Darstellung (historisch): Unterschied zwischen den Versionen

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(Darstellung des gr. Zusammenhangs)
(Engere Begriffsbestimmungen)
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*'''''1) Hinstellen und Verkörpern — Luther und die Schauspieler'''''
 
*'''''1) Hinstellen und Verkörpern — Luther und die Schauspieler'''''
Der Ausdruck 'Darstellung' gilt als Übersetzung der lateinischen Ausdrücke 'repraesentatio' und 'exhibitio' (<bib id='Grimm 1860'></bib>: S. 792). Eine der frühesten Verwendungsweisen findet sich in Luthers Bibelübersetzung. "Und Du sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten, und den Leuchter darstellen und die Lampen drauf setzen."<ref> 2. Mose 40,4. Vgl. hierzu und zum folgenden auch die Artikel "darstellen" in <bib id='Trübner 1940'></bib>: S. 27, in <bib id='Adelung 1811'></bib>: S. 1402-1403 und in <bib id='Grimm 1860'></bib>: S. 791 f. sowie <bib id='Mülder-Bach 1998'></bib>: S. 78 f..</ref> In dieser Verwendung bezeichnet der Ausdruck das physische ''Hinstellen'', die reine Präsentation eines Gegenstandes — ein 'vor die Augen bringen/stellen' —, ohne dass dieser Gegenstand als Zeichen noch auf etwas von sich Verschiedenes verweist.  
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Der Ausdruck 'Darstellung' gilt als Übersetzung der lateinischen Ausdrücke 'repraesentatio' und 'exhibitio' (<bib id='Grimm 1860a'></bib>: S. 792). Eine der frühesten Verwendungsweisen findet sich in Luthers Bibelübersetzung. "Und Du sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten, und den Leuchter darstellen und die Lampen drauf setzen."<ref> 2. Mose 40,4. Vgl. hierzu und zum folgenden auch die Artikel "darstellen" in <bib id='Trübner 1940a'></bib>: S. 27, in <bib id='Adelung 1811a'></bib>: S. 1402-1403 und in <bib id='Grimm 1860a'></bib>: S. 791 f. sowie <bib id='Mülder-Bach 1998a'></bib>: S. 78 f..</ref> In dieser Verwendung bezeichnet der Ausdruck das physische ''Hinstellen'', die reine Präsentation eines Gegenstandes — ein 'vor die Augen bringen/stellen' —, ohne dass dieser Gegenstand als Zeichen noch auf etwas von sich Verschiedenes verweist.  
  
 
In seinem frühem Gebrauch besitzt der Ausdruck also keinerlei semiotische Funktion. Mediale Darstellungen (in unserer heutigen Verwendung des Ausdrucks) werden zu dieser Zeit mittels der Ausdrücke 'repraesentatio' und 'imitatio' (bzw. ihrer fremdsprachigen Entsprechungen) beschrieben. Die Adaption des Darstellungsbegriffs in (im weiteren Sinne) ästhetischen Kontexten erfolgt dementsprechend zunächst im Rahmen der Schauspieltheorie und zwar ohne nennenswerte semiotische Implikationen. Der Schauspieler stellt jemanden dar, d.h. er präsentiert oder ''verkörpert'' eine Figur auf der Bühne.
 
In seinem frühem Gebrauch besitzt der Ausdruck also keinerlei semiotische Funktion. Mediale Darstellungen (in unserer heutigen Verwendung des Ausdrucks) werden zu dieser Zeit mittels der Ausdrücke 'repraesentatio' und 'imitatio' (bzw. ihrer fremdsprachigen Entsprechungen) beschrieben. Die Adaption des Darstellungsbegriffs in (im weiteren Sinne) ästhetischen Kontexten erfolgt dementsprechend zunächst im Rahmen der Schauspieltheorie und zwar ohne nennenswerte semiotische Implikationen. Der Schauspieler stellt jemanden dar, d.h. er präsentiert oder ''verkörpert'' eine Figur auf der Bühne.
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*'''''2) Präsentationsweise und Ausführung'''''
 
*'''''2) Präsentationsweise und Ausführung'''''
Diese Bedeutung des Ausdrucks steht noch in den Lexika des ausgehenden 18. und des 19. Jahrhunderts im Vordergrund. Die zu diesem Zeitpunkt im ästhetischen Kontext bereits weithin übliche Verwendung im Sinne von ''sinnlicher Vergegenwärtigung'' wird nur am Rande erwähnt. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war diese Verwendungsweise auch eher randständig. Zwar nutzt August Buchner den Ausdruck 'darstellen' schon 1665 zur Wiedergabe der aristotelischen Mimesis, wenn er die Aufgabe des Poeten darin sieht, dass er "ein Thun darstelle / wie es entweder ist / seyn soll / oder mag"<ref><bib id='Buchner 1665'></bib>: 27; vgl. dazu <bib id='Aristoteles 1997'></bib>: 1460b.</ref> und setzt die Darstellung damit an die Stelle der damals üblichen Übersetzung als Nachahmung. Aber dieser Übersetzungsvorschlag blieb weitestgehend folgenlos.  
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Diese Bedeutung des Ausdrucks steht noch in den Lexika des ausgehenden 18. und des 19. Jahrhunderts im Vordergrund. Die zu diesem Zeitpunkt im ästhetischen Kontext bereits weithin übliche Verwendung im Sinne von ''sinnlicher Vergegenwärtigung'' wird nur am Rande erwähnt. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war diese Verwendungsweise auch eher randständig. Zwar nutzt August Buchner den Ausdruck 'darstellen' schon 1665 zur Wiedergabe der aristotelischen Mimesis, wenn er die Aufgabe des Poeten darin sieht, dass er "ein Thun darstelle / wie es entweder ist / seyn soll / oder mag"<ref><bib id='Buchner 1665a'></bib>: 27; vgl. dazu <bib id='Aristoteles 1997a'></bib>: 1460b.</ref> und setzt die Darstellung damit an die Stelle der damals üblichen Übersetzung als Nachahmung. Aber dieser Übersetzungsvorschlag blieb weitestgehend folgenlos.  
  
