Tagung des DFG-Netzwerks Bildphilosophie
Montag, den 08. März 2010 um 21:10 Uhr
HOMO PICTOR und ANIMAL SYMBOLICUM
Zu den Möglichkeiten und Grenzen einer Bildanthropologie
25. – 26. März 2010 in Essen

„Und der Mensch – das ist vor allem die Sprache.“ Was Karl R. Popper hier formuliert, kann als ein zentrales Theorem der philosophischen Anthropologie gelten. Ernst Cassirers Rede vom animal symbolicum ist ebenso wie Hans Jonas’ Bestimmung des Menschen als homo pictor ein Versuch, diese Verengung der Perspektive zu überwinden. Mit seinem Aufsatz „Homo pictor und die differentia des Menschen“ stellte Hans Jonas der Tradition ein ausdrücklich bildanthropologisches Konzept entgegen, das die Kernfrage, worin sich der Mensch vom Tier unterscheidet, gerade nicht durch ein Nachdenken über die sprachliche Konstitution des Menschen beantworten möchte, sondern stattdessen den Versuch unternimmt, über eine Reflexion auf den menschlichen Bildgebrauch Rückschlüsse auf die „mehr-als-tierische Natur“ des Menschen zu ziehen.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie im Flyer: Online Flyer Tagung Essen.pdf