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Call für ein multidisziplinäres Doktorandenkolloquium (25.11.04)
Dienstag, den 06. Juli 2004 um 12:56 Uhr
Bilder spielen mittlerweile in fast jeder wissenschaftlichen Disziplin (nicht nur) der Geistes- Sozial- und Kulturwissenschaften eine zunehmend größere Rolle. Auch immer mehr Qualifikationsarbeiten jüngerer WissenschaftlerInnen beschäftigen sich mit bildwissenschaftlich einschlägigen Fragestellungen. Dabei ergibt sich oft die Situation, dass ein Thema mit bildwissenschaftlichem Bezug – eben weil es die disziplinären Grenzen überschreitet – die fachspezifischen Kompetenzen überfordert. Nicht zuletzt ist dies einer der Gründe, warum sich eine Bildwissenschaft auf dem Wege zur Etablierung transdisziplinär zu organisieren beginnt.

Das Zentrum für interdisziplinäre Bildforschung (ZiB) will in lockerer aber regelmäßiger Abfolge ein Forum für interdisziplinär ausgerichtete Arbeiten, die einen eindeutigen bildwissenschaftlichen Bezug aufweisen, bereit stellen. Es soll im Rahmen einer bildwissenschaftlichen Konferenzreihe stattfinden, die derzeit eingerichtet wird. Die Auftaktveranstaltung wird derzeit für den 24.-26.11.2004 unter dem Titel „Kunstgeschichtliche Deskription vs. bildwissenschaftliche Analyse?“ in Magdeburg vorbereitet. In diesem Zusammenhang möchten die Mitglieder des Zentrums dem interdisziplinär orientierten wissenschaftlichen Nachwuchs, vor allem den DoktorandInnen, die Möglichkeit zur Vorstellung und Diskussion ihrer Arbeit eröffnen. 

Die Anmeldung erfolgt formlos (am besten per Mail) bei Klaus Sachs-Hombach ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) oder Wilhelm Hofmann ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ). Reisekostenzuschüsse werden vorrausichtlich im begrenzten Maße zur Verfügung stehen. Die Anmeldung sollte folgende Informationen enthalten: Thema der Arbeit, ein kurzes einseitiges Abstract mit einer möglichst expliziten These, einen knappen Lebenslauf und die Angabe einer der im ZIB vertretenen Bezugsdisziplinen.

Die derzeit beteiligten Fächer sind:
Informatik, Kommunikationswissenschaft, Kunstgeschichte, Medienwissenschaft, Philosophie, Psychologie, Politikwissenschaft.

PD Dr. Wilhelm Hofmann
Universität Augsburg
Philosophisch-sozialwissenschaftliche Fakultät
Politikwissenschaft/Kommunikationswissenschaft
86135 Augsburg

PD Dr. Klaus Sachs-Hombach
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Institut für Simulation und Graphik
Postfach 4120
39016 Magdeburg
 
Neuerscheinung
Mittwoch, den 09. Juni 2004 um 10:00 Uhr
Klaus Sachs-Hombach: Wege zur Bildwissenschaft. Interviews (mit H.Belting, G.Böhme, G.Boehm, R.Brandt, F.Fellmann, D.Gerhardus, T.Hölscher, H.D.Huber, K.Lüdeking, R.Posner, O.R.Scholz, P.Schreiber, M.Sukale, F.Thürlemann, B.Waldenfels, L.Wiesing und H.J.Wulff),Köln: Herbert von Halem Verlag 2004
 
Neuerscheinung
Montag, den 24. Mai 2004 um 11:15 Uhr
Klaus Sachs-Hombach: Wege zur Bildwissenschaft. Interviews (mit H.Belting, G.Böhme, G.Boehm, R.Brandt, F.Fellmann, D.Gerhardus, T.Hölscher, H.D.Huber, K.Lüdeking, R.Posner, O.R.Scholz, P.Schreiber, M.Sukale, F.Thürlemann, B.Waldenfels, L.Wiesing und H.J.Wulff),Köln: Herbert von Halem Verlag 2004
 