 
Erst Lessing führte den Ausdruck folgenreich in einen ästhetischen und semiotischen Zusammenhang ein. Er unterscheidet bei Kunstwerken die 'Erfindung' des Stoffes (des Darstellungsgehalts) von seiner 'Ausführung' als der technischen Realisierung im Medium.  Die Ausführung bezeichnet er in diesem Zusammenhang auch als Darstellung:  
 
Erst Lessing führte den Ausdruck folgenreich in einen ästhetischen und semiotischen Zusammenhang ein. Er unterscheidet bei Kunstwerken die 'Erfindung' des Stoffes (des Darstellungsgehalts) von seiner 'Ausführung' als der technischen Realisierung im Medium.  Die Ausführung bezeichnet er in diesem Zusammenhang auch als Darstellung:  
  
:Denn der Ausdruck in Marmor ist unendlich schwerer als der Ausdruck in Worten; und wenn wir Erfindung und Darstellung gegen einander abwägen, so sind wir jederzeit geneigt, dem Meister an der einen so wiederum zu erlassen, als wir an der andern zu viel erhalten zu haben meinen. (<bib id='Lessing 1766'></bib>: S. 98.)
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:Denn der Ausdruck in Marmor ist unendlich schwerer als der Ausdruck in Worten; und wenn wir Erfindung und Darstellung gegen einander abwägen, so sind wir jederzeit geneigt, dem Meister an der einen so wiederum zu erlassen, als wir an der andern zu viel erhalten zu haben meinen. (<bib id='Lessing 1766a'></bib>: S. 98.)
  
Er-Findung und Ausführung/Darstellung gelten ihm als zwei Aspekte oder Momente der Naturnachahmung. Lessings Verwendung von 'Darstellung' ist im Grunde noch sehr nahe an der ursprünglichen Bedeutung von Hinstellen und Vor-Augen-Stellen und obgleich seine Unterscheidung zwischen Erfindung und Darstellung offensichtlich an der rhetorischen Unterscheidung zwischen inventio und elocutio orientiert ist, wertet er die Rolle der Darstellung (elocutio) im Rahmen seiner wirkungsästhetischen Argumentation erheblich auf. Eine geeignete Darstellung soll die Illusion -- und das heißt bei ihm vor allem die Unauffälligkeit der zur Darstellung verwendeten Zeichen -- gewährleisten. Die Zeichenhaftigkeit der verwendeten Zeichen soll in den Hintergrund treten, da sonst "die Intuition des Bezeichneten nicht zugleich mit der Intuition des Zeichens erfolgen kann." (<bib id='Lessing 1788'></bib>: S. 304 f.) Darauf zweckt das sogenannte ''bequeme Verhältnis'' ab.
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Er-Findung und Ausführung/Darstellung gelten ihm als zwei Aspekte oder Momente der Naturnachahmung. Lessings Verwendung von 'Darstellung' ist im Grunde noch sehr nahe an der ursprünglichen Bedeutung von Hinstellen und Vor-Augen-Stellen und obgleich seine Unterscheidung zwischen Erfindung und Darstellung offensichtlich an der rhetorischen Unterscheidung zwischen inventio und elocutio orientiert ist, wertet er die Rolle der Darstellung (elocutio) im Rahmen seiner wirkungsästhetischen Argumentation erheblich auf. Eine geeignete Darstellung soll die Illusion -- und das heißt bei ihm vor allem die Unauffälligkeit der zur Darstellung verwendeten Zeichen -- gewährleisten. Die Zeichenhaftigkeit der verwendeten Zeichen soll in den Hintergrund treten, da sonst "die Intuition des Bezeichneten nicht zugleich mit der Intuition des Zeichens erfolgen kann." (<bib id='Lessing 1788a'></bib>: S. 304 f.) Darauf zweckt das sogenannte ''bequeme Verhältnis'' ab.
  
:Wenn es wahr ist, daß die Malerei zu ihren Nachahmungen ganz andere Mittel, oder Zeichen gebrauchet, als die Poesie; jene nämlich Figuren und Farben in dem Raume, diese aber artikulierte Tönen in der Zeit; wenn unstreitig die Zeichen ein bequemes Verhältnis zu dem Bezeichneten haben müssen: so können nebeneinander geordnete Zeichen auch nur Gegenstände, die nebeneinander, oder deren Teile nebeneinander existieren, aufeinanderfolgende Zeichen, aber auch nur Gegenstände ausdrücken, die aufeinander, oder deren Teile aufeinander folgen. (<bib id='Lessing 1766'></bib>: S. 116. Vgl. hierzu und zum folgenden den Artikel [[Mimesis]].)
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:Wenn es wahr ist, daß die Malerei zu ihren Nachahmungen ganz andere Mittel, oder Zeichen gebrauchet, als die Poesie; jene nämlich Figuren und Farben in dem Raume, diese aber artikulierte Tönen in der Zeit; wenn unstreitig die Zeichen ein bequemes Verhältnis zu dem Bezeichneten haben müssen: so können nebeneinander geordnete Zeichen auch nur Gegenstände, die nebeneinander, oder deren Teile nebeneinander existieren, aufeinanderfolgende Zeichen, aber auch nur Gegenstände ausdrücken, die aufeinander, oder deren Teile aufeinander folgen. (<bib id='Lessing 1766a'></bib>: S. 116. Vgl. hierzu und zum folgenden den Artikel [[Mimesis]].)
  
Den Hintergrund bildet James Harris' Unterscheidung zwischen den koexistierenden Zeichen der bildenden Künste und den sukzessiven Zeichen der Dichtung und der Musik (<bib id='Harris 1783'></bib>: S. 29 ff.; erste Auflage 1744). Das 'bequeme Verhältnis' soll durch eine Isomorphie zwischen der (räumlichen oder zeitlichen) Struktur der Referenten und der Syntax der verwendeten Zeichen erreicht werden. Die Körper bestehen als räumliche Gebilde aus nebeneinander angeordneten Teilen, weshalb koexistierende Zeichen für ihre Darstellung besonders geeignet sind; Handlungen verlaufen dagegen linear in der Zeit, weshalb sukzessive Zeichen für ihre Darstellung besonders geeignet sind.
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Den Hintergrund bildet James Harris' Unterscheidung zwischen den koexistierenden Zeichen der bildenden Künste und den sukzessiven Zeichen der Dichtung und der Musik (<bib id='Harris 1783a'></bib>: S. 29 ff.; erste Auflage 1744). Das 'bequeme Verhältnis' soll durch eine Isomorphie zwischen der (räumlichen oder zeitlichen) Struktur der Referenten und der Syntax der verwendeten Zeichen erreicht werden. Die Körper bestehen als räumliche Gebilde aus nebeneinander angeordneten Teilen, weshalb koexistierende Zeichen für ihre Darstellung besonders geeignet sind; Handlungen verlaufen dagegen linear in der Zeit, weshalb sukzessive Zeichen für ihre Darstellung besonders geeignet sind.
Klopstock schließt offensichtlich an Lessings Ästhetik an. "Die Malerey zeigt ihre Gegenstände auf Einmal; die Dichtkunst zeigt sie in einer gewissen Zeit." (<bib id='Klopstock 1774'></bib>: S. 171 f.) Vor allem arbeitet er die wirkungstheoretische Perspektive Lessings weiter aus und betont noch stärker die Rolle der Präsentationsweise, wobei ihm — wie Lessing — die durch die Etymologie des Darstellungsbegriffs ermöglichte Betonung der Performanz in die Hände spielt. Er nutzt den Darstellungsbegriff im Anschluss an Lessing zur Beschreibung der Präsentationsweise und verknüpft diese eng mit der Illusion. "Der Zwek der Darstellung ist Teüschung" (<bib id='Klopstock 1779'></bib>: S. 246). Die Täuschung oder Illusion führt Klopstock auf die Lebhaftigkeit der Darstellung zurück — ein Gedanke, der sich in Ansätze auch bereits bei Lessing findet.  
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Klopstock schließt offensichtlich an Lessings Ästhetik an. "Die Malerey zeigt ihre Gegenstände auf Einmal; die Dichtkunst zeigt sie in einer gewissen Zeit." (<bib id='Klopstock 1774a'></bib>: S. 171 f.) Vor allem arbeitet er die wirkungstheoretische Perspektive Lessings weiter aus und betont noch stärker die Rolle der Präsentationsweise, wobei ihm — wie Lessing — die durch die Etymologie des Darstellungsbegriffs ermöglichte Betonung der Performanz in die Hände spielt. Er nutzt den Darstellungsbegriff im Anschluss an Lessing zur Beschreibung der Präsentationsweise und verknüpft diese eng mit der Illusion. "Der Zwek der Darstellung ist Teüschung" (<bib id='Klopstock 1779a'></bib>: S. 246). Die Täuschung oder Illusion führt Klopstock auf die Lebhaftigkeit der Darstellung zurück — ein Gedanke, der sich in Ansätze auch bereits bei Lessing findet.  
  
