Bild und rhetorische Figur: Unterschied zwischen den Versionen

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(Rhetorische Figuren in Bildern)
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Insbesondere im Bereich der Metapherntheorie wurde die Hinwendung zu medienübergreifenden Analysen rhetorischer Figuren vorangetrieben. Diese Entwicklungen beruhen, wie <bib id='Forceville & Urios-Aparisi 2009b'></bib>: S. 3ff.) darlegen, zum einen auf bildsemiotischen Arbeiten, zum anderen gehen sie auf die Erkenntnisse der Kognitiven Metapherntheorie zurück. In „Metaphors we live by“ (1980) hatten Lakoff & Johnson der Auffassung, dass rhetorische Figuren als eine Art Schmuck zu verstehen sind, die Texten oder Bildern hinzugegeben werden, eine grundlegende Absage erteilt. Ihre bekannte These, dass „[…] human thought processes […] largely metaphorical“ (<bib id='Lakoff & Johnson 1980a'></bib>: S. 6) sind, eröffnet nicht nur einen neuen Zugang zu sprachlichen Metaphern, sondern auch zu Metaphern in anderen Medien.
 
Insbesondere im Bereich der Metapherntheorie wurde die Hinwendung zu medienübergreifenden Analysen rhetorischer Figuren vorangetrieben. Diese Entwicklungen beruhen, wie <bib id='Forceville & Urios-Aparisi 2009b'></bib>: S. 3ff.) darlegen, zum einen auf bildsemiotischen Arbeiten, zum anderen gehen sie auf die Erkenntnisse der Kognitiven Metapherntheorie zurück. In „Metaphors we live by“ (1980) hatten Lakoff & Johnson der Auffassung, dass rhetorische Figuren als eine Art Schmuck zu verstehen sind, die Texten oder Bildern hinzugegeben werden, eine grundlegende Absage erteilt. Ihre bekannte These, dass „[…] human thought processes […] largely metaphorical“ (<bib id='Lakoff & Johnson 1980a'></bib>: S. 6) sind, eröffnet nicht nur einen neuen Zugang zu sprachlichen Metaphern, sondern auch zu Metaphern in anderen Medien.
 
In den von Lakoff & Johnson inspirierten Arbeiten zur Metapherntheorie (vgl. <bib id='Lakoff & Johnson 1980a'></bib>, <bib id='Forceville & Urios-Aparisi 2009a'></bib>) wird angenommen, dass der [[Sprachliche Metaphern und allgemeine Metaphorologie|Metapher]], ganz grundsätzliche Funktionen zukommen, vor allem die Funktion der kognitiven Orientierung; denn die Metapher erlaubt, sinnlich nicht unmittelbar erfahrbare Bereiche in sinnlicher Form zu strukturieren. Insofern besitzen die rhetorischen Figuren eine kognitive Basis, die es uns erlaubt, rhetorische Figuren in den verschiedenen Zeichensystemen zur Anwendung zu bringen.
 
In den von Lakoff & Johnson inspirierten Arbeiten zur Metapherntheorie (vgl. <bib id='Lakoff & Johnson 1980a'></bib>, <bib id='Forceville & Urios-Aparisi 2009a'></bib>) wird angenommen, dass der [[Sprachliche Metaphern und allgemeine Metaphorologie|Metapher]], ganz grundsätzliche Funktionen zukommen, vor allem die Funktion der kognitiven Orientierung; denn die Metapher erlaubt, sinnlich nicht unmittelbar erfahrbare Bereiche in sinnlicher Form zu strukturieren. Insofern besitzen die rhetorischen Figuren eine kognitive Basis, die es uns erlaubt, rhetorische Figuren in den verschiedenen Zeichensystemen zur Anwendung zu bringen.
Allgemein wendet man sich in der Metapherntheorie neben unterschiedlichen monomedialen Metaphern auch immer mehr multimodalen Metaphern zu, u.a. Text-Bild-Bezügen (vgl. <bib id='Forceville & Urios-Aparisi 2009b'></bib>). In Stöckls (2004, S. 253ff.) großangelegter Arbeit zu Text-Bild-Bezügen z.B. werden aus linguistisch-semiotischer Sicht unter anderem auch Metaphern und Metonymien als „textuelle Gebrauchsmuster“ von solchen Bezügen analysiert.
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Allgemein wendet man sich in der Metapherntheorie neben unterschiedlichen monomedialen Metaphern auch immer mehr multimodalen Metaphern zu, u.a. Text-Bild-Bezügen (vgl. <bib id='Forceville & Urios-Aparisi 2009b'></bib>). In Stöckls großangelegter Arbeit zu Text-Bild-Bezügen z.B. werden aus linguistisch-semiotischer Sicht unter anderem auch Metaphern und Metonymien als „textuelle Gebrauchsmuster“ von solchen Bezügen analysiert (vgl. <bib id='Stöckl 2004a'></bib>: S. 253ff.).
  
