Hinsicht wie Sprache: Ihre Elemente sind innerhalb eines Genres konventionalisiert, wir lesen sie als Zeichen mit mehr oder weniger fixen Bedeutungen; vor allem ihr nicht-abbildender, abstrake Sachverhalte ausdrückender Charakter wird so ermöglicht. Zudem sind die Grenzen zwischen Schrift und Bild auch formal fließend. Typopiktoriale Gestaltungen geben Schrift Bildcharakter ([Stöckl 2004b]Literaturangabe fehlt.
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: S. 35ff., [Stöckl 2005a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 206ff., [Stöckl 2008a]Literaturangabe fehlt.
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: 15ff.); Piktogramme oder Icons ([Christian 2009a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 21-61) rücken Bilder in starke Nähe zum sprachlichen Zeichen.

In historischer Sicht sind die Bezüge zwischen Sprache und Bild ohnehin eng. Beide scheinen aus gestischer Kommunikation entstanden zu sein, piktoriale Entäußerung scheint der schriftsprachlichen vorauszugehen und Aufschreibesysteme mischen von Beginn an bildliche und symbolische Elemente. Zusammenfassend also müssen die Bezüge, die zwischen Sprache und Bild in kommunikativer, semiotisch-ontologischer sowie kognitiver und historischer Perspektive bestehen, als zwingend bzw. notwendig beschrieben werden.

Begriffsbestimmung und Teilaspekte

Sprache-Bild-Bezüge sind alle in der Produktion von semiotischen Objekten angelegten/konstruierten und in ihrer Rezeption interpretierbaren Zusammenhänge semantischer, formaler und funktionaler Art, die zwischen sprachlichen Zeichen (Wörtern, Sätzen, Texten) und visuellen Elementen von Bildern jedweder Art in medial geprägten Gesamttexten ent- bzw. bestehen und funktionieren. Sprache-Bild-Bezüge markieren eine prominente Art der „intermodalen Kohärenz“ ([Stöckl 2011a]Literaturangabe fehlt.
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). Ihre Beschreibung stößt vor allem deswegen auf Schwierigkeiten, weil – im Unterschied zur Sprache – die distinkten formalen Elemente oder Aussageeinheiten in Bildern nicht klar definiert sind. Verweist eine sprachliche Aussage auf eine visuelle Gestalt, eine einzelne Form, Farben, im Bild dargestellte Sachverhalte, Aussageinhalte oder den Herstellungs- oder Verwendungskontext eines Bildes? In einer Sprache-Bild-Kombination begegnen sich also zwei in semiotisch-semantischer, perzeptueller und pragmatischer Hinsicht ungleiche Partner: arbiträre Zeichendistinktheit, linear-kombinatorische Grammatik, langsame, sukzessive und impaktschwache Perzeption sowie eine semantische und illokutive Flexibilität der Sprache stehen ikonischem, wahrnehmungsnahem Zeichenfluss, einer integrativ-räumlichen Grammatik, ganzheitlicher und gedächtniseffektiver Wahrnehmung sowie einer semantischen Unterdeterminiertheit/Vagheit und illokutiven Schwäche des Bildes gegenüber ([Stöckl 2009a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 6ff.).

Die Bezüge zwischen Sprache und Bild sind in unterschiedlicher Weise konzeptualisiert worden. Die Metapher ‚Wort-Bild-Reißverschluss’ ([Holly 2009a]Literaturangabe fehlt.
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) betont das komplementäre Ineinandergreifen der beiden semiotischen Ressourcen (vgl. ‚inter-semiotic complementarity’, [Royce 1998a]Literaturangabe fehlt.
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). Wechselseitige ‚Überschreibung’ ([Holly 2010a]Literaturangabe fehlt.
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), ‚Relektüre’ und ‚Transkription’ ([Jäger 2002a]Literaturangabe fehlt.
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, [Jäger 2008a]Literaturangabe fehlt.
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; [Holly & Jäger 2011a]Literaturangabe fehlt.
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) fokussieren die aktive Sinnstiftung des interpretierenden Rezipienten, der das Bild nur „lesen“ kann, indem er den sprachlichen Text zur Hilfe nimmt und umgekehrt. Mit ‚Kontaktstelle’ ([Stöckl 1992a]Literaturangabe fehlt.
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) oder ‚edit point’ ([Leeuwen 2005a]Literaturangabe fehlt.
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) wird die Tatsache benannt, dass sich die Bezüge auf bestimmte Teile einer multimodalen Textur konzentrieren, an denen Sprache und Bild in intendierter Weise zusammenführend montiert werden, um semantisch-pragmatische Brücken und rhetorische Effekte herzustellen.

Sowohl in historischer Perspektive als auch mit Blick auf gegenwärtige Praktiken des Sprache-Bild-Bezugs fällt eine strukturelle Dreiteilung auf. Sie ist wohl zuerst im Zusammenhang mit dem klassischen Emblem beschrieben worden, das aus Lemma, Icon und Epigramm besteht ([Büttner & Gottdank 2009a]Literaturangabe fehlt.
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, [Eddiks 2004a]Literaturangabe fehlt.
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). Moderne Werbeanzeigen und andere Gebrauchstextsorten (z.B. Zeitungsartikel oder Infographiken) weisen die gleiche Trias auf, indem sie ein Bild mit einer Überschrift/Unterschrift und einem eigentlichen Text versehen. Das Rätselhafte eines Emblems entspricht in gewisser Weise dem unterdeterminiert Kryptischem manch moderner Anzeige. Das Bild unterhält also einen zweifachen Bezug zur Sprache: Zum einen benennt eine Art Titel oder Kernbegriff (Lemma) den Bildinhalt und stellt ihn so in einen semantischen Kontext, zum anderen ermöglicht ein längerer, erklärender Begleittext (Epigramm) vielfache und komplexere Verknüpfungen bzw. Zusammenhänge zwischen Teilen des Bildes und Aussagen des Sprachtexts. Dieses konventionalisierte strukturelle Muster hat offenbar große kommunikationspragmatische Vorzüge; es sichert das Verständnis eines inhärent mehrdeutigen und polyvalenten Bildes durch sprachliche Kommentierung und Kontextualisierung. Sprache und Bild ergänzen sich wechselseitig bzw. machen sich gegenseitig „lesbar“.

Für die Entwicklung einer Methodik der Analyse und Beschreibung von Sprache-Bild-Bezügen ist Barthes’ (1977) Arbeit ‚Die Rhetorik des Bildes’ (orig. 1964) maßgeblich gewesen. Hier gilt Sprache als Mittel der Disambiguierung des Bildes, das Barthes als „series of discontinuous signs“ ([Barthes 1977a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 34) oder als „floating chain of signifieds“ (ibid.: S. 39) betrachtet und dem er inhärente Polysemie bescheinigt. Sprachtexten kommt die Funktion zu, die Signifikate der Bildzeichen festzulegen und wichtige Denotate des Bildes zu nennen (‚anchorage’). Bildbegleittexte fixieren also letztlich die denotativen (literale) und konnotativen (‚cultural’, ‚coded’, ‚symbolic’) Bedeutungen des Bildes. Ebenso vermag das Bild in komplementärer Weise zur Gesamtbedeutung des Sprache-Bild-Bezugs beizutragen (‚relay’); hier entsteht die Botschaft auf einer übersummativen, „höheren“ Ebene eines Sprache-Bild-Syntagmas.

Seitdem haben sich verschiedene methodische Zugänge zu Sprache-Bild-Bezügen entwickelt (s. [Stöckl 2009a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 11f.). Einige, wie die frühen, auf rhetorischen Operationen aufbauenden Ansätze ([Bonsiepe 1968a]Literaturangabe fehlt.
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, [Durand 1987a]Literaturangabe fehlt.
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, [Gaede 1981a]Literaturangabe fehlt.
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, [Doelker 2007a]Literaturangabe fehlt.
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) verlieren sich in Benennungsdetails und zu feinen Unterschieden von kognitiv letztlich gleichartigen Verknüpfungsleistungen. Andere generalisieren zu stark und beschäftigen sich vordergründig damit, in welchen allgemeinen Verhältnissen die Informationen aus Bild und Sprache zueinander stehen können ([Spillner 1982a]Literaturangabe fehlt.
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, [Nöth 2000a]Literaturangabe fehlt.
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). Balancierter sind methodische Zugriffe, die auf mehreren Verknüpfungsebenen operieren ([Geiger & Henn-Memmesheimer 1998a]Literaturangabe fehlt.
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, [Leeuwen 2005a]Literaturangabe fehlt.
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, [Martinec & Salway 2005a]Literaturangabe fehlt.
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, [Stöckl 2009b]Literaturangabe fehlt.
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). Zumindest drei Ebenen, auf denen Sprache-Bild-Bezüge Musterhaftigkeit zeigen, sind: räumlich-syntaktische Muster, d.h. positionale und sequentielle Verhältnisse zwischen Sprache und Bild im Gesamttext; inhaltsbezogene Muster, die modellieren, wie sich sprachliche und bildliche Inhalte zueinander verhalten – also z.B. Extension und Elaboration; und schließlich rhetorisch-logische Muster, denen daran gelegen ist, die funktional-pragmatische und kognitive Verknüpftheit von Sprache und Bild dingfest zu machen ([Stöckl 2009b]Literaturangabe fehlt.
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: S. 213ff.).

Zentral für die Beschreibung der Bezüge zwischen Sprache und Bild sind semantische Relationen (auch paradigmatische Bedeutungsbeziehungen genannt) wie Synonymie, Antonymie, Meronymie oder Hyperonymie etc. ([Löbner 2003a]Literaturangabe fehlt.
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: 116ff.). Sie eignen sich dazu, an den ‚Kontaktstellen’ oder ‚edit points’ angelegte Bedeutungsbeziehungen zwischen sprachlichen Ausdrücken und Bildelementen zu klassifizieren. Diese Methode ist insbesondere in den von der Funktionalen Grammatik ([Halliday 1996a]Halliday, Michael A.K. (1996).
Language as a Social Semiotic.
In The Communication Theory Reader, 359-383.

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) beeinflussten Arbeiten zum Bild ([Kress & Leeuwen 1996a]Literaturangabe fehlt.
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) und zu Sprache-Bild-Bezügen ([Royce 1998a]Literaturangabe fehlt.
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) verwendet worden. Hier liegt die Vorstellung zugrunde, dass – so wie sprachliche Strukturen sozio-pragmatischen Zwecken gehorchen – auch Bildstrukturen funktional bedingt sind. Verglichen wird dann, welche Funktionen Sprache und Bild mit welchen Mitteln bewerkstelligen und wie sie sich diese Aufgaben in Sprache-Bild-Texten teilen.

Bucher ([Bucher2010a]Literaturangabe fehlt.
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: 123-138) kritisiert in seinem Überblick über verfügbare Ansätze zur Multimodalität deren überwiegend repräsentationale Auffassung von der Semantik der Zeichen und ihre statisch-normative Ausrichtung. Sprache-Bild-Bezüge also an der fixen Bedeutung von sprachlichen Ausdrücken und Bildelementen oder an den strukturellen Ressourcen ihrer Verknüpfung zu „messen“ wäre demnach unzureichend. Er reklamiert die aktive Rolle des Rezipienten, der in einer Interaktion mit dem Kommunikationsangebot Sinn aus Sprache und Bild in Kontext und Situation generiert. Wichtig für eine Beschreibung von Sprache-Bild-Bezügen wäre es demnach, die wechselseitige Kontextualisierung von Sprache und Bild im Rahmen größerer kommunikativer Handlungsmuster zu erfassen. Wie dies allerdings jenseits hermeneutischer Hypothesen aufgrund der Textprodukte empirisch geschehen kann, ist auch in der Rezpetionsforschung noch nicht ganz klar (s. dazu [Bucher 2011a]Literaturangabe fehlt.
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). In jedem Falle scheint die Untersuchung von stark konventionalisierten Sprache-Bild-Texten ([Stöckl 2004a]Literaturangabe fehlt.
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: 111ff.) sinnvoll, denn hier können Handlungsmuster beschrieben werden, die sprachlich wie bildlich konstituiert sind und rekurrente intersemiotische Strukturen aufweisen. Ansätze für z.B. Nachrichten- und Werbefilme finden sich u.a. in [Holly 2007a]Literaturangabe fehlt.
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, 2010, 2011; [Stöckl 2003a]Literaturangabe fehlt.
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, 2011 und [Schneider & Stöckl 2011a]Literaturangabe fehlt.
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.

Bezüge zu anderen Begrifflichkeiten

Sprache-Bild-Bezüge werfen eine Reihe von grundlegenden Fragestellungen auf, die anderswo im Glossar behandelt werden. Aufgrund der Überlappungen von Sprache und Bild verweisen Sprache-Bild-Bezüge auf Typographie (⊳ Schriftbildlichkeit) aber auch auf sprachnahe Bildtypen (⊳ Bildverwendungstypen) wie z.B. Piktogramme. Zur Bildlichkeit von Sprache gehören Metaphern; und Sprache-Bild-Bezüge involvieren eine Reihe von rhetorischen Operationen (⊳ Bild und rhetorische Figur). Da die Theoretisierung von Sprache-Bild-Bezügen vor allem von zentralen Auffassungen zur Bildbedeutung oder zum Bildinhalt abhängt, gibt es auch Querverweise zu generellen Fragen der Zeichentheorie des Bildes (⊳ Bilder als Zeichen, ⊳ Zeichentheorien: Übersicht). Noch genereller ist der Zusammenhang von Sprache-Bild-Bezügen und Medien (⊳ Bilder als Medien), der zum Tragen kommt, weil einige Autoren Sprache-Bild-Bezüge als intermediale Transkriptionen sehen (⊳ Medientheorien: Übersicht) und diese in Medientexten vorkommen.


Anmerkungen
Literatur                             [Sammlung]

[Barthes 1977a]:
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[Bonsiepe 1968a]:
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[Bucher2010a]:
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[Bucher 2011a]:
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[Büttner & Gottdank 2009a]:
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[Christian 2009a]:
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[Diekmannshenke et al. 2010a]:
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[Doelker 2007a]:
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[Durand 1987a]:
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[Eddiks 2004a]:
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[Gaede 1981a]:
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[Geiger & Henn-Memmesheimer 1998a]:
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[Halliday 1996a]: Halliday, Michael A.K. (1996). Language as a Social Semiotic. In: Cobley, Paul (Hg.): The Communication Theory Reader. London: Routledge, S. 359-383.

[Holly & Jäger 2011a]:
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[Holly 2007a]:
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[Holly 2009a]:
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[Holly 2010a]:
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[Jewitt 2009a]:
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[Jäger 2002a]:
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[Jäger 2008a]:
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[Kress & Leeuwen 1996a]:
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[Kress & Leeuwen 2001a]:
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[Kress 2010a]:
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[Leeuwen 2005a]:
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[Löbner 2003a]:
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[Martinec & Salway 2005a]:
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[Nöth 2000a]:
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[Royce 1998a]:
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[Sachs-Hombach 2005a]:
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[Sachs-Hombach 2005b]:
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[Schneider & Stöckl 2011a]:
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[Spillner 1982a]:
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[Stöckl 1992a]:
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[Stöckl 2003a]:
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[Stöckl 2004a]:
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[Stöckl 2004b]:
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[Stöckl 2005a]:
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[Stöckl 2008a]:
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[Stöckl 2009a]:
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[Ventola et al. 2009a]:
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Verantwortlich:

Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra [42], Hartmut Stöckl [14] und Klaus Sachs-Hombach [2] — (Hinweis)