Internationale Konferenz "Global Icons"
Montag, den 17. Mai 2004 um 13:55 Uhr
Internationale Konferenz 
GLOBAL ICONS
-Inszenierung kultureller Identität in den Medien
Do 20. - Sa 22. Mai 2004
Veranstaltungsort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin 
Eintritt frei 
Englisch und Deutsch mit Simultanübersetzung
Weitere Infos unter: www.hkw.de/de/programm/tagesprogramm/globalicons/c_index.html

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Ikonen sind wirkungsmächtig. Sie brennen sich als Schlüsselbilder in das kollektive Gedächtnis der Kulturen ein. Durch TV und Neue Medien werden sie, so die Leiterin des internationalen Forschungsprojektes "Ikonen des globalen Bildverkehrs" Lydia Haustein, "wie Waren um den Globus geschickt." In einer globalisierten Welt beziehen Menschen ihre kulturelle Identität daher zunehmend aus vereinfachenden Medienbildern, die zu omnipräsenten Ikonen werden. Sie können für einen Zeitgeist, eine politische Überzeugung, oder wie die Bilder des Anschlages auf die Twin Towers für den Schrecken von Krieg und Terror stehen. CNN und MTV prägen das Bildgedächtnis eines immer jüngeren Publikums, das sich in verschiedenen „Metropolen Tribes“ zusammen findet: in Clubs von Tokio, New York und Rio de Janeiro verbindet das einst politisch aufgeladene Porträt Che Guevaras als eine Art "Stammesabzeichen" auf den T-Shirts Jugendlicher unterschiedlichste Gruppierungen.

Die Konferenz Global Icons, die vom 20.- 22. Mai im Haus der Kulturen der Welt in Berlin stattfindet, zieht ein erstes Resümee des Forschungsprojektes ‚Ikonen des globalen Bildverkehrs’. Lydia Haustein, die die Konferenz konzipiert hat, präsentiert erstmalig öffentlich den im Rahmen des Projektes entstandenen Bilderatlas der Kulturen. Er versucht ein digitales und globales Bildgedächtnis zu schaffen. Als Inspirationsquelle dient ihm Aby Warburgs unveröffentlichter ‚Mnemnosyne’-Bildatlas aus den 1920er Jahren. Die Referenten analysieren zeitgenössische Ikonen aus Wissenschaft, Politik, Populärkultur und Kunst. Sie fragen nach dem Verhältnis von Ikonen und Anti-Ikonen, oder beobachten die „Wiederkehr der Bilder nach Afghanistan“.

Es diskutieren u.a. der Politologe Claus Leggewie (Gießen), der Kunst- und Medientheoretiker Boris Groys (Karlsruhe), der Komparatist Ackbar Abbas (Hong Kong), der Kulturanthropologe Antonio Palmisano (Triest) sowie der Kunstwissenschaftler und Künstler Atta Kwami (Kumasi/Ghana).
 
Tagung Rechtsvisualisierung
Montag, den 17. Mai 2004 um 10:00 Uhr
Datum: 17.-19.06.2004 am ZiF Bielefeld, Veranstalter: Prof. Dr. Hilgendorf, Link: http://www.rechtsvisualisierung.de Abstract: Rechtsvisualisierung Bilder im Recht und Bilder vom Recht Auf der Tagung soll in interdisziplinärer Zusammenarbeit das Thema Rechtsvisualisierung behandelt werden. Rechtswissenschaftler, Graphiker, Historiker, Kunsthistoriker, Ethnologen, Psychologen und Soziologen sollen der Frage nachgehen, ob und wie sich unser geltendes Recht sinnvoll in Bildern darstellen, verständlich erklären und verbreiten läßt. Die Untersuchungen richten ihr Augenmerk sowohl auf Bilder im Recht, welche intern im Rechtssystem Verwendung finden, als auch auf Bilder vom Recht, welche zur Wiedergabe des Rechtssystems in der Öffentlichkeit – also extern – genutzt werden. Basierend auf der (allerdings noch zu begründenden) These, dass eine Verbildlichung des Rechts heute nicht bloß zweckmäßig, sondern im Zuge des allgemeinen Trends zur multimedialen Darstellung fast unvermeidlich ist, sollen Potentiale und Grenzen der Rechtsvisualisierung ausgelotet sowie die möglichen Folgen der neuen Ausrichtung auf das Bild für das Recht diskutiert werden.
 
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