 
==Zur Aufteilung ==
 
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Version vom 20. November 2013, 09:57 Uhr

Hauptpunkt zu: Bild und Sprache


Bildrhetorik

Im übergeordneten Gliederungspunkt «Bild und Sprache» kommt der Rhetorik eine wichtige Rolle zu, weil Bild und Sprache in ähnlicher Weise eine rhetorische Verwendung erlauben. Traditionell hat sich die Rhetorik seit ihrer Entstehung in der Antike zwar bevorzugt um die sprachlichen Prozesse der Persuasion gekümmert. Spätestens mit dem massiven Einsatz von Bildern vor allem in der Werbung ist aber unstrittig, dass sowohl ganz allgemein die Verwendung von Bildern als auch sehr viel spezifischer die konkrete Gestaltung der Bilder mit rhetorischen Kategorien beschrieben werden können. Entsprechend ist mittlerweile eine Bildrhetorik im Aufbau begriffen (vgl. [Bonsiepe 1996a]Literaturangabe fehlt.
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, [Knape 2005a]Literaturangabe fehlt.
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und [Knape 2007b]Literaturangabe fehlt.
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), bei der zum einen versucht wird, die Verwendung von Bildern als ein kommunikatives Instrument zu beschreiben, zum anderen geht es darum, sehr spezielle rhetorische Figuren im Bildbereich auszumachen (vgl. [Durand 1987a]Literaturangabe fehlt.
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, [Forceville 1996a]Literaturangabe fehlt.
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, [Doelker 2007a]Literaturangabe fehlt.
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oder [Friedrich & Schweppenhäuser 2010a]Literaturangabe fehlt.
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).


Rhetorische Figuren in Bildern

Insbesondere im Bereich der Metapherntheorie wurde die Hinwendung zu medienübergreifenden Analysen rhetorischer Figuren vorangetrieben. Diese Entwicklungen beruhen, wie [Forceville & Urios-Aparisi 2009b]Literaturangabe fehlt.
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: S. 3ff.) darlegen, zum einen auf bildsemiotischen Arbeiten, zum anderen gehen sie auf die Erkenntnisse der Kognitiven Metapherntheorie zurück. In „Metaphors we live by“ (1980) hatten Lakoff & Johnson der Auffassung, dass rhetorische Figuren als eine Art Schmuck zu verstehen sind, die Texten oder Bildern hinzugegeben werden, eine grundlegende Absage erteilt. Ihre bekannte These, dass „[…] human thought processes […] largely metaphorical“ ([Lakoff & Johnson 1980a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 6) sind, eröffnet nicht nur einen neuen Zugang zu sprachlichen Metaphern, sondern auch zu Metaphern in anderen Medien. In den von Lakoff & Johnson inspirierten Arbeiten zur Metapherntheorie (vgl. [Lakoff & Johnson 1980a]Literaturangabe fehlt.
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, [Forceville & Urios-Aparisi 2009a]Literaturangabe fehlt.
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) wird angenommen, dass der Metapher, ganz grundsätzliche Funktionen zukommen, vor allem die Funktion der kognitiven Orientierung; denn die Metapher erlaubt, sinnlich nicht unmittelbar erfahrbare Bereiche in sinnlicher Form zu strukturieren. Insofern besitzen die rhetorischen Figuren eine kognitive Basis, die es uns erlaubt, rhetorische Figuren in den verschiedenen Zeichensystemen zur Anwendung zu bringen. Allgemein wendet man sich in der Metapherntheorie neben unterschiedlichen monomedialen Metaphern auch immer mehr multimodalen Metaphern zu, u.a. Text-Bild-Bezügen (vgl. [Forceville & Urios-Aparisi 2009b]Literaturangabe fehlt.
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). In Stöckls großangelegter Arbeit zu Text-Bild-Bezügen z.B. werden aus linguistisch-semiotischer Sicht unter anderem auch Metaphern und Metonymien als „textuelle Gebrauchsmuster“ von solchen Bezügen analysiert (vgl. [Stöckl 2004a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 253ff.).

Zur Aufteilung

Die hier enthaltenen Texte unternehmen zum einen den Versuch – insbesondere in Sprachliche Metaphern und allgemeine Metaphorologie –, rhetorische Figuren im Vergleich von Sprache und Bild zu betrachten. Zum andern behandeln sie in exemplarischer Form die für den Bildbereich besonders wichtigen speziellen rhetorischen Figuren, nämlich visuelle und multimodale Metapher, Metonymie und Allegorie.

Anmerkungen
Literatur                             [Sammlung]

[Bonsiepe 1996a]:
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[Doelker 2007a]:
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[Durand 1987a]:
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[Forceville & Urios-Aparisi 2009a]:
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[Forceville & Urios-Aparisi 2009b]:
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[Forceville 1996a]:
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[Friedrich & Schweppenhäuser 2010a]:
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Seitenbearbeitungen durch: Joerg R.J. Schirra [25] und Elisabeth Birk [6] — (Hinweis)