:Es gibt wirkliche Dinge, und Forstellungen, di wir uns dafon machen. Di Forstellungen fon gewisen Dingen können so läbhaft wärden, daß dise uns gegenwertig, und beina di Dinge selbst zu sein scheinen. Dise Forstellungen nen ich fastwirkliche Dinge. Es gibt also wirkliche Dinge, fastwirkliche, und blosse Forstellungen.<ref><bib id='Klopstock 1779'></bib>: S. 244. Die eigenwillige Orthographie ist Ausdruck von Klopstocks Poetik.</ref>
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:Es gibt wirkliche Dinge, und Forstellungen, di wir uns dafon machen. Di Forstellungen fon gewisen Dingen können so läbhaft wärden, daß dise uns gegenwertig, und beina di Dinge selbst zu sein scheinen. Dise Forstellungen nen ich fastwirkliche Dinge. Es gibt also wirkliche Dinge, fastwirkliche, und blosse Forstellungen.<ref><bib id='Klopstock 1779a'></bib>: S. 244. Die eigenwillige Orthographie ist Ausdruck von Klopstocks Poetik.</ref>
  
 
Während Dinge und Vorstellungen ontologisch unterschieden sind, werden die 'fastwirklichen Dinge' auf der Basis der Wirkung ihrer Präsentation bestimmt. Der Ausdruck 'Darstellung' wird bei Kloptock zum terminus technicus für eine besonders lebhafte Weise der Präsentation. Indem er sein Hauptaugenmerk auf die derart verstandene Darstellung legt, stellt er die Wirkungsfunktionen bestimmter medialer Eigenschaften der Dichtung (wie dem Metrum) in den Mittelpunkt seiner Poetik. Darstellungsgehalte und Referenzen (der Erfindung bei Lessing) spielen demgegenüber bei Klopstock eine marginale Rolle. Eine explizite Bestimmung des Verhältnisses seines Darstellungsbegriffs zum Begriff der Naturnachahmung findet sich bei Klopstock allerdings nicht.
 
Während Dinge und Vorstellungen ontologisch unterschieden sind, werden die 'fastwirklichen Dinge' auf der Basis der Wirkung ihrer Präsentation bestimmt. Der Ausdruck 'Darstellung' wird bei Kloptock zum terminus technicus für eine besonders lebhafte Weise der Präsentation. Indem er sein Hauptaugenmerk auf die derart verstandene Darstellung legt, stellt er die Wirkungsfunktionen bestimmter medialer Eigenschaften der Dichtung (wie dem Metrum) in den Mittelpunkt seiner Poetik. Darstellungsgehalte und Referenzen (der Erfindung bei Lessing) spielen demgegenüber bei Klopstock eine marginale Rolle. Eine explizite Bestimmung des Verhältnisses seines Darstellungsbegriffs zum Begriff der Naturnachahmung findet sich bei Klopstock allerdings nicht.
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Klopstock selber stellt den Darstellungsbegriff nicht explizit in Bezug zum Naturnachahmungsbegriff und schon gar nicht in ein Konkurrenzverhältnis, wenngleich seine Betonung der Rolle der Darstellung (der 'Form') die Rolle der Nachahmung (als Beschreibung des 'Inhalts' der Dichtung) deutlich marginalisiert. Damit stellt er die beiden Begriffe implizit in ein Konkurrenzverhältnis. August Bürger stellt die beiden Begriffe wenig später in ein explizites Konkurrenzverhältnis. Er fordert die Ersetzung der Naturnachahmungstheorie durch eine Darstellungstheorie.
 
Klopstock selber stellt den Darstellungsbegriff nicht explizit in Bezug zum Naturnachahmungsbegriff und schon gar nicht in ein Konkurrenzverhältnis, wenngleich seine Betonung der Rolle der Darstellung (der 'Form') die Rolle der Nachahmung (als Beschreibung des 'Inhalts' der Dichtung) deutlich marginalisiert. Damit stellt er die beiden Begriffe implizit in ein Konkurrenzverhältnis. August Bürger stellt die beiden Begriffe wenig später in ein explizites Konkurrenzverhältnis. Er fordert die Ersetzung der Naturnachahmungstheorie durch eine Darstellungstheorie.
  
:Man merkt schon, dass ich Darstellung an den Platz setze, wo sonst das erbärmliche Wort Nachahmung in den Poetiken stand. Nachahmung ist ein Bild, kümmerlich zurück geworfen von trüber Fläche; Darstellung aber leibt und lebt zurück vom blanken Spiegel. (<bib id='Bürger 1784'></bib>: S. 727).
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:Man merkt schon, dass ich Darstellung an den Platz setze, wo sonst das erbärmliche Wort Nachahmung in den Poetiken stand. Nachahmung ist ein Bild, kümmerlich zurück geworfen von trüber Fläche; Darstellung aber leibt und lebt zurück vom blanken Spiegel. (<bib id='Bürger 1784a'></bib>: S. 727).
  
Die Darstellung zeichnet sich gegenüber der Nachahmung durch eine größere Anschaulichkeit aus, insofern die Darstellung stärker die Sinne und die Einbildungskraft anspricht.(<bib id='Bürger 1784'></bib>: S. 728) Auf ähnliche Weise favorisiert auch Herder die Übersetzung von 'Mimesis' mit 'Darstellung', weil er die Darstellung anders als die bis dahin übliche Übersetzung 'Nachahmung' mit einer größeren Lebendigkeit assoziiert (<bib id='Herder 1800'></bib>: S. 147).
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Die Darstellung zeichnet sich gegenüber der Nachahmung durch eine größere Anschaulichkeit aus, insofern die Darstellung stärker die Sinne und die Einbildungskraft anspricht.(<bib id='Bürger 1784'></bib>: S. 728) Auf ähnliche Weise favorisiert auch Herder die Übersetzung von 'Mimesis' mit 'Darstellung', weil er die Darstellung anders als die bis dahin übliche Übersetzung 'Nachahmung' mit einer größeren Lebendigkeit assoziiert (<bib id='Herder 1800a'></bib>: S. 147).
  
 
Die Ersetzung des Nachahmungs- durch den Darstellungsbegriff verläuft also über den Gedanken der Lebendigkeit durch eine bestimmte Präsentationsweise.Indem aber der Naturnachahmungsbegriff durch den Darstellungsbegriff ersetzt wird, kauft man sich zugleich unter der Hand Aufgaben und Funktionen des Naturnachahmungsbegriffs ein. Der Darstellungsbegriff hat demnach auch Referenzen und Darstellungsgehalte zu beschreiben. Das, was Lessing mit den Ausdrücken 'Erfindung' und 'Darstellung' terminologisch getrennt hält, fällt nun in einem Begriff zusammen und zwar in dem der Darstellung. Präsentation(sweise) und Repräsentation werden miteinander verquickt. Der Ausdruck 'Darstellung' kann sich sowohl auf Qualitäten der Darstellungsweise (Wie wird etwas dargestellt?) als auch auf den Gehalt der Darstellung bzw. ihre Referenz (Was wird dargestellt?) beziehen.
 
Die Ersetzung des Nachahmungs- durch den Darstellungsbegriff verläuft also über den Gedanken der Lebendigkeit durch eine bestimmte Präsentationsweise.Indem aber der Naturnachahmungsbegriff durch den Darstellungsbegriff ersetzt wird, kauft man sich zugleich unter der Hand Aufgaben und Funktionen des Naturnachahmungsbegriffs ein. Der Darstellungsbegriff hat demnach auch Referenzen und Darstellungsgehalte zu beschreiben. Das, was Lessing mit den Ausdrücken 'Erfindung' und 'Darstellung' terminologisch getrennt hält, fällt nun in einem Begriff zusammen und zwar in dem der Darstellung. Präsentation(sweise) und Repräsentation werden miteinander verquickt. Der Ausdruck 'Darstellung' kann sich sowohl auf Qualitäten der Darstellungsweise (Wie wird etwas dargestellt?) als auch auf den Gehalt der Darstellung bzw. ihre Referenz (Was wird dargestellt?) beziehen.
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*'''''4) Erfindung vs. Kopieren — Konstruktive Momente der Darstellung '''''
 
*'''''4) Erfindung vs. Kopieren — Konstruktive Momente der Darstellung '''''
Den Unterschied zwischen Nachahmung und Darstellung sieht Bürger offenbar nicht darin, dass die eine an der Natur orientiert sei und die andere nicht. Beide gelten ihm als 'Nachbildnerei' (<bib id='Bürger 1784'></bib>: S. 725). Von der Mitte des 18. Jahrhunderts an wird aber die Ablehnung des Naturnachahmungsbegriffs zur Beschreibung der Kunst zunehmend damit begründet, dass die Nachahmung die Erfindung ausschlösse und sich in einem Kopieren der empirischen Wirklichkeit erschöpfe. "[…] die Nachahmung der Natur ist noch keine Dichtung, weil die Kopie nicht mehr enthalten kann als das Urbild."<ref> <bib id='Jean Paul 1795'></bib>: S. 261. Ähnliche Argumente finden sich bei <bib id='Meier 1757'></bib>: S. 38 (§ 18) und <bib id='Hegel 1835'></bib>: S. 67 ff., <bib id='Hegel 1826'></bib>: S. 55 sowie <bib id='Hegel 1830'></bib>: § 558. Im späten 20. Jahrhundert wird dieser Einwand besonders von <bib id='Petersen 2000'></bib> immer wieder betont.</ref>  
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Den Unterschied zwischen Nachahmung und Darstellung sieht Bürger offenbar nicht darin, dass die eine an der Natur orientiert sei und die andere nicht. Beide gelten ihm als 'Nachbildnerei' (<bib id='Bürger 1784a'></bib>: S. 725). Von der Mitte des 18. Jahrhunderts an wird aber die Ablehnung des Naturnachahmungsbegriffs zur Beschreibung der Kunst zunehmend damit begründet, dass die Nachahmung die Erfindung ausschlösse und sich in einem Kopieren der empirischen Wirklichkeit erschöpfe. "[…] die Nachahmung der Natur ist noch keine Dichtung, weil die Kopie nicht mehr enthalten kann als das Urbild."<ref> <bib id='Jean Paul 1795a'></bib>: S. 261. Ähnliche Argumente finden sich bei <bib id='Meier 1757'></bib>: S. 38 (§ 18) und <bib id='Hegel 1835a'></bib>: S. 67 ff., <bib id='Hegel 1826a'></bib>: S. 55 sowie <bib id='Hegel 1830a'></bib>: § 558. Im späten 20. Jahrhundert wird dieser Einwand besonders von <bib id='Petersen 2000a'></bib> immer wieder betont.</ref>  
  
Wenn im Zuge der Lösung von der Naturnachahmungsformel der Naturnachahmungsbegriff auf ein Kopieren eingeschränkt wird — entgegen seiner bis dahin üblichen Bedeutung(en) — und zugleich der Darstellungsbegriff (wie auch der Repräsentationsbegriff) als Alternative aufgebaut wird, wird letzterem zugleich ein erfindendes oder konstruktives Moment zugesprochen. Begünstigt wird eine solche Auffassung von Darstellung durch die Entwicklung antirealistischer Semantiken. Ansätze einer solchen Semantik finden sich bereits bei Humboldt, wenn er — anders als Kant — die Sprache nicht mehr als Nullmedium betrachtet.<ref>Vgl. hierzu und zum folgenden <bib id='Humboldt 1820a'></bib>: S. 21 und 27 sowie <bib id='Humboldt 1830-1835'></bib>: S. 60 und 190.</ref> Die Annahme, dass Zeichen, Wörter usw. lediglich eine bereits unabhängig von dem jeweiligen Symbolsystem vorliegenden Welt nachzeichnet, weicht der Annahme, dass das Symbolsystem allererst eine gliedernde Funktion innehat. In der Umkehrung können derartige Semantiken zu einer Sprachskepsis führen, insofern ein solches Sprachverständnis keine neutrale, objektive Darstellung der Welt mehr versprechen kann. <bib id='Nietzsche 1870-1873'></bib>  Diese Konsequenz tritt gerade in strukturalistischen Semantiken des 20. Jahrhunderts zutage, insofern diese auf einen Antirepräsentationalismus der Sprache (und anderer Symbolsysteme) hinauslaufen. <bib id='Bertram et al. 2008a'></bib>
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Wenn im Zuge der Lösung von der Naturnachahmungsformel der Naturnachahmungsbegriff auf ein Kopieren eingeschränkt wird — entgegen seiner bis dahin üblichen Bedeutung(en) — und zugleich der Darstellungsbegriff (wie auch der Repräsentationsbegriff) als Alternative aufgebaut wird, wird letzterem zugleich ein erfindendes oder konstruktives Moment zugesprochen. Begünstigt wird eine solche Auffassung von Darstellung durch die Entwicklung antirealistischer Semantiken. Ansätze einer solchen Semantik finden sich bereits bei Humboldt, wenn er — anders als Kant — die Sprache nicht mehr als Nullmedium betrachtet.<ref>Vgl. hierzu und zum folgenden <bib id='Humboldt 1820a'></bib>: S. 21 und 27 sowie <bib id='Humboldt 1830-1835a'></bib>: S. 60 und 190.</ref> Die Annahme, dass Zeichen, Wörter usw. lediglich eine bereits unabhängig von dem jeweiligen Symbolsystem vorliegenden Welt nachzeichnet, weicht der Annahme, dass das Symbolsystem allererst eine gliedernde Funktion innehat. In der Umkehrung können derartige Semantiken zu einer Sprachskepsis führen, insofern ein solches Sprachverständnis keine neutrale, objektive Darstellung der Welt mehr versprechen kann. <bib id='Nietzsche 1870-1873a'></bib>  Diese Konsequenz tritt gerade in strukturalistischen Semantiken des 20. Jahrhunderts zutage, insofern diese auf einen Antirepräsentationalismus der Sprache (und anderer Symbolsysteme) hinauslaufen. <bib id='Bertram et al. 2008a'></bib>
  
  

Version vom 18. Oktober 2012, 10:42 Uhr


Unterpunkt zu: Historische Bildbegriffe


Die Vieldeutigkeit des Darstellungsbegriffs und das Übersetzungsproblem

Bei dem Ausdruck 'Darstellung’ und dem zugehörigen Verb ‘darstellen’ handelt es sich um Sonderentwicklungen im deutschsprachigen Raum. Zwar entspricht ihr Bedeutungsfeld mit einer gewissen Annäherung dem der Ausdrücke ‘Repräsentation’ und ‘Präsentation’ sowie den entsprechenden Ausdrücken in anderen Sprachen, eine eineindeutige fremdsprachige Übersetzung wird sich jedoch nicht finden lassen.[1] Für das Englische schlägt Flusser vor, die Bedeutung des Ausdrucks ‘darstellen’ als “jene Grauzone” zu beschreiben, “in welcher sich die Bedeutungen von 'to represent', 'to expose' und 'to exhibit' überschneiden.”[2] Die Liste ließe sich sicherlich noch um einige Ausdrücke erweitern.

Das Übersetzungsproblem ergibt sich einerseits aus der Vieldeutigkeit der fremdsprachigen Ausdrücke und ihren jeweiligen Konnotationen, andererseits aber auch aus der Vieldeutigkeit des Darstellungsbegriffs selber. So kann der Ausdruck 'Darstellung' in geeigneten Kontexten durch die Ausdrücke 'Abbildung', 'Verkörperung', 'Wiedergabe' und viele mehr ersetzt werden. Die Vieldeutigkeit des Darstellungsbegriffs ist wiederum Resultat seiner Begriffsgeschichte.


Engere Begriffsbestimmungen

Für die Begriffsgeschichte von 'Darstellung' und die Ausbildung des heutigen Bedeutungsspektrums sind besonders seine Karriere in der Poetik und Ästhetik und dabei sein wechselhaftes Verhältnis zum Naturnachahmungsbegriff relevant. Denn gerade über ihr Verhältnis zum Naturnachahmungsbegriff wurde Darstellung zu einem zentralen und zugleich verworrenen Begriff der Bild- und Zeichentheorie. Die Entfaltung des heutigen Bedeutungsspektrums möchte anhand von vier Stationen seiner Begriffsgeschichte darstellen, nämlich (1) der ursprünglichen Bedeutung von Hinstellen oder Präsentieren, (2) dem Import in die Ästhetik durch Lessing und Klopstock zur Bezeichnung der Präsentationsweise, (3) sein Bedeutungszuwachs durch die Verdrängung des Naturnachahmungsbegriffs und (4) die Hinzunahme konstruktiver Momente durch die Abgrenzung vom Naturnachahmungsbegriff.


  • 1) Hinstellen und Verkörpern — Luther und die Schauspieler

Der Ausdruck 'Darstellung' gilt als Übersetzung der lateinischen Ausdrücke 'repraesentatio' und 'exhibitio' ([Grimm 1860a]Literaturangabe fehlt.
Bitte in der Bibliographie-Sammlung einfügen als:
- Buch,
- Artikel in Zeitschrift,
- Beitrag in Sammelband,
- Sammelband,
- andere Publikation,
- Glossarlemma.
: S. 792). Eine der frühesten Verwendungsweisen findet sich in Luthers Bibelübersetzung. "Und Du sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten, und den Leuchter darstellen und die Lampen drauf setzen."[3] In dieser Verwendung bezeichnet der Ausdruck das physische Hinstellen, die reine Präsentation eines Gegenstandes — ein 'vor die Augen bringen/stellen' —, ohne dass dieser Gegenstand als Zeichen noch auf etwas von sich Verschiedenes verweist.

In seinem frühem Gebrauch besitzt der Ausdruck also keinerlei semiotische Funktion. Mediale Darstellungen (in unserer heutigen Verwendung des Ausdrucks) werden zu dieser Zeit mittels der Ausdrücke 'repraesentatio' und 'imitatio' (bzw. ihrer fremdsprachigen Entsprechungen) beschrieben. Die Adaption des Darstellungsbegriffs in (im weiteren Sinne) ästhetischen Kontexten erfolgt dementsprechend zunächst im Rahmen der Schauspieltheorie und zwar ohne nennenswerte semiotische Implikationen. Der Schauspieler stellt jemanden dar, d.h. er präsentiert oder verkörpert eine Figur auf der Bühne.


  • 2) Präsentationsweise und Ausführung

Diese Bedeutung des Ausdrucks steht noch in den Lexika des ausgehenden 18. und des 19. Jahrhunderts im Vordergrund. Die zu diesem Zeitpunkt im ästhetischen Kontext bereits weithin übliche Verwendung im Sinne von sinnlicher Vergegenwärtigung wird nur am Rande erwähnt. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts war diese Verwendungsweise auch eher randständig. Zwar nutzt August Buchner den Ausdruck 'darstellen' schon 1665 zur Wiedergabe der aristotelischen Mimesis, wenn er die Aufgabe des Poeten darin sieht, dass er "ein Thun darstelle / wie es entweder ist / seyn soll / oder mag"[4] und setzt die Darstellung damit an die Stelle der damals üblichen Übersetzung als Nachahmung. Aber dieser Übersetzungsvorschlag blieb weitestgehend folgenlos.

Erst Lessing führte den Ausdruck folgenreich in einen ästhetischen und semiotischen Zusammenhang ein. Er unterscheidet bei Kunstwerken die 'Erfindung' des Stoffes (des Darstellungsgehalts) von seiner 'Ausführung' als der technischen Realisierung im Medium. Die Ausführung bezeichnet er in diesem Zusammenhang auch als Darstellung:

Denn der Ausdruck in Marmor ist unendlich schwerer als der Ausdruck in Worten; und wenn wir Erfindung und Darstellung gegen einander abwägen, so sind wir jederzeit geneigt, dem Meister an der einen so wiederum zu erlassen, als wir an der andern zu viel erhalten zu haben meinen. ([Lessing 1766a]Literaturangabe fehlt.
Bitte in der Bibliographie-Sammlung einfügen als:
- Buch,
- Artikel in Zeitschrift,
- Beitrag in Sammelband,
- Sammelband,
- andere Publikation,
- Glossarlemma.
: S. 98.)

Er-Findung und Ausführung/Darstellung gelten ihm als zwei Aspekte oder Momente der Naturnachahmung. Lessings Verwendung von 'Darstellung' ist im Grunde noch sehr nahe an der ursprünglichen Bedeutung von Hinstellen und Vor-Augen-Stellen und obgleich seine Unterscheidung zwischen Erfindung und Darstellung offensichtlich an der rhetorischen Unterscheidung zwischen inventio und elocutio orientiert ist, wertet er die Rolle der Darstellung (elocutio) im Rahmen seiner wirkungsästhetischen Argumentation erheblich auf. Eine geeignete Darstellung soll die Illusion -- und das heißt bei ihm vor allem die Unauffälligkeit der zur Darstellung verwendeten Zeichen -- gewährleisten. Die Zeichenhaftigkeit der verwendeten Zeichen soll in den Hintergrund treten, da sonst "die Intuition des Bezeichneten nicht zugleich mit der Intuition des Zeichens erfolgen kann." ([Lessing 1788a]Literaturangabe fehlt.
Bitte in der Bibliographie-Sammlung einfügen als:
- Buch,
- Artikel in Zeitschrift,
- Beitrag in Sammelband,
- Sammelband,
- andere Publikation,
- Glossarlemma.
: S. 304 f.) Darauf zweckt das sogenannte bequeme Verhältnis ab.

Wenn es wahr ist, daß die Malerei zu ihren Nachahmungen ganz andere Mittel, oder Zeichen gebrauchet, als die Poesie; jene nämlich Figuren und Farben in dem Raume, diese aber artikulierte Tönen in der Zeit; wenn unstreitig die Zeichen ein bequemes Verhältnis zu dem Bezeichneten haben müssen: so können nebeneinander geordnete Zeichen auch nur Gegenstände, die nebeneinander, oder deren Teile nebeneinander existieren, aufeinanderfolgende Zeichen, aber auch nur Gegenstände ausdrücken, die aufeinander, oder deren Teile aufeinander folgen. ([Lessing 1766a]Literaturangabe fehlt.
Bitte in der Bibliographie-Sammlung einfügen als:
- Buch,
- Artikel in Zeitschrift,
- Beitrag in Sammelband,
- Sammelband,
- andere Publikation,
- Glossarlemma.
: S. 116. Vgl. hierzu und zum folgenden den Artikel Mimesis.)

Den Hintergrund bildet James Harris' Unterscheidung zwischen den koexistierenden Zeichen der bildenden Künste und den sukzessiven Zeichen der Dichtung und der Musik ([Harris 1783a]Literaturangabe fehlt.
Bitte in der Bibliographie-Sammlung einfügen als:
- Buch,
- Artikel in Zeitschrift,
- Beitrag in Sammelband,
- Sammelband,
- andere Publikation,
- Glossarlemma.
: S. 29 ff.; erste Auflage 1744). Das 'bequeme Verhältnis' soll durch eine Isomorphie zwischen der (räumlichen oder zeitlichen) Struktur der Referenten und der Syntax der verwendeten Zeichen erreicht werden. Die Körper bestehen als räumliche Gebilde aus nebeneinander angeordneten Teilen, weshalb koexistierende Zeichen für ihre Darstellung besonders geeignet sind; Handlungen verlaufen dagegen linear in der Zeit, weshalb sukzessive Zeichen für ihre Darstellung besonders geeignet sind. Klopstock schließt offensichtlich an Lessings Ästhetik an. "Die Malerey zeigt ihre Gegenstände auf Einmal; die Dichtkunst zeigt sie in einer gewissen Zeit." ([Klopstock 1774a]Literaturangabe fehlt.
Bitte in der Bibliographie-Sammlung einfügen als:
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: S. 171 f.) Vor allem arbeitet er die wirkungstheoretische Perspektive Lessings weiter aus und betont noch stärker die Rolle der Präsentationsweise, wobei ihm — wie Lessing — die durch die Etymologie des Darstellungsbegriffs ermöglichte Betonung der Performanz in die Hände spielt. Er nutzt den Darstellungsbegriff im Anschluss an Lessing zur Beschreibung der Präsentationsweise und verknüpft diese eng mit der Illusion. "Der Zwek der Darstellung ist Teüschung" ([Klopstock 1779a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 246). Die Täuschung oder Illusion führt Klopstock auf die Lebhaftigkeit der Darstellung zurück — ein Gedanke, der sich in Ansätze auch bereits bei Lessing findet.

Es gibt wirkliche Dinge, und Forstellungen, di wir uns dafon machen. Di Forstellungen fon gewisen Dingen können so läbhaft wärden, daß dise uns gegenwertig, und beina di Dinge selbst zu sein scheinen. Dise Forstellungen nen ich fastwirkliche Dinge. Es gibt also wirkliche Dinge, fastwirkliche, und blosse Forstellungen.[5]

Während Dinge und Vorstellungen ontologisch unterschieden sind, werden die 'fastwirklichen Dinge' auf der Basis der Wirkung ihrer Präsentation bestimmt. Der Ausdruck 'Darstellung' wird bei Kloptock zum terminus technicus für eine besonders lebhafte Weise der Präsentation. Indem er sein Hauptaugenmerk auf die derart verstandene Darstellung legt, stellt er die Wirkungsfunktionen bestimmter medialer Eigenschaften der Dichtung (wie dem Metrum) in den Mittelpunkt seiner Poetik. Darstellungsgehalte und Referenzen (der Erfindung bei Lessing) spielen demgegenüber bei Klopstock eine marginale Rolle. Eine explizite Bestimmung des Verhältnisses seines Darstellungsbegriffs zum Begriff der Naturnachahmung findet sich bei Klopstock allerdings nicht.


  • 3) Verquickung von Präsentation und Repräsentation als Erbe der Naturnachahmung

Klopstock selber stellt den Darstellungsbegriff nicht explizit in Bezug zum Naturnachahmungsbegriff und schon gar nicht in ein Konkurrenzverhältnis, wenngleich seine Betonung der Rolle der Darstellung (der 'Form') die Rolle der Nachahmung (als Beschreibung des 'Inhalts' der Dichtung) deutlich marginalisiert. Damit stellt er die beiden Begriffe implizit in ein Konkurrenzverhältnis. August Bürger stellt die beiden Begriffe wenig später in ein explizites Konkurrenzverhältnis. Er fordert die Ersetzung der Naturnachahmungstheorie durch eine Darstellungstheorie.

Man merkt schon, dass ich Darstellung an den Platz setze, wo sonst das erbärmliche Wort Nachahmung in den Poetiken stand. Nachahmung ist ein Bild, kümmerlich zurück geworfen von trüber Fläche; Darstellung aber leibt und lebt zurück vom blanken Spiegel. ([Bürger 1784a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 727).

Die Darstellung zeichnet sich gegenüber der Nachahmung durch eine größere Anschaulichkeit aus, insofern die Darstellung stärker die Sinne und die Einbildungskraft anspricht.([Bürger 1784]Literaturangabe fehlt.
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: S. 728) Auf ähnliche Weise favorisiert auch Herder die Übersetzung von 'Mimesis' mit 'Darstellung', weil er die Darstellung anders als die bis dahin übliche Übersetzung 'Nachahmung' mit einer größeren Lebendigkeit assoziiert ([Herder 1800a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 147).

Die Ersetzung des Nachahmungs- durch den Darstellungsbegriff verläuft also über den Gedanken der Lebendigkeit durch eine bestimmte Präsentationsweise.Indem aber der Naturnachahmungsbegriff durch den Darstellungsbegriff ersetzt wird, kauft man sich zugleich unter der Hand Aufgaben und Funktionen des Naturnachahmungsbegriffs ein. Der Darstellungsbegriff hat demnach auch Referenzen und Darstellungsgehalte zu beschreiben. Das, was Lessing mit den Ausdrücken 'Erfindung' und 'Darstellung' terminologisch getrennt hält, fällt nun in einem Begriff zusammen und zwar in dem der Darstellung. Präsentation(sweise) und Repräsentation werden miteinander verquickt. Der Ausdruck 'Darstellung' kann sich sowohl auf Qualitäten der Darstellungsweise (Wie wird etwas dargestellt?) als auch auf den Gehalt der Darstellung bzw. ihre Referenz (Was wird dargestellt?) beziehen.

Damit sind Verwendungen des Darstellungsbegriffs wie Kants möglich geworden. "Wenn der Begriff von einem Gegenstande gegeben ist, so besteht das Geschäft der Urteilskraft im Gebrauche desselben zum Erkenntnis in der Darstellung (exhibitio), d.i. darin, dem Begriffe eine korrespondierende Anschauung zur Seite zu stellen […]" ([Kant 1974a]Kant, I. (1974).
Kritik der Urteilskraft. Hamburg: .

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: A XLVII und B XLIX). Die Darstellung bezeichnet hier die Veranschaulichung oder Versinnlichung eines Begriffs, als einer abstrakten Erkenntnis. Der Sache nach ist dieser Gedanke nicht völlig neu, findet sich doch Ähnliches bereits bei Mendelssohn und Lessing, wenn sie Dichtung als Transformation einer symbolischen in eine intuitive Erkenntnis beschreiben, also Dichtung als Veranschaulichung von etwas Abstraktem begreifen. Der Unterschied zu Kants Konzeption ist vor allem darin zu sehen, dass für Kant Begriff und Anschauung zwei getrennte Stämme der Erkenntnis sind, wohingegen für Mendelssohn und Lessing symbolische und intuitive Erkenntnis im Anschluss an Wolff zwei Pole eines Kontinuums darstellen. Aber Mendelssohn und Lessing bezeichnen diesen Vorgang der Veranschaulichung nicht als Darstellung und können das im Rahmen ihrer Terminologie nicht.


  • 4) Erfindung vs. Kopieren — Konstruktive Momente der Darstellung

Den Unterschied zwischen Nachahmung und Darstellung sieht Bürger offenbar nicht darin, dass die eine an der Natur orientiert sei und die andere nicht. Beide gelten ihm als 'Nachbildnerei' ([Bürger 1784a]Literaturangabe fehlt.
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: S. 725). Von der Mitte des 18. Jahrhunderts an wird aber die Ablehnung des Naturnachahmungsbegriffs zur Beschreibung der Kunst zunehmend damit begründet, dass die Nachahmung die Erfindung ausschlösse und sich in einem Kopieren der empirischen Wirklichkeit erschöpfe. "[…] die Nachahmung der Natur ist noch keine Dichtung, weil die Kopie nicht mehr enthalten kann als das Urbild."[6]

Wenn im Zuge der Lösung von der Naturnachahmungsformel der Naturnachahmungsbegriff auf ein Kopieren eingeschränkt wird — entgegen seiner bis dahin üblichen Bedeutung(en) — und zugleich der Darstellungsbegriff (wie auch der Repräsentationsbegriff) als Alternative aufgebaut wird, wird letzterem zugleich ein erfindendes oder konstruktives Moment zugesprochen. Begünstigt wird eine solche Auffassung von Darstellung durch die Entwicklung antirealistischer Semantiken. Ansätze einer solchen Semantik finden sich bereits bei Humboldt, wenn er — anders als Kant — die Sprache nicht mehr als Nullmedium betrachtet.[7] Die Annahme, dass Zeichen, Wörter usw. lediglich eine bereits unabhängig von dem jeweiligen Symbolsystem vorliegenden Welt nachzeichnet, weicht der Annahme, dass das Symbolsystem allererst eine gliedernde Funktion innehat. In der Umkehrung können derartige Semantiken zu einer Sprachskepsis führen, insofern ein solches Sprachverständnis keine neutrale, objektive Darstellung der Welt mehr versprechen kann. [Nietzsche 1870-1873a]Literaturangabe fehlt.
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Diese Konsequenz tritt gerade in strukturalistischen Semantiken des 20. Jahrhunderts zutage, insofern diese auf einen Antirepräsentationalismus der Sprache (und anderer Symbolsysteme) hinauslaufen. [Bertram et al. 2008a]Literaturangabe fehlt.
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Auswirkungen auf andere Begriffe

Die Begriffsgeschichte des Darstellungsbegriffs ist als eine Geschichte der Erweiterung des Bedeutungsspektrums zu lesen. Die früheren Bedeutungen werden nicht durch die später hinzukommenden Bedeutungen verdrängt. Daraus speist sich die Vieldeutigkeit des Ausdrucks 'Darstellung' – von dem bloßen Hinstellen bzw. Präsentieren über die Präsentations- oder Darstellungsweise bis hin zum Darstellungsgehalt, der sich aus der Referenz speisen kann, aber auch konstruktive Momente einschließen kann. Die aktuellen Verwendungen des Ausdrucks unterscheiden sich durch die je eigene Gewichtung dieser Bedeutungsdimensionen sowie durch die jeweils vorgenommenen Binnendifferenzierungen (wie z.B. Bühlers Differenzierung der Funktionen eine Sprechaktes in Darstellung, Ausdruck und Appell; [Bühler 1934a]Literaturangabe fehlt.
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: bes. S. 28 ff.).

Die Konsequenzen der Begriffsgeschichte von 'Darstellung' für den Bildbegriff ergeben sich daraus, dass Ausdrücke wie 'representation' und 'depiction' in der Regel mit dem Ausdruck 'Darstellung' übersetzt werden, oftmals durch Attribute wie 'bildlich' oder 'bildhaft' spezifiziert. Für die Beschreibung von Bildern ist 'Darstellung' gerade wegen der Bedeutungsdimension des Hinstellens bzw. Präsentierens geeignet. Durch die Bedeutungsdimension der Präsentationsweise eignet sich der Ausdruck auch für die Diskussion der Unterschiede zwischen bildlicher und sprachlicher Darstellung. Zugegeben: Diese beiden Aspekte (Ausstellung und Präsentationsweise bzw. Stil) stehen in den aktuellen Diskussion eher im Hintergrund. Im Vordergrund stehen die Fragen nach dem Bezug und dem Gehalt der Darstellung, insbesondere in Gestalt der Konstitutionsfrage ([Scholz 2004a]Scholz, Oliver R. (2004).
Bild, Darstellung, Zeichen. Philosophische Theorien bildhafter Darstellungen. 2., vollständig überarbeitete Aufl.. Frankfurt a. M.: Klostermann.

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und [Seja 2009a]Literaturangabe fehlt.
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: bes. S. 23-66). Was konstituiert die bildliche Darstellung? Ist es eine Ähnlichkeitsrelation zum Dargestelltem oder eine Kausalbeziehung? Oder wird die Darstellung durch die Zugehörigkeit zu einem Symbolsystem konstituiert oder durch den Gebrauch eines Dings als Bild? Wenngleich diese Fragen die Diskussionen dominieren, spielen die mit den anderen Bedeutungsdimensionen assoziierten Fragen immer auch eine Rolle.


Anmerkungen
  1. Vgl. hierzu und zum folgenden [Schlenstedt 2000a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 847.
  2. [Flusser 1994a]Literaturangabe fehlt.
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    : 34
  3. 2. Mose 40,4. Vgl. hierzu und zum folgenden auch die Artikel "darstellen" in [Trübner 1940a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 27, in [Adelung 1811a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 1402-1403 und in [Grimm 1860a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 791 f. sowie [Mülder-Bach 1998a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 78 f..
  4. [Buchner 1665a]Literaturangabe fehlt.
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    : 27; vgl. dazu [Aristoteles 1997a]Literaturangabe fehlt.
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    : 1460b.
  5. [Klopstock 1779a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 244. Die eigenwillige Orthographie ist Ausdruck von Klopstocks Poetik.
  6. [Jean Paul 1795a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 261. Ähnliche Argumente finden sich bei [Meier 1757]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 38 (§ 18) und [Hegel 1835a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 67 ff., [Hegel 1826a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 55 sowie [Hegel 1830a]Literaturangabe fehlt.
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    : § 558. Im späten 20. Jahrhundert wird dieser Einwand besonders von [Petersen 2000a]Literaturangabe fehlt.
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    immer wieder betont.
  7. Vgl. hierzu und zum folgenden [Humboldt 1820a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 21 und 27 sowie [Humboldt 1830-1835a]Literaturangabe fehlt.
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    : S. 60 und 190.
Literatur                             [Sammlung]

[Adelung 1811a]:
Literaturangabe fehlt.
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[Aristoteles 1997a]:
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[Bertram et al. 2008a]:
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[Buchner 1665a]:
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[Bühler 1934a]:
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[Bürger 1784]:
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[Bürger 1784a]:
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[Flusser 1994a]:
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[Grimm 1860a]:
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[Harris 1783a]:
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[Hegel 1826a]:
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[Hegel 1830a]:
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[Hegel 1835a]:
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[Herder 1800a]:
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[Humboldt 1820a]:
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[Humboldt 1830-1835a]:
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[Jean Paul 1795a]:
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[Kant 1974a]: Kant, I. (1974). Kritik der Urteilskraft. Hamburg: .

[Klopstock 1774a]:
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[Klopstock 1779a]:
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[Lessing 1766a]:
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[Lessing 1788a]:
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[Meier 1757]:
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[Mülder-Bach 1998a]:
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[Nietzsche 1870-1873a]:
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[Petersen 2000a]:
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[Schlenstedt 2000a]:
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[Scholz 2004a]: Scholz, Oliver R. (2004). Bild, Darstellung, Zeichen. Philosophische Theorien bildhafter Darstellungen. 2., vollständig überarbeitete Aufl.. Frankfurt a. M.: Klostermann. [Seja 2009a]:
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[Trübner 1940a]:
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Verantwortlich:

Schöttler, Tobias

Seitenbearbeitungen durch: Tobias Schöttler [58], Joerg R.J. Schirra [23] und Eva Schürmann [1] — (Hinweis)