Fachkonferenz "Ursprünge der Bilder" - Call for Papers
Mittwoch, den 15. September 2010 um 11:27 Uhr

Call für den wissenschaftlichen Nachwuchs

Internationale Fachkonferenz

Ursprünge der Bilder

Anthropologische Diskurse in der Bildwissenschaft

Wer über Bilder redet, spricht immer auch von denen, die Bilder nutzen, und damit insbesondere auch von der Fähigkeit, Bilder nutzen zu können. Die Bildkompetenz ist dabei, soweit wir wissen, keine bei auch nur den höher entwickelten Tieren verbreitete Fähigkeit. So stellt sich die nach wie vor offene Frage, inwiefern dieses Können ein spezifisch anthropologisches ist. Die erste internationale Fachkonferenz der Gesellschaft für Bildwissenschaft wird diese Thematik vom genauer in den Blick nehmen. Im interdisziplinären Brückenschlag zwischen philosophischer Anthropologie, Kulturanthropologie, Paläoanthropologie und Entwicklungspsychologie soll dabei den Fragen nach den Anfängen der Bilder und nach ihrer Rolle für die conditio humana nachgegangen werden.

Die Fachkonferenz "Ursprünge der Bilder" wird vom 30. März (Mittwoch) bis zum 1. April (Freitag) 2011 an der Technischen Universität Chemnitz stattfinden. Sie verfolgt das Ziel, (1) empirische Befunde zu den Ursprüngen der Bildverwendung insbesondere aus der paläoanthropologischen und archäologischen, der kulturanthropologischen und der entwicklungspsychologischen Forschung vorzustellen; (2) theoretische Betrachtungen zu den Bedingungen der Möglichkeit einer Genese von Bildkompetenz in der reflexiven Auseinandersetzung mit den empirischen Untersuchungen und auf ihre methodologische Stringenz für eine bildphilosophisch fundierte philosophische Anthropologie zu beleuchten; (3) zu prüfen, wie sich die These von der Bildkompetenz als spezifischer anthropologischer Differenz in rationaler Weise verteidigen (oder widerlegen) lässt und welche Folgen das für die empirischen wie philosophischen Anthropologien hat.

Im Rahmen der Fachkonferenz soll auch Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Forschungsarbeiten einem interdisziplinär zusammengesetzten Fachpublikum vorzustellen. Insbesondere sollen dabei neue Perspektiven für die Beschäftigung mit dem eigenen Forschungsthema eröffnet werden, die sich aus der Auseinandersetzung mit Vertretern anderer Fachdisziplinen zu Forschungsmethoden, theoretischen Ansätzen und empirischen Befunden der Bildwissenschaft ergeben. Für die Vorstellung der eigenen Arbeiten ist im Rahmen der Fachkonferenz ein eigenes Zeitfenster vorgesehen. Wünschenswert ist eine Präsentation der Arbeiten in englischer Sprache. Der Doktorandentag und die hierfür vorgesehene Publikation  werden gemeinsam von Ronny Becker, Jörg R. J. Schirra und Klaus Sachs-Hombach betreut.

Die Einreichung eines Beitrags zur Fachkonferenz erfolgt in Form eines Abstracts (max. 300 Wörter, vorzugsweise in englisch), in dem Ziele, Inhalte, Methoden und – wenn bereits vorhanden – Ergebnisse der eigenen Arbeit beschrieben werden. Die Beiträge sollten bis zum 15.1.2011 per Email an Klaus Sachs-Hombach ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) geschickt